Pflegenotstand – Bundeseinheitlich geltendes Personalbemessungssystem erforderlich

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das PRO PFLEGE – SELBSTHILFENETZWERK und sein Vorstand Herr Werner Schell haben sich jetzt erneut an die Bundestagsabgeordneten gewandt. Herr Schell hat hier wiederum gegen den bestehenden und sich zunehmend verschlimmernden Pflegenotstand ein bundeseinheitliches Personalbemessungssystem gefordert, das auch nach unserer Meinung dringend Not tut! Wir haben nachstehend die komplette entsprechende Pressemitteilung in ihrer Gänze zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet. Wie immer, möchte der Unterzeichner daran erinnern, dass wir alle die potenziellen Pflegefälle von Morgen und/oder Übermorgen sind. Insoweit geht uns dieses Thema nicht nur in Bezug auf die derzeit vorhandenen Pflegefälle etwas an. Aus diesem Grunde bitten wir herzlich darum, dieses Thema ohne Unterlass auch in der Zukunft hoch zu halten.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

 

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland

Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

 

 

Pressemitteilung vom 27.12.2012

 

 

Pflegenotstand – Bundeseinheitlich geltendes Personalbemessungssystem erforderlich

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk, hat den Mitgliedern des Deutschen Bundestages (MdB) aus aktuellem Anlass mitgeteilt:

Herr Spahn, MdB, hat nach Medienberichten ein Sonderprogramm für neue Pflegestellen in den Krankenhäusern gefordert:

„Pflegeprogramm soll 15.000 neue Stellen schaffen“

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52847

http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=18282

Eine solche Maßnahme halte ich für verfehlt, ähnlich dem, was bereits 2008 angeschoben wurde: Es sind Programme, die kompliziert umzusetzen sind und kaum Wirkung erzielen. Den Pflegeanforderungen wird man damit nicht gerecht. Der Pflegenotstand besteht uneingeschränkt fort!

Was wir endlich brauchen ist ein bundeseinheitlich geltendes Personalbemessungssystem, mit dem die Pflegekräftestellen in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen – dem Bedarf entsprechend – ausgewiesen werden können. Insoweit habe ich dem Deutschen Bundestag u.a. als Printexemplar zur Vorbereitung des Pflege-Neuaus­richtungsgesetzes (PNG) bereits im August 2011 eine umfangreiche Stellungnahme – einschließlich Forderungen für ein Patientenrechtegesetz (das diesen Namen verdient) – übermittelt. Diese zusammengefasste Stellungnahme vom 21.08.2012 ist nachlesbar unter folgender Adresse:

http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/Pressemitteilungen/StellungnahmenPflegereformundPatientenrechtegesetz2011.pdf .

Die hier in Neuss durchgeführten Pflegetreffs am 15.05.2012 http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=16058 und 14.11.2012 http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=17341 haben im Übrigen eindrucksvoll aufzeigen können, das wir einen Pflegenotstand haben, der dringendsten Handlungsbedarf aufzeigt. Damit kann auf die bereits vor Jahren formulierte Bemerkungen verwiesen werden:

Bessere Pflege gibt es nur mit mehr Personal. Es versteht sich, dass eine solche verbesserte Zuwendung teurer wird. Aber das muss uns die Pflege, Betreuung und sonstige Versorgung der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen Wert sein.

Werner Schell – Dozent für Pflegerecht

Share
Dieser Beitrag wurde unter Gesundheitspolitik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.