Grünenthal – kein Ende der Misere

Was wir seit einiger Zeit befürchtet haben, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetreten: Die Firma Grünenthal hat vermutlich ihren Mitarbeitern den Zugang zu unserer Webseite http://www.ak-gewerkschafter.de gesperrt.

Die Logdateien unseres Servers zeigen seit Freitag, den 17. Dezember 2010, ab ca, 15:30 Uhr keinen einzigen Besucher aus dem Grünenthal-Netz an. Da in den Tagen davor insgesamt 100 Benutzer aus dem Grünenthal-Netz kamen, gehen wir davon aus, das es sicherlich nicht an mangelndem Interesse seitens der Mitarbeiter von Grünenthal liegen kann. Dies beweist auch die Tatsache, dass von einigen Privatrechnern und Telefonen aus unser AK-Koordinator angemailt und angerufen worden ist, und um Auskunft über den Stand der AK-Aktivitäten gebeten worden ist.

Wenn das Fazit sein soll, dass Grünenthal seinen Mitarbeitern den Zugang zu freien und ungefilterten Informationen über mögliche Aktionen gegen den Stellenabbau verbieten sollte, wäre dies eine Form von Zensur!!!

Das augenblickliche Gesamtbild über GRÜNENTAHL zeigt, dass der ehemals angesehene Familienkonzern Grünenthal mittlerweile durch den geschäftsführenden Vorstand Harald F. Stock und seine Führungscrew zu einem gnadenlosen, kapitalistisch orientierten Konzern mutiert ist, wo absolut nur noch der Profit die Maxime allen Handelns ist und der Mensch auf der Strecke bleibt!

Der Betriebsrat und die Gewerkschaft IGBCE werden zur Lachnummer; denn sie wollen offensichtlich den Kampf im Betrieb zum Erhalt aller Arbeitsplätze nicht führen! Im Gegenteil, verkaufen Sie Euch die Reduktion des geplanten ursprünglichen Stellenabbaus als ihren Erfolg! Viele von Euch haben jetzt vor den Feiertagen ihre „blauen Briefe“ erhalten. Darunter sind langjährig gediente Grünentahler/innen, die das 50. Lebensjahr schon überschritten haben. Noch gestern erhielt der AK-Koordinator 8 Anrufe von Grünenthalern auf seinem Handy (0171-9161493), die sich über die rüden Methoden des Managements und über das „Stillhalten“ des Betriebsrates und der IGCE beklagten.

Wir vermuten, dass der geplante Stellenabbau u.a. mit der sukzessiven Verlagerung der Produktion u.a. ins billigere Chile so geräuschlos wie möglich über die Bühne gebracht werden soll? Doch da hat Grünenthal sich verrechnet! Den eigenen Betriebsrat mag die Firma „in der Tasche“ haben, aber am überparteilichen AK Gewerkschafter/innen Aachen kommt die Firma nicht so einfach vorbei!

Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um die vom Stellenabbau betroffenen Kollegen und Kolleginnen von Grünenthal zu unterstützen.

Das nächste öffentliche Treffen des AK Gewerkschafter/innen Aachen findet am

Dienstag, den 11. Januar 2011, um 18.00 Uhr, im DEUTSCHEN HAUS (Adalbertsteinweg 128 – Ecke Kirberichshoferweg / gegenüber der Josefskirche) in Aachen statt. Alle interessierten Kollegen von Grünenthal sind herzlich eingeladen!

Interesierte können sich natürlich – wie bisher in mehreren Fällen geschehen – auch anonym bei uns melden: Den Ak-Koordinator Manfred Engelhardt könnt Ihr jederzeit unter der Email-Adresse manni@manfredengelhardt.de oder der Telefonnummer 0171-9161493 erreichen.

Denkt daran: Nur wer kämpft, kann auch gewinnen!

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1 Antwort zu Grünenthal – kein Ende der Misere

  1. Pingback: Email an die Grünenthal-Mitarbeiter | AK Gewerkschafter/innen Aachen

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