Werner Schell informiert und lädt zum Pflegetreff ein:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Herr Werner Schell, der Vorstand des PRO PFLEGE – SELBSTHILFENETZWERK, hat uns seine News vom 10.11.2013 überstellt, die sich gut in die Rubrik http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell einpasst. Werner Schell weist in dieser Mitteilung darauf hin, dass das Selbsthilfenetzwerk sich u.a. auch seit Jahren schon mit dem Thema „Palliativversorgung und Hospizarbeit“ befasst. Dieses Thema wird auch beim kommenden Pflegetreff am 19. November 2013 –siehe nachstehenden News-Inhalt- eine dominierende Rolle spielen. Sehr gerne haben wir wieder die nachstehende Mitteilung des Herrn Schell auf unsere Homepage zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme gepostet. Ausdrücklich bewerben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) den kommenden Pflegtreff, da die Thematik dringend ist und uns alle angeht!

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung

für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland

Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

Neuss, den 10.11.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk befasst sich seit Jahren mit der Palliativversorgung und Hospizarbeit. U.a. hat es 2012 im Zusammenhang mit der befürchteten Schließung der Palliativstation am Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss mehrfach Statements gegeben, u.a. mit der Zielrichtung, die gesamte Palliativversorgung (im Rhein-Kreis Neuss – und auch darüber hinaus) auf den Prüfstand zu stellen. Es wurde in diesem Zusammenhang eine Unterschriftenaktion gestartet und das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen angeschrieben. Im Gefolge dieser Aktivitäten hat es vielfältige Rückmeldungen gegeben.

Zuletzt gab es am 09.11.2013 hier am späten Abend einen Hilferuf (aus Kaarst), weil eine 90jährige Dame zum Wochende aus einer Krankenhausbehandlung entlassen worden war nur mit dem Hinweis, jetzt sei die Palliativmedizin gefordert. Der hilflose Sohn dieser Dame wusste damit letztlich nicht viel anzufangen, weil auch am Wochenende der Hausarzt nicht mehr erreichbar war.

Das Entlassmanagement der Krankenhäuser funtioniert teilweise nicht. Dies ist deshalb beklagenswert, weil häufig Entlassungen zum Wochenende stattfinden und dann eine Anschlussversorgung problematisch ist. Solche Abläufe stehen natürlich im Widerspruch zu der Regelung in § 39 SGB V, wonach jeder Patient (ab 01.01.2012) einen Rechtsanspruch auf ein Entlassmanagement hat. Zu dieser Thematik hat der WDR (Fernsehen) in der Servicezeit am 16.05.2013 einen Filmbeitrag gezeigt, in dem auch von mir ein kurzes Statement eingeblendet wurde, dass seinerzeit im Lukaskrankenhaus Neuss gedreht wurde. Dazu folgender Hinweis:

Thema: Versorgungslücken nach dem KrankenhausaufenthaltFilm in der Mediathek (vorübergehend) anschaubar (rd. 5 Minuten):
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/servicezeit/videoservicezeit158_size-L.html oder http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/Videos/servicezeit.mp4
Filmbeitrag mit einem Statement von Werner SchellQuelle: http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=12146&postdays=0&postorder=asc&highlight=versorgungsl%FCcke&start=30

Dies alles hat Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk bewogen, die „Palliativversorgung und Hospizarbeit“ am 19.11.2013 in einem Pflegetreff zum Gegenstand von Informationen und einer Diskussion mit dem Publikum zu machen. Es soll aufgezeigt werden, welche Möglicheiten der Unterstützung tatsächlich bestehen und wie sie funtionieren. Dabei wird sich herausstellen, ob und ggf. welche Verbesserungsnotwendigkeiten bestehen. Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat vorgesehen, nach der Veranstaltung ggf. die zuständigen Institutionen anzuschreiben und auf systemische Lücken hinzuweisen und Änderungen einzufordern. Dazu auch folgender Hinweis:

Die Schwester / Der Pfleger (Zeitschrift, November 2013):

„Gießener Sterbestudie 2013“ – Interview mit Prof. Dr. Wolfgang George „Die Ampel steht eindeutig auf Rot“

Nach der Studie weist die Sterbebegleitung in den deutschen Krankenhäusern erhebliche Mängel auf, die von Personal- und Zeitmangel sowie schlechten räumlichen Bedingungen geprägt sind. – Dazu ein Buchtipp:George, Wolfgang; Dommer, Eckhard; Szymczak, Viktor R. (Hg.):

Sterben im Krankenhaus – Situationsbeschreibung, Zusammenhänge, EmpfehlungenQuelle: http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=19706

Wo Menschen sterben wollen – wo sie tatsächlich versterben:

Wunsch   Wirklichkeit
66 % Zuhause 25 %
18 % Hospiz 5 %
..1 % Pflegeheim 30 %
..3 % Krankenhaus 40 %
12 % Keine Angaben

 

Quelle:  „Forderungskatalog zur besseren Palliativversorgung vorgestellt – Hospizverbände sehen deutlichen Nachholbedarf in Heimen“, Beitrag in CAREkonkret vom 07.09.2012. – Die Zahlen wurden in der Zeitschrift „test“, 11/2012, im Wesentlichen übernommen bzw. ergänzt. – Anmerkung von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk: Die Zuordnungsangaben werden in anderen Veröffentlichungen leicht verändert benannt. So gibt z.B. George an, dass rd.40 % in Pflegeeinrichtungen versterben und nur rd. 10% in ihrer häuslichen, gewohnten Umgebung. Quelle: pro care, 05/2012.

Es wird nach all dem (nochmals) gebeten, in einem Vorbericht auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen und ggf. die LeserInnen dazu zu animieren, ihre Erfahrungen mit dem Thema „Palliativversorgung und Hospizarbeit“ mitzuteilen bzw. im Pflegetreff in die Diskussion einzuführen.

Nähere Informationen zum Treff in Kürze:

Der (19.) Pflegetreff wird am Dienstag, dem 19.11. 2013, 17.00 – 19.00 Uhr, im Jugendzentrum „Kontakt Erfttal“, (großer Saal) Bedburger Straße 57, 41469 Neuss-Erfttal, das Thema aufgreifen und dabei nicht nur die regionalen, sondern auch überregionalen Gesichtspunkte einer guten Palliativversorgung erörtern.

Ein Grußwort spricht Pastor Monsignore Jochen Koenig, von 1979 bis 2010 Pfarrer in Neuss-Erfttal (und zusätzlich jahrelang leitender Pfarrer im Gemeindeverband „Rund um die Erftmündung“). Die Moderation wird wahrgenommen von Bernd Müller, ehemaliger TV-Moderator bei “Mittwochs live” und “Wunderschönes NRW” (u.a. mit einem Portrait des Rhein-Kreises Neuss).

Die Referenten auf dem Podium:

Dr. Dr. med. G. Steiner, Kasterstr. 54, 41468 Neuss, Leiter des Palliativnetzes „WiN – Wir in Neuss“ für den Rhein-Kreis Neuss.

Dr. med. F.-J. Esser, ist als Chefarzt der Anästhesie im Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss tätig und Facharzt für Anästhesie, Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin und Leitender Notarzt.

Gerda Graf, Geschäftsführerin der Wohnanlage Sophienhof gGmbH in Niederzier, Staatsexamen in der Krankenpflege in Jülich, Studium des Pflegemanagements in Duisburg, Focusing-Begleitung und Zusatzqualifikation in Palliative-Care und Ehrenvorsitzende im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V.

Dr. med. Udo Kratel, niedergelassener Internist und Palliativmediziner, 1. stellvertretender Vorsitzender der Hospizbewegung Dormagen e.V. und Vorstandsmitglied im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V.

Heinz Sahnen ist der Schirmherr des Pflegetreffs. Die Leitung hat Werner Schell.

Eingeladen sind pflegebedürftige Menschen und Angehörige, PflegemitarbeiterInnen, Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen sowie alle interessierten BürgerInnen! – Der Eintritt ist frei!

Bei der Veranstaltung werden zahlreiche Broschüren kostenlos zur Mitnahme ausgelegt; u.a. die Buchveröffentlichung von Thomas Sitte (eine Veröffentlichung der Deutschen Palliativ Stiftung): Die PflegetippsPalliative Care. – Quelle: http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=19727

Weitere Informationen:

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung

für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland

Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

Telefon: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de

Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Ich danke im Voraus für Ihre Bemühungen!

Mit freundlichen Grüßen

Werner Schell 

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