2.500 Kita-Beschäftigte demonstrieren! Ver.di will mehr Qualität in der Kinderförderung! Unverantwortliche Überlastung in den Kitas!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie die Pressestelle der Gewerkschaft Ver.di im Landesbezirk NRW mit nachstehender Pressemitteilung kund tut, will die Gewerkschaft Ver.di in den nächsten Wochen mit sogenannten Aktionstagen in mehreren Kindertagesstätten in NRW hinweisen. Der Höhepunkt dieser Aktionstage wird eine Demo von ca. 2.500 Kita-Beschäftigten am Freitag, den 19. April 2013 auf dem Kölner Alter Markt sein. Den kompletten Mitteilungstext haben wir zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme nachstehend auf unsere Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) Homepage gepostet. Dies verbinden wir mit einem Aufruf zur Teilnahme und zur Solidarität mit den Kita-Beschäftigten, die für mehr Verbesserung der Qualität in den Kitas von NRW demonstrieren werden.

Für den AK Manni Engelhardt  –Koordinator-

P R E S S E M I T T E I L U N G:

Mit Aktionstagen in mehreren Städten will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in den nächsten Wochen auf die notwendige Verbesserung der Qualität der Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen hinweisen. Höhepunkt ist eine Demonstration von 2.500 Kita-Beschäftigten am 19. April auf dem Kölner Alter Markt, zu der der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske erwartet wird. Größere Aktionen finden auch in Dortmund, Wuppertal und Solingen statt. Die Qualität der Kinderförderung  würde bereits durch das bestehende Gesetz (KiBiz) massiv gesenkt, erklärte der ver.di-Kita-Experte Jürgen Reichert. „Wenn im Rahmen des U3-Ausbaus auch noch ein Kita-Platz-Sharing stattfindet, gibt es weitere negative Auswirkungen auf die pädagogische Entwicklung der Kinder“, erklärte der Gewerkschafter.

Auch nach den neuesten Zahlen des NRW- Familienministeriums habe niemand einen Grund zum Feiern. Beim 3. Krippengipfel am Donnerstag hätten Praktiker zugegeben, dass hinsichtlich des Ausbauziels U3 von Jugendämtern auch Plätze gemeldet wurden, die erst noch gebaut werden beziehungsweise nur als Planung bestehen, so die Gewerkschaft. Notwendig sei mehr Geld, um das Fachkraft-Kind-Verhältnis in den Kitas zu verbessern und die Überbelegung von Gruppen zu stoppen. Man könne auch „nicht nachvollziehen, dass das Ministerium den signifikanten Fachkräftemangel in den Einrichtungen“, offenbar nicht sehe. ver.di fordert eine größere Ausbildungsanstrengung der Träger.

Reichert nannte die Arbeitssituation in den Kitas „alarmierend“. Andauernde physische und psychische Überlastung der pädagogischen Fachkräfte führe schon heute zu Fehlzeiten. Eine Aufstockung der Gruppen ginge mit  „unverantwortlicher Mehrarbeit und Mehrbelastung“ einher. Mit Duldung der Träger könnten Pausenzeiten nicht genommen werden. Öffnungszeiten würden ad hoc ausgedehnt und Bildungsdokumentationen als nicht bezahlte Wochenendarbeit angesehen. Arbeitsverträge würden dagegen trotz Personalmangel in vielen Fällen immer noch befristet oder als Kombination von festen Stunden und variabler Zeit ausgestellt.

V.i.S.d.P.: Günter Isemeyer -Pressesprecher-, Ver.di-NRW, Karlstraße 123 – 127, 40210 Düsseldorf

Telefon: 0211-61824-110 / Telefax: 0211-61824-460 / Mobil: 0175 93 30 300

E-Mail: pressestelle.nrw@verdi.de & guenter.isemeyer@verdie.de

Kontakte:

Jan von Hagen, Tel.: 0160.94 86 06 01

(Einrichtungen freier Träger)

Jürgen Reichert, Tel.: 0151.14 26 34 71

(Kommunale Einrichtungen)

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