Anfechtung der Personalratswahlen beim Studentenwerk Aachen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

beim Studentenwerk Aachen sind, wie unserem Gewerkschafter/Innen-AK (AK) nunmehr mitgeteilt, die Personalratswahlen 2012 angefochten worden. Ein Flugblatt der Gewerkschaft Ver.di an die Kolleginnen und Kollegen des Studentenwerkes Aachen weist deutlich aus, weshalb die Wahlanfechtung erfolgt ist. In diesem Zusammenhang hatten wir mehrfach die entsprechende Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs kommentiert, zuletzt unter http://www.ak-gewerkschafter.de/2011/12/28/die-entscheidung-des-verwaltungsgerichtshof-vgh-hessen-mit-dem-az-22-a-95910-pv-leiharbeitnehmerinnen-wird-das-wahlrecht-zu-den-personalratswahlen-eingeraumt-und-ihre-auswirkung-fur-die-kommen/ und unter http://www.ak-gewerkschafter.de/2011/01/19/der-verwaltungsgerichtshof-vgh-hessen-hat-unter-dem-az-22-a-95910-pv-den-beschluss-gefasst-leiharbeitnehmerinnen-das-wahlrecht-einzurumen-2/ .

Nicht nur im Studentenwerk Aachen hätte man gut daran getan, den Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer unter Beachtung dieser Entscheidungen des VGH-Hessen, die mittlerweile präjudiziellen Charakter hat, Beachtung zu schenken.

Übrigens gab es im Studentenwerk Aachen das schlechteste Personalratswahlergebnis seit 1975!

In seiner 33-jährigen ununterbrochenen Tätigkeit als Personalratsvorsitzender beim Studentenwerk Aachen hat der Unterzeichner ein solch schlechtes Wahlergebnis für die Gewerkschaft Ver.di (vormals ÖTV) noch nie eingefahren. Im Gegenteil und nachweislich hatte der Unterzeichner immer Wahlergebnisse in Persönlichkeitswahlen zwischen 75 Prozent und 98 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erzielt. Die Wahlbeteiligung hat noch nie unter 75 bis 95 Prozent gelegen.

Hier das Ergebnis in Zahlen (ohne Leiharbeitnehmer):

264 Wahlberechtigte, davon 182 abgegebene Stimmen (80 Menschen sind somit nicht zur Wahl gegangen),

davon 4 ungültige Stimmen,

auf die Ver.di-Liste entfielen 119 Stimmen = 65 Prozent,

auf die alternative Liste entfielen 59 Stimmen = 32 Prozent.

Da hilft alles „SCHÖNREDEN“ nicht. Für den AK stellt dieses Wahlergebnis ein desaströses dar.

Über den Fortgang der Anfechtungsklage werden wir weiter berichten.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Share
Dieser Beitrag wurde unter Aachen, Öffentlicher Dienst veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Anfechtung der Personalratswahlen beim Studentenwerk Aachen

  1. Pingback: Öffentliche Verhandlung über die Wahlanfechtung der Personalratswahlen im Bereich des Studentenwerkes Aachen | Arbeitskreis Gewerkschafter/innen Aachen

  2. Pingback: ENTSCHEIDUNG DES VERWALTUNGSGERICHTES AACHEN IN SACHEN WAHLANFECHTUNG BEIM STUDENTENWERK AACHEN ZUR PERSONALRATSWAHL 2012 | Arbeitskreis Gewerkschafter/innen Aachen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.