Der EZB-Griff in die „kapitalistische Trickkiste“ wird den „kranken Mann“ nicht heilen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir uns selbstverständlich u.a. ständig mit dem Thema „Finanzkrise“ bzw. der „Krise des Kapitalismus“ auseinandergesetzt. Wir haben diesem Thema eine eigene Kategorie auf unserer Homepage eingeräumt, die Ihr durch den Klick auf den nachstehenden Link direkt aufrufen könnt.

http://www.ak-gewerkschafter.de/category/finanzkrise/ !

Jüngst hat uns der beabsichtigte Griff der Europäischen Zentralbank (EZB) in die „kapitalistische Trickkiste“ wieder auf das Thema gelenkt.

Die kapitalistische Konjunkturschwäche soll mit milliardenschweren Anleihekäufen bekämpft werden.

Der Hintergrund ist der, dass die derzeitige Wirtschaftskrise in der Europäischen Union (Euro-Zone) mit einer drohenden schweren Deflation (http://www.inflation-deutschland.de/deflation.html) einhergeht.

Dies will Mario Draghi, der Chef der EZB, mit Staatsanleihen ab März 2015 bekämpfen.

Monat für Monat will er ab diesem Zeitpunkt sogenannte Staatsanleihen der Euro-Staaten, Anleihen Europäischer Institutionen und der Förderbanken sowie Anleihen Europäischer Wirtschaftsunternehmen in einer Höhe von ca. 60 Milliarden Euro kaufen.

Das soll dann so bis Oktober 2016 laufen. Dies bedeutet für die Notenbank, dass diese für 19 Monate ca. 1, 15 Billionen Euro an sogenanntem „Frischgeld“ druckt und in den Bankensektor „pumpen“ wird!

Ob aber tatsächlich diese Maßnahme auf 19 Monate beschränkt sein wird, darf still bezweifelt werden. Dies deshalb, weil Mario Draghi am gestrigen Tage (Donnerstag, den 22.01.2015) bereits angekündigt hat, dass das Programm verlängert würde, wenn sich die Inflationsrate nicht markant der 2-Prozentmarke nähere.

Zwölf Prozent der Käufe sollen auf Anleihen Europäischer Institutionen wie etwa der Europäischen Investitionsbanken (EIB) oder der Europäischen Union (EU) basieren. Und nur bei diesen Anleihen soll es zu einer gemeinsamen Haftung aller 19 Euro-Notenbanken kommen.

Es ist für uns jetzt schon absehbar, dass es zu sogenannten „Preisblasen“ an den Finanzmärkten kommen wird. Es kann sogar zu einer MEGA-Inflation kommen.

Für die Sparerinnen und Sparer wird diese „Finanztrickserei“ nicht positiv spürbar werden. Im Gegenteil, erhalten diese nach wie vor einen Niedrigzins.

Für die Reichen und Superreichen, die sich sehr gerne mit Krediten für exorbitante Investitionen bedienen, bleiben diese ganz billig.

Dieser Griff in die „kapitalistische Trickkiste“ wird dazu führen, dass die Euro-Länder (Exekutiven) ihn als Möglichkeit zur fiskalischen Expansion nutzen werden. Dies bedeutet dann in letzter Konsequenz, dass damit höhere Staatsausgaben möglich gemacht werden. Diese führen allerdings dazu, dass die Euro-Einzelstaaten automatisch höhere Schulden machen werden.

Eine Konsolidierung der einzelnen Staatshaushalte in der Euro-Zone wird ergo dadurch nicht erzielt werden.

Nachstehend haben wir einen Link mit gepostet, der Euch nach dem Anklicken zu dem entsprechenden Online-Tagesbericht (DAX/Euro) vom 23.01.2015 bringt:

http://www.finanzen.net/nachricht/trading/Trading-Analyse-Markus-Puetz-Tagesanalyse-22-01-2015-DAX-Der-grosse-Tag-der-EZB-4136916 !

Die Gefahr des sogenannten „VERZOCKENS“ auf großer Europäischer Ebene ist dieser „kapitalistischen Trickserei“ immanent.

Der Kapitalismus ist halt ein kranker Mann. Das sagen nicht nur Karl Marx und wir, sondern das könnt Ihr auch dezidiert nach dem Anklicken des nachstehenden Links bei „BOOKS GOOGLE“ lesen:

https://books.google.de/books?id=_iblAgAAQBAJ&pg=PA50&lpg=PA50&dq=kapitalismus+ist+ein+kranker+mann&source=bl&ots=Sa-wDyEgPc&sig=kO6OS9jbZtOLeE6cNl9mnbhSMM0&hl=de&sa=X&ei=yVnCVNHOOILkyAPEpoK4Ag&ved=0CFYQ6AEwCQ#v=onepage&q=kapitalismus%20ist%20ein%20kranker%20mann&f=false !

Wir bleiben am Thema dran und werden fortlaufend berichten.

Für den AK Manni Engelhardt – Koordinator –

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