Jetzt drohen auch bei Aixtron harte Einschnitte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Arbeitsplatzvernichtung in der Region geht weiter. Wir berichteten über den jüngsten Arbeitsplatzabbau bei KME, CAE, Bombardier (Talbot), Philips etc. pp., wie Ihr unschwer beim Scrollen auf unserer Homepage feststellen könnt. Fast 8000 Arbeitsplätze sind in der Grenzregion AC/Lüttich/Maastricht in kürzester Zeit weggefallen. Gestern haben wir noch über die Situation der Stahlwerker in Lüttich berichtet: http://www.ak-gewerkschafter.de/2013/01/25/tag-1-nach-hiobsbotschaft-in-luttich/. Heute nun ist ein weitere Arbeitsplatzabbau, nämlich der bei AIXTRON (http://www.aixtron.de/index.php?id=1&L=0) in Herzogenrath-Kohlscheid in den Medien belichtet, wie Ihr durch einen Klick auf den nachstehenden Link dem Online-Presseartikel aus der Aachener Zeitung entnehmen könnt: http://www.aachener-zeitung.de/news/wirtschaft/bei-aixtron-drohen-harte-einschnitte-1.502134. Hier sind bereits 250 Leiharbeitnehmerstellen weggefallen. 30 verbliebene Leiharbeitnehmer und 550 Festangestellte müssen dort jetzt um ihre Arbeitsplätze bangen. Hier möchte ich einmal unser Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis-Flugblatt (AK-Flugblatt) vom 1. Mai 2000 in Erinnerung rufen und zitieren, dessen Inhalt nach 13 Jahren aktueller denn je ist:

„KAMPF UM JEDEN ARBEITSPLATZ!

Rund 1000 Arbeitsplätze werden bei Philips und Talbot abgebaut, ein Kahlschlag wie seit langem nicht mehr. Im öffentlichen Dienst drohen weitere Stellenstreichungen. Die Arbeitslosigkeit in Aachen liegt über dem Bundesdurchschnitt. Es stellt sich die Frage: Wo sollen wir und unsere Kinder in Zukunft überhaupt noch arbeiten? Fast 48.000 DM kostet jeder Arbeitslose pro Jahr an Leistungen, weggefallenen Steuern und Sozialbeiträgen. Doch anstatt dieses Geld in neue Jobs zu investieren, bezahlt die Regierung lieber Arbeitslosigkeit. Und das lohnt sich für die Unternehmer: Unsere Löhne und Arbeitsbedingungen werden mit dem Hinweis auf die hohe Arbeitslosigkeit weiter verschlechtert. In jeder Tarifrunde heißt es: ´Nur Lohnverzicht sichert Arbeitsplätze.´ So ein Quatsch: Wir haben in den letzten Jahren verzichtet, doch unsere Jobs sind nicht sicherer geworden. Auch die Arbeitslosigkeit ist nicht gesunken.

ARBEITSPLATZABBAU AUF DER EINEN SEITE – GEWINNE AUF DER ANDEREN

Doch die Erpressung der Unternehmer hat bislang funktioniert: Ein Teil schuftet aus Angst vor der Arbeitslosigkeit bis sie krank sind. Die die keine haben werden krank vor Arbeitslosigkeit. Für die Unternehmer ist das ein gutes Geschäft. Die Leute auspressen bis zuletzt und sie dann rausschmeißen. So lassen sich Milliarden verdienen. 1999 baute Philips 6800 Arbeitsplätze ab, der Gewinn betrug im gleichen Jahr 3, 52 Milliarden DM.

GEGENWEHR ORGANISIEREN

Wir sind nicht bereit, zuzusehen, wie unsere Interessen mit Füßen getreten werden. Im AK haben sich Kolleginnen und Kollegen zusammengefunden, die gegen Arbeitsplatzabbau und steigende Arbeitshetze aktiv sind. Denn die Gewerkschaften haben sich mehr und mehr für Co-Management entschieden, anstatt Widerstand zu organisieren. Wir sind der Meinung, dass eine entschlossene Gegenwehr der Gewerkschaften nötig ist. Geld für Arbeitsplätze und Löhne ist mehr als genug da, es ist nur in den falschen Händen. Die deutschen Unternehmer verfügen über ein sofort verfügbares Guthaben von 800 Milliarden DM. Steuern und Abgaben für Unternehmer werden gesenkt, während sie für abhängig Beschäftigte und Arbeitslose steigen. Doch die Gewerkschaftsführer denken nicht ans Kämpfen. Statt dessen kungeln sie im Bündnis für Arbeit oder in Tarifrunden mit den Arbeitgebern. Darum haben wir uns im AK zusammengeschlossen, um Erfahrungen auszutauschen und Gegenwehr im Betrieb anzustoßen.“

Nochmals rufen wir die von Arbeitsplatzabbau betroffenen Kolleginnen und Kollegen dazu auf, wenigstens ein oder zwei Vertreterinnen/Vertreter zu unserer kommenden öffentlichen AK-Sitzung, die am

DIENSTAG, DEN 12. FEBRUAR 2013, 18.00 UHR, GASTSTÄTTE „FREUNDER ECK“, FREUNDER LANDSTR. 65, 52078 AACHEN-BRAND,

stattfinden wird, entsenden zu wollen; denn wer kämpft der kann verlieren, wer nicht kämpft der hat schon verloren; aber nur die Kämpfenden können auch gewinnen.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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2 Antworten zu Jetzt drohen auch bei Aixtron harte Einschnitte

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