DER FALL „INGE HANNEMANN“ IST MEHR ALS EIN POLITIKUM!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unlängst berichteten wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) mehrfach zum Fall „Inge Hannemann“, wie Ihr es unschwer über http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=inge+hannemann durch einen Klick aufrufen könnt.

Nunmehr haben sich prominente Unterstützerinnen und Unterstützer für Kollegin Hannemann stark gemacht, wie es die Welt online jüngst berichtet hat: http://www.welt.de/regionales/hamburg/article118521984/hartz-IV-Rebellin-findet-prominente-Unterstuetzer.html . Aber auch Katja Kipping von der Partei „DIE LINKE“ hat gestern dazu die nachstehende Presserklärung abgegeben, die wir hier auf unserer Homepage zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme mit gepostet haben.

Unser AK ruft zur verstärkten Solidarität mit Kollegin Inge Hannemann auf und verspricht, beim Thema dran zu bleiben.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Meldungen des Tages:

30. Juli 2013 Katja Kipping (DIE LINKE)

Der Prozess gegen Inge Hannemann ist ein Politikum

Heute wurde am Hamburger Arbeitsgericht die Freistellung von Inge Hannemann,
Mitarbeiterin des Jobcenters Hamburg, verhandelt. Inge Hannemann wurde
dadurch bekannt, dass sie die Sanktionspraxis der Jobcenter offen kritisiert
und sich klar für die Abschaffung der Hartz IV-Sanktionen ausspricht. Dazu
erklärt die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Katja Kipping, die beim
Prozess in Hamburg anwesend war:

Im vergangenen Jahr wurden 1.025 000 Sanktionen gegen Hartz IV-Beziehende
verhängt. Das ist trauriger Rekord. Weit mehr als Zweidrittel aller
Sanktionen – 69 Prozent – gehen auf Meldeversäumnisse zurück. Sanktionen
meint, dass das ohnehin zu niedrige Arbeitslosengeld II gekürzt wird. Für
die Betroffenen bedeutet das existenzielle Not, befördert Existenzangst.
Inge Hannemann ist eine mutige Frau, eine Rebellin gegen Sanktionen des
Hartz IV-Systems. Dafür soll sie nun selbst sanktioniert werden. Inge
Hannemann bekam sowohl vor dem Gerichtsgebäude als auch im Verhandlungssaal
enorme Solidarität von bundesweit angereisten Unterstützern.
Wer glaubt, der Fall Hannemann sei ein rein arbeitsrechtliches Verfahren,
der irrt. Verhandelt wird nicht nur ein Arbeitsrechtsprozess, öffentlich
diskutiert wird hier auch das Sanktionssystem gegen Erwerbslose und insofern
wird dieses Verfahren mehr und mehr zu einem Politikum.

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