Werner Schells offener Kritik-Brief an die Abgeordneten des Bundestages:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachstehend haben wir Euch den offenen Brief des Vorstandes des PRO PFLEGE – SELBSTHILFENETZWERK, Herrn Werner Schell (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell) an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme gepostet.  In diesem Dringlichkeitsbrief bezeichnet Herr Schell das  „1. Pflegestärkungsgesetz“ als „Reförmchen“! Herr Schell nimmt hier glasklar Stellung, wo denn die „Juckepunkte“ zu sehen sind. Als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) teilen wir uneingeschränkt seine Auffassung!

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

 

 

 

 

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Initiative

Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

Tel.: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de

Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

 

04.07.2014

An die

Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Sehr geehrte Damen und Herren,

das 1. Pflegestärkungsgesetz löst die Pflegemängel nicht auf. – Mit diesem Reförmchen wird uns der Pflegenotstand erhalten bleiben: Die geplante Pflegereform wird uns nicht weiter bringen. Tatsache ist, dass die Gesetzesinitiative keinen einzigen Pflegemangel in den Einrichtungen auflösen wird. An „kleinen Schräubchen drehen“ und hier und da ein wenig die Geldleistungen aufstocken („Taschengeld für alle“ – ähnlich dem PNG von 2012), ist nicht die Lösung. Wir brauchen z.B. in den Einrichtungen eindeutig mehr Pflege(fach)personal. Billigkräfte mit unzureichender Qualifizierung lösen nicht die Probleme. In den Einrichtungen sind überwiegend die schwerst pflegebedürftigen Menschen – und die brauchen mehr Fachpflege und keine Freizeitgestalter. Bezüglich der Pflege-Reformerfordernisse hatten wir den Bundesgesundheitsminister Gröhe bei unserem Pflegetreff am 13.05.2014 und haben ihm ein Papier mit Reformanforderungen übergeben. Nur die darin aufgezeigten Veränderungen werden die Pflege-Rahmenbedingungen wirkungsvoll verändern können.

Das erwähnte Papier finden Sie mit Anschreiben unter folgenden Adressen: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/Pressemitteilungen/PflegereformGroKo_Erfordernisse2014.pdf bzw.
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/Pressemitteilungen/PflegereformGroKo_Erfordernisse2014_BriefBMG.pdf
Es erscheint geboten, im Rahmen der anstehenden Beratungen die Gesetzesinitiative der Bundesregierung in den entscheidenenden Punkten zu verändern / zu verbessern. Die jetzt vorliegende Initiative der Regierung reicht hinten und vorne nicht (Quelle: http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=4&t=20450 ).

Mit freundlichen Grüßen

  Werner Schell

Facebook:  https://www.facebook.com/werner.schell.7

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