Minister Guntram Schneider bejammert gravierende Mängel in der Paketdienstbranche, aber er benennt nicht die Causalitäten!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Thema Privatisierung  (http://www.nachdenkseiten.de/?cat=28) zieht in den unterschiedlichsten Bereichen (Bahn, Post, Luftverkehr etc. pp.) immer weitere Folgewirkungen nach sich. Als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir uns in der Vergangenheit mehrfach mit diesem Thema befasst (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=privatisierung).  Am gestrigen Tage kritisierte der Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, Herr Guntram Schneider, massiv die Verstöße gegen den Arbeitsschutz bei den privaten Paketzustell-Diensten. Auch die Paketzustellung war in der Vergangenheit bei der damaligen „Deutschen Bundespost“ integriert. Mit der damaligen Privatisierung der Postdienste wurde auch die Paketzustellung privatisiert.

In einem privatisierten Unternehmen gilt allerdings nach dem freiwilligen und/oder unfreiwilligen Ausstieg aus dem öffentlichen Dienst der Spruch: „Der Profit ist die Maxime allen Handelns!“

Da muss man sich dann nicht wundern, wenn sich die Arbeits-, Tarif- und Arbeitsschutzbedingungen für die Beschäftigten drastisch verschlechtern!

Herr Guntram Schneider muss sich als ehemaliger DGB-Landesvorsitzender von NRW nicht  öffentlich wundern, dass diese Bedingungen in der Tat schlechter geworden sind.

Minister Schneider muss sich bereits vor Jahrzehnten im Klaren darüber gewesen sein, was Privatsierung (Neudeutsch: Outsourcing) sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die betroffenen Beschäftigten bedeutet, nämlich verschlechtertes Service für die Kunden als auch verschlechterte Arbeitsbedingungen für die betroffenen Beschäftigten. Der unterzeichnende Koordinator verweist in diesem Zusammenhang auf die seinerzeitigen Aktionen der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerkspersonalräte aus NRW (ARGE/NW) gegen die beabsichtigte Privatisierung der Studentenwerke (KPMG-GUTACHTEN), die durch die Protestaktionen bis zum heutigen Tag verhindert werden konnten! Der Klick auf die nachstehenden Links führt Euch direkt zu den Videos und der Berichterstattung zu diesen Aktionen, die unter dem Titel „MAMMUT – PROTESTLAUF“ am 03./04/05. Juli 1996 durchgeführt wurden:

http://www.ak-gewerkschafter.de/videos/protestlauf-vom-3-4-5-juli-1996/  (Teile 1a und 1b)

http://www.ak-gewerkschafter.de/videos/manmmut-protestlauf-05-07-1996/ (Teil 2) !

Hier müssen wir Herrn Arbeitsminister Schneider in sein „SPD-Stammbuch“ schreiben, dass es seinerzeit seine Partei in der Landesregierung war, die die Studentenwerke als soziale Komponente auf dem Campus privatisieren wollte.

Alle Feststellungen, die Minister Schneider in seiner Presseerklärung, die Ihr über den hier stehenden Link in ihrer Gänze anklicken und aufrufen könnt –  http://www.mais.nrw.de/06_Service/001_Presse/001_Pressemitteilungen/pm2014/Juli_2014/140728/index.phpsind unbestrittener Maßen wohl richtig. Was Guntram Schneider vermissen lässt, ist das Aufzeigen der Kausalität zwischen der seinerzeitigen Privatisierung der Deutschen Bundespost und den daraus resultierenden Kalamitäten.

Zustände bejammern ist die eine Seite der Medaille. Zustände beseitigen, in dem die Wurzeln des Übels bezeichnet und angepackt werden, ist die andere Seite der Medaille, die man futuristische Korrekturpolitik nennt!

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Share
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Neuigkeiten, Sozialpolitik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.