Ver.di fordert: In der Tarifrunde 2015 im öffentlichen Dienst (Länder) sollen die Sozial- und Erziehungsberufe aufgewertet werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute erreichte uns die nachstehende Information des Ver.di-Bundesvorstandes zur anstehenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst (Länder) 2015 (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/ver-di/)! .Diese beinhaltet u. a., dass die Sozial- und Erziehungsberufe aufgewertet werden sollen. Dies begrüßen wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) sehr!

Zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme haben wir die komplette Information nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt – Koordinator –

Sozial- und Erziehungsberufe aufwerten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gleich in der ersten Hälfte dieses Jahres steht für die Gesamtorganisation eine zentrale Tarifauseinandersetzung an. Wir wollen die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst aufwerten. Mit der Aufwertungskampagne „Richtig gut!“ schließen wir an die Tarifauseinandersetzung 2009 an. Nach der Zustimmung der Bundestarifkommission haben wir die für den öffentlichen Dienst 2009 mit den kommunalen Arbeitgebern abgeschlossenen Regelungen zur Eingruppierung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zum 31. Dezember 2014 gekündigt und die Forderungen am 18. Dezember 2014 beschlossen (siehe Link<http://www.soziale-berufe-aufwerten.de/aktuelles/aktuelles/verdi-bundestarifkommission-beschliesst-eckpunkte-der-forderung/>). Die Verhandlungskommission hat dies jetzt weiter konkretisiert.

Die Aufwertungskampagne und die damit verbundene Tarifauseinandersetzung muss auch wegen ihrer zentralen Bedeutung für die Mitgliederentwicklung von der Gesamtorganisation getragen und unterstützt werden. Gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern, den Kinderpflegerinnen und Kinderpflegern, den Sozialassistentinnen und Sozialassistenten, den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, den Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, den Beschäftigten im handwerklichen Erziehungsdienst und in der Behindertenhilfe, den Heilpädagoginnen und Heilpädagogen wollen wir einen Ausgleich für die in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Anforderungen in ihren Berufen einfordern. Diese Kolleginnen und Kollegen tragen eine große Verantwortung und haben eine hohe Qualifikation. Den hohen gesellschaftspolitischen Wert dieser Aufgabenfelder in der Öffentlichkeit werden wir verdeutlichen.

In dieser Tarifauseinandersetzung müssen wir in der Lage sein, mehr Beschäftigte als 2009 dafür zu gewinnen, aktiv zu werden und unsere Aktionen zu begleiten. Nicht nur in den Zentren, sondern auch in den mittleren und kleinen Städten müssen wir aktionsfähig werden. Deshalb müssen wir schon jetzt aktiv werden und auf die Einrichtungen und ihre Beschäftigten zugehen.

Im Februar beginnen die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und wir gehen davon aus, dass wir nach Ostern 2015 in die offensive Durchsetzungsphase eintreten. Nun gilt es, zügig die Aktionsfähigkeit herzustellen. Die Bezirke und Landesbezirke sind aufgefordert, fachbereichsübergreifende Aktions- bzw. Streikleitungen zu bilden, soweit dies noch nicht geschehen ist. Weitere Informationen dazu gehen aus dem ersten Schreiben der Zentralen Arbeitskampfleitung (ZAKL) hervor. Zu eurer Unterstützung werden wir ein Aktionshandbuch zur Verfügung stellen. Das Aktionshandbuch steht ab Ende Januar zur Verfügung.

Unser Ziel muss es sein, viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst als Mitglieder zu gewinnen. Die Mitgliederwerbung geht bekanntlich nicht so neben bei, deshalb bitten wir das Thema bei Euren Planungen mit ins Zentrum zu stellen. Wir wollen die Kolleginnen und Kollegen in den Kitas und anderen betroffenen Einrichtungen aktivieren und Menschen für uns gewinnen, die noch Abseits stehen. Dafür braucht es die Unterstützung der gesamten Organisation.

In diesem Zusammenhang weisen wir auf die Erfahrungen mit Aktiventraining aus den Aktionswochen sowie der letzten Tarifrunde VKA/Bund hin. Bezirke, die die Aktiventrainings angeboten haben, hatten im Schnitt eine höhere Mitgliederwerbequote.

Abschließend möchten wir die Ziele der Aufwertungskampagne zusammenfassen sowie einen groben Überblick über die Zeitplanung geben.

. Bessere Eingruppierung, die zu einer spürbaren Aufwertung im Umfang von durchschnittlich 10 Prozent führt

. Weiterentwicklung der Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit und nachhaltige Mitgliederentwicklung

. Aufbau und Festigung von Strukturen für die Tarifarbeit und für die berufsfachliche Arbeit über die Tarifrunde hinaus

. Am 18. Dezember hat die Tarifkommission eine grundlegende Forderung beschlossenen, die die Verhandlungskommission konkretisieren wird

. Im neuen Jahr sollten wir gleich mit dem Aktiventraining beginnen (siehe 1. Schreiben der ZAKL)

. Warnstreiks werden voraussichtlich bereits im März 2015 erforderlich sein

. Nach Ostern werden wir möglicher Weise zu einem Erzwingungsstreik gezwungen sein

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

lasst uns alle gemeinsam deutlich machen: ver.di ist die zuständige und kompetente Gewerkschaft für die Sozial- und Erziehungsberufe, ver.di ist die Kita-Gewerkschaft, die Jugendhilfe-Gewerkschaft und die Gewerkschaft für die Behindertenhilfe und die Sozialarbeiter/Innen in der Psychiatrie und den Krankenhäusern.

Die Kampagnenhomepage www.soziale-berufe-aufwerten.de<http://www.soziale-berufe-aufwerten.de> ist geschaltet. Weitere Infos findet Ihr im Internet https://www.verdi.de/themen/geld-tarif/soziale-berufe-aufwerten. Im Mitgliedernetz und im Intranet stellen wir umfangreiches Kampagnenmaterial zum Download bereit.

Abschließend weisen wir auf einen interessanten Artikel auf Spiegel-online.de hin, der kurz nach dem Beschluss der BTK am 18. Dezember 2014 veröffentlicht wurde.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/erzieher-tarifrunde-ver-di-fordert-zehn-prozent-mehr-a-1008797.html

Unter der Überschrift: „Gehaltsrunde für Erzieher: Schlecht bezahlt, gut gefordert“ schreibt Yasmin El-Sharif<http://www.spiegel.de/impressum/autor-13176.html> „Deutschlands Erzieher wollen mehr Geld und Ansehen. Die Kommunen halten das für ungerechtfertigt. Aber was sollten die Fachkräfte verdienen? Und was ist uns die Betreuung unserer Kinder wert?“ Das sind genau die richtigen Fragen, die wir mit unserer Kampagne aufgreifen.

Gemeinsam werden wir erfolgreich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Bsirske Sylvia Bühler Achim Meerkamp

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