„GRÜNENTHAL“ breitet sich in Lateinamerika aus!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der Regel nennt der Volksmund ja die Zeit von Heiligabend bis zum Neujahrestag „Stille Zeit“. Das trifft allerdings heute nur noch oberflächlich zu; denn Unternehmen nutzen diese „Stille Zeit“ dazu, Anlässe für Hiobsbotschaften  ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu geben. War es vor wenigen Tagen noch „AMAZON“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=amazon), die die Nichtübernahme von ca. 600 Beschäftigten bestritt, die die Gewerkschaft Ver.di allerdings am „Heilig-Abend“ öffentlich gemacht hatte, so ist es nunmehr die Firma „GRÜNENTHAL“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/grunenthal/), die in den Gazetten steht. Noch am 21.12.2013 machte GRÜNENTHAL in Bezug auf die Spanischen Contergan-Opfer Schlagzeilen. Heute, Samstag, den 28.12.2013, kann der Aachener Zeitung entnommen werden, das GRÜNENTHAL eine Chilenische Firma übernehmen will. Damit will GRÜNENTHAL das Süd-Amerika-Geschäft verstärken

Die „INVERSIONES GRUCHI LIMITADA“ als Tochtergesellschaft der „GRÜNENTHAL-GmbH“, hat laut Pressebericht 81, 59 Prozent aller ausgegebenen Aktien der „LABORATORIOS ANDROMACO S.A.“ durch ein öffentliches Übernahmeangebot erworben. Zum genauen Kaufpreis sind in dem entsprechenden Presseartikel keine Angaben enthalten, da „GRÜNENTHAL“ hierzu wohl sichtlich keine gemacht hat. Durch diese Übernahme wird „GRÜNENTHAL“ nunmehr Niederlassungen in Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Mexico, Panama, Peru und Venezuela haben.

Hier tun sich für uns als Gewerkschafter/Innen – Arbeitskreis (AK) einige Fragen auf, die für die Deutschen Kolleginnen und Kollegen bei der Firma „GRÜNENTHAL“ ebenfalls von Interesse sein sollten:

  1. Wo sind die Lohnkosten am Niedrigsten, in Deutschland oder in den Lateinamerika?
  2. Wo investiert „GRÜNENTHAL“ mehr in die Produktionsbereiche, in Deutschland oder in Lateinamerika?
  3. Wo sind die Umweltauflagen höher, in Deutschland oder in Lateinamerika?
  4. Wo sind das individuelle und das kollektive Arbeitsrecht im Interesse der Arbeitnehmer besser, in Deutschland oder in Lateinamerika?
  5. Wo gibt es die besseren Tarifverträge, in Deutschland oder in Lateinamerika?

Dieser Fragenkatalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll die Beschäftigten lediglich einmal wieder zum Nachdenken anregen.

Der AK ist der Meinung, dass der Profit als Maxime allen Handelns hier wieder im Vordergrund steht. Ob die Arbeitsplätze bei „GRÜNENTHAL“ hier in Deutschland dadurch sicherer werden, darf ganz stark bezweifelt werden. Wir kommen zur gegebenen Zeit auf die Angelegenheit zurück.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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