Manfred Engelhardt zur aktuellen Entwicklung bei Grünenthal

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am heutige Morgen war der Titelseite der Aachener Zeitung u. a. zu entnehmen:“Grünenthal: Weniger Entlassungen“

Aachen. Betriebsrat und Geschäftsführung des Aachener Pharmaunternehmens Grünenthal haben ich auf einen Kompromiss verständigt. Dem Vernehmen nach werden weniger als 150 statt wie geplant ursprünglich 270 Mitarbeiter in Aachen und Stolberg entlassen. Es werden keine Tätigkeiten ausgelagert, die Ausbildung bleibt voll erhalten. Geplant ist eine Beschäftigungsgesellschaft; der Sozialplan soll besser ausgestattet sein als der bei der Schließung des Produktionsstandortes Stolberg 2. Details sollen am Montag bekanntgegeben werden. (hjd)“

Wenn der Betriebsrat sich jetzt auf diesen Kompromiss mit der Firmenleitung tatsächlich eingelassen haben soll, so wäre er nach meiner Meinung in einem riesigen Pokerspiel derjenige, der seine eigene Klientel zu Verlierern gemacht hätte.

Harald F. Stock und dessen Führungscrew bei Grünenthal hätten tatsächlich – wie bis dato noch immer in der Bananrepublik Deutschland – geblufft und der Betriebsrat wäre auf diesen Bluff (bewusst oder unbewusst) reingefallen. Das Motto würde gelautet haben: „Pokere höher als real beabsichtigt, dann bekommst Du, was Du haben willst!“ Auf der Strecke blieben dann noch immer ca. 150 Kolleginnen und Kollegen bei Grünenthal! Sie wären die „Bauernopfer“, die auf den Altar des kapitalistischen Moloch geopfert würden. Wo bleibt die IGBCE ? Wird die Gewerkschaft hier eventuell außen vor gelassen? Wenn der Pressebericht stimmen sollte, was sich m Montag unter Beweis stellen wird, hätte Betriebsrat, IGBCE und die gesamte Belegschaft kampflos aufgegeben! Das würde bedeuten, dass sich der Spruch: „Wer kämpft der kann verlieren, aber wer nicht kämpft, der hat schon verloren!“, wieder einmal bewahrheitet hätte. Was nämlich die Arbeitsplätze auf Dauer nur retten kann, ist der organisierte Kampf der Arbeitnehmerschaft im Betrieb und überall gegen Kapital und Regierung; denn nur wer kämpft, kann auch gewinnen!

Wir als GEWERKSCHAFTER/INNENKREIS AC haben die Kolleginnen und Kollegen der Firma GRÜNENTAHL für Dienstag, den 14. Dezember 2010, 18.00 Uhr, „DEUTSCHES HAUS“, Adalbertsteinweg 128, Aachen, eingeladen. Da können wir dann gemeinsam schauen, was an der Sache wirklich dran ist und wie wir den Kampf zum Erhalt der Arbeitsplätze organisieren können!

Manfred Engelhardt
-AK-Koordinator-

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