„SANKT BÜROKRATIUS“, DU HAST DIE STÄDTEREGION AC FEST IM GRIFF!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unlängst hatte ich Euch in Eigener Sache darüber informiert, wie es mir bei der Beantragung auf Anerkennung der Übernahme der nichtgedeckten Heimkosten für meine hochdemenzkranke und fast 90 Jahre alte Mutter bei der StädteRegion Aachen ergangen ist. Diese Artikel könnt Ihr unter http://www.ak-gewerkschafter.de/2013/06/09/sankt-burokratius-hat-das-wort-oder-was-mir-bei-der-stadteregion-widerfahren-ist/   und  http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=st%C3%A4dteregion anklicken und aufrufen.

Am Montag, den 08. Juli 2013 stellte ich einen erneuten Antrag für meine Mutter, den ich persönlich an StädteRegionsrat Helmut Etschenberg adressiert habe und beim StädteRegionshaus in der Zollernstraße 10, 52070 Aachen gegen Empfangsquittierung abzugeben versuchte. Dies gelang mir allerdings erst im dritten Anlauf.

  1. Anlauf: Der Pförtner verweigerte die Annahme des Antrages, da er an den StädteRegionsrat persönlich gerichtet war und verwies mich an dessen Sekretariat auf der 1. Etage des Gebäudes.
  2. Anlauf: Die Sekretärinnen des StädteRegionsrates telefonierten, nach dem ich ihnen den Antrag präsentierte, mit jemanden. Dieser Jemand muss wohl der telefonierenden Sekretärin geraten haben, die Annahme des Antrages zu verweigern; denn diese äußerte: „Den können Sie beim Amt 50 abgeben, hier nicht!“. Ich entgegnete, dass ich den Antrag an den StädteRegionsrat per Einschreiben & Rückschein senden könnte, dann würde er in jedem Fall als angekommen gelten. „Tun Sie das!“, entgegnete mir die Dame.
  3. Anlauf: Ich begab mich zum Pförtner zurück und fragte diesen nach der Poststelle des Hauses. Er zeigte mir den Weg zur Poststelle. Diese nahm dann ohne Diskussion den erneuten Antrag für meine Mutter an.

„Sankt Bürokratius“, Du hast die StädteRegion fest im Griff.

Nachstehend der Text des erneuten Antrages für meine Mutter:

„Manfred Engelhardt, Freunder Landstr. 100, 52078 Aachen, den 08. Juli 2013

An den StädteRegionsrat der StädteRegion Aachen

Herrn Helmut Etschenberg (persönlich)

Zollernstraße 10

52070 Aachen

ANTRAG AUF ANERKENNUNG DER ÜBERNAHME DER NICHT GEDECKTEN HEIMKOSTEN FÜR FRAU……………. (GEB…………….)

BISHERIGES AKTENZEICHEN: A 50. 4-8/249488

Sehr geehrter Herr Etschenberg,

namens und mit Vollmacht, die Ihrem Hause bereits vorliegt, stelle ich hiermit erneut den v.g. Antrag bei Ihnen bzw. Ihrem Hause.

Den Hauptantrag auf Sozialhilfe, den ich für meine Mutter am 23. April 2013 in Ihrem Hause stellte, wurde bekanntermaßen abgelehnt und befindet sich heute streitbefangen bei dem erkennende Sozialgericht zu Aachen unter dem Az.: S 20 SO 98/13.

Sämtliche relevanten und erforderlichen Unterlagen zu dieser und zur erneuten Antragstellung liegen Ihnen und Ihren zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter o.g. Aktenzeichen bereits vor.

Insoweit erspare ich mir hier –bis auf den aktuellsten Kontoauszug des Kontos meiner demenzkranken Mutter- das Beibringen weiterer Unterlagen. Wie Sie dem beigefügten Kontoauszug entnehmen können, ist meine Mutter ab dem 01. August 2013 mittellos.

Insoweit appelliere ich hiermit an Ihre Verpflichtung als StädteRegionsrat, meiner Mutter die Ansprüche zukommen zu lassen, die dieser als Bürgerin der Bundesrepublik Deutschland und als Mitbürgerin der StädteRegion Aachen zustehen.

Sollte Weiteres durch mich zu veranlassen sein, so bitte ich um unverzügliche Mitteilung. Sollte die Zuweisung einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters Ihres Hauses aus Ihrer Sicht erforderlich sein, so bitte ich ebenfalls um unverzügliche Mitteilung.

Sollte ich bis zum 19. Juli 2013 keine Antwort Ihrerseits erhalten, so werde ich politische und juristische Schritte erneut gegen Sie einleiten müssen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Manfred Engelhardt

Anlage: Aktuellster Kontoauszug“.

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