netzwerk-ver.di: Reichtum umverteilen, Schulden streichen, Banken verstaatlichen – am 29.9. auf die Straße gehen

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

mehrfach haben wir zu den geplanten Aktionen und Demonstrationen, die am 29. September 2012 unter dem Motto „Umfairteilen! Reichtum besteuern!“ aufgerufen. Heute nun erreicht uns zum Thema der Aufruf des Ver.di-Netzwerkes, den wir sehr gerne in seiner Gänze nachstehend auf zu Eurer Information auf unsere Homepage gepostet haben. Ferner findet Ihr am Ende des Artikels einige wichtige Termine, auf die das Ver.di-Netzwerk hinweist. Den Aufruf der Ver.di-Netzwerk-Kolleginnen und Kollegen können wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) vollinhaltlich unterstreichen.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir rufen euch zur Beteiligung an den Aktionen und Demonstrationen am 29. September im Rahmen des Aktionstages „Umfairteilen! Reichtum besteuern!“ auf. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Gewerkschaften und sozialen Bewegungen wollen wir am 29. September ein lautstarkes Zeichen gegen Armut, Niedriglohn und Kürzungen setzen.

Wir unterstützen die Forderung des Aktionstages zur Einführung einer Vermögenssteuer und der Einführung einer Steuer auf Finanzmarktgeschäfte. Wir wollen die sofortige Einführung einer Vermögenssteuer von 10 Prozent auf Geldvermögen von über einer Million Euro. Das würde 200 Milliarden Euro in die Staatskassen fließen lassen. Geld, das in Soziales, Bildung, Umwelt investiert und zur Schaffung sinnvoller und tariflich abgesicherter Arbeitsplätze verwendet werden kann.

Eine gewisse Umverteilung von oben nach unten wird die kapitalistische Krise, Profitwirtschaft und Ausbeutung jedoch nicht beenden. Die wirtschaftliche und politische Macht der großen Banken und Konzerne muss gebrochen werden. Die größten Vermögen liegen bei Banken und anderen Finanzinstitutionen, die an der öffentlichen und privaten Verschuldung verdienen und auf den höchsten Profit spekulieren. Deshalb wirft das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di auch im Rahmen der Aktionstage weiter gehende Forderungen auf. Das nicht zuletzt, weil sich auch die Konstrukteure der Agenda 2010, da sie zur Zeit in der parlamentarischen Opposition sind, als Unterstützer von Umverteilungsideen präsentieren. In den Zeiten einer Zuspitzung der Eurokrise darf der Protest aber nicht zu einer Alibiveranstaltung derjenigen Parteien werden, die im Bundestag der Bankenrettung und dem Fiskalpakt zustimmen und damit die Umverteilung in Europa vorantreiben.

Wir lehnen alle Kürzungsprogramme europaweit sowie die Aushöhlung der demokratischen Rechte durch EU, IWF und EZB ab.

Wir fordern:

· Sofortige Einführung einer Vermögenssteuer von zehn Prozent auf
Geldvermögen von über 1 Million Euro

· Finanzmärkte trockenlegen durch die Verstaatlichung aller privaten
Banken und ihre Überführung in eine öffentliche Bank, demokratisch
kontrolliert und verwaltet

· Sofortige Streichung der Schulden der Südländer gegenüber privaten
und institutionellen Gläubigern. Volle Entschädigung von Kleinanlegern, die
dadurch betroffen sind.

· Solidarität mit den Beschäftigten, Jugendlichen, Erwerbslosen und
RentnerInnen in den von der Schuldenkrise betroffenen Ländern: Nein zur
Kürzungspolitik von IWF, EZB und Bundesregierung!

· Drastische Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und
Personalausgleich

· Einführung eines Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde als ersten
Schritt

· Nein zu Leiharbeit und Missbrauch von Werkverträgen. Weg mit Hartz
IV!

· Staatliche Investitionsprogramme in Bildung, Gesundheit, Umwelt
und Soziales finanziert durch die Gewinne der Banken und Konzerne

Weitere Informationen zum Aktionstag unter www.umfairteilen.de

Auch nicht vergessen:

– Gewerkschaftspolitischer Ratschlag am 22./23. September im Bürgerhaus Gallus, Frankfurt/Main

– Bundesweites Treffen des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di am 23. September im Bügerhaus Gallus, Frankfurt/Main

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2 Antworten zu netzwerk-ver.di: Reichtum umverteilen, Schulden streichen, Banken verstaatlichen – am 29.9. auf die Straße gehen

  1. Dirk Momber sagt:

    Krisen werden in der Republik/EU und Global hoch stilisiert während Unternehmen und Kapital die höchsten Gewinne aller Zeiten einfahren! Zu keiner Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde soviel Sozialabbau und Real Lohnkürzung in den unteren Einkommens-schichten betrieben wie in den letzten 20 Jahren. Aber mit Einführung des Euros und der Ost Erweiterung der EU hat der Zug der Armut des kleinen Mannes erst Richtig Fahrt aufgenommen.
    Da werden die Beiträge der Arbeitnehmer in die Arbeitslosenkasse von den großen und Mittelständigen genutzt um Ihre in den Vorjahren Gewinn-maximierte Misswirtschaft auszubügeln. Und just vorgestern meldet man das mann mit einem 52 Jahre lang ausgeübten Tarif Job noch nicht mal 700 Euro Rente erhält, aber dabei ist die Demografische Faktor Verschiebung für die nächsten 20 Jahre noch nicht mal eingerechnet sonst wären es noch nicht mal 400 Euro Rente.
    Aber bedanken sollte man sich bei Merkel und Co. die sich stets weigern den unmenschlichen Niedriglohn-Sektor durch einen Mindestlohn zu deckeln und auch
    Selbständige Arbeit sozialversicherungspflichtig zu machen.
    Dirk

  2. Pingback: Im Vorfeld des Aktionstages “Umfairteilen” | Arbeitskreis Gewerkschafter/innen Aachen

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