Pressemitteilung über die Aktion gegen die Risse-Atom-Reaktoren im Dreiländereck (D./NL.B.) vom 14.06.2015:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hatten wir mit Artikel vom 12.06.2015 zur Teilnahme an der grenzüberschreitenden Demonstration gegen belgische Atomkraftwerke aufgerufen, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen könnt:

http://www.ak-gewerkschafter.de/2015/06/12/kommt-alle-zur-grossen-aktion-am-14-juni-2015-gegen-den-neustart-der-risse-reaktoren-in-belgien-zum-dreilaendereck-d-b-nl/Grenzüberschreitende Demonstration gegen belgische Atomkraftwerke/ !

Heute erhielten wir einen Bericht über den Kollegen Udo Buchholz über den Verlauf dieser tollen Protestaktion, den wir nachstehend sowohl direkt auf unsere Homepage als auch in die Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme gepostet haben.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Pressemitteilung über die Demonstration im Dreiländereck Deutschland/Belgien/Niederlande vom 14.06.2015:
15.06.2015

Grenzüberschreitende Demonstration gegen belgische Atomkraftwerke

(Bonn, Aachen, 15.06.2015) Etwa 400 bis 500 Personen haben am Sonntag
(14. Juni) im Dreiländereck von Belgien, der Niederlande und der
Bundesrepublik Deutschland gegen die belgischen Atomkraftwerke
demonstriert. Der Demonstrationszug führte durch alle drei Länder. „Die
Demonstration war ein deutliches Zeichen gegen die weitere Nutzung der
Atomenergie“, so Marika Jungblut vom Vorstand des Bundesverbandes
Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).**“Ich war selbst vor Ort und war
entsetzt bei dem Bericht über die angeschriebenen Kommunen der
Städteregion Aachen, des Kreises Düren und Heinsberg, sowie auch
diejenigen aus dem nahen Grenzbereich. Hier scheint sich nirgendwo
ernsthaft jemand mit dem möglicherweise eintretenden Fall eines Gaus
auseinander gesetzt zu haben. Wie soll eine Evakuierung oder die
Versorgung mit Jodtabletten in der Praxis von Statten gehen? Immer
wieder wurde nur auf die übergeordneten zuständigen Behörden der Kreise
und der Bezirksregierung verwiesen. Den Vogel schoss jedoch die Stadt
Aachen mit ihrer Antwort ab, mit dem Verweis, Aachen läge in der
Fernzone von ca. 60-70 km und eine direkte Gefährdung sei somit
unwahrscheinlich.“ Als Vorstandsmitglied des BBU und als Bewohnerin des
Dreiländerecks bedankt sich Marika Jungblut bei allen Beteiligten, die
mitgemacht haben, bei den vielen Menschen, die zur Demonstration
gekommen sind und natürlich bei den Organisatoren.

Im zentralen Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration, die von mehreren
Organisationen unterstützt wurde, hieß es: „Der drohende Neustart der
beiden belgischen Rissereaktoren in Tihange und Doel schlägt hohe
Wellen. Die belgische Atomaufsicht hat ihre Entscheidung um 5 Monate
hinausgeschoben und neue Untersuchungen gefordert. Der Aachener Stadtrat
verabschiedete in großer parteiübergreifender Einmütigkeit eine
Resolution zur endgültigen Stilllegung. Gerade jetzt muss der Druck der
Öffentlichkeit anhalten, um die einmalige Chance Wirklichkeit werden zu
lassen, zwei marode Reaktoren auf Dauer abzuschalten.“

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sieht in der
Demonstration ein eindeutiges Signal an die belgische Regierung. Der
bundesweit und grenzüberschreitend aktive Verband fordert die endgültige
Stilllegung der belgischen Atomkraftwerke In Tihange und Doel„Von einer
Atomkatastrophe in einem der belgischen Atomkraftwerke wäre auch die
Bevölkerung in NRW und in anderen Bundesländern betroffen.
Internationaler Protest ist wichtig“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo
Buchholz. Grundsätzlich fordert der BBU die sofortige Stilllegung aller
Atomkraftwerke und Atomanlagen, und zwar weltweit.

Der BBU ruft zur Unterzeichnung einer aktuellen Petition gegen die
belgischen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 auf. Man findet sie im
Internet unterhttps://www.stop-tihange.org/de.

Direktlink:
https://www.change.org/p/an-die-belgische-atomaufsichtsbeh%C3%B6rde-widersprechen-sie-dem-antrag-auf-neustart-der-rissereaktoren-tihange-2-und-doel-3

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU
um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU,
Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33).

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
http://www.bbu-online.de ; telefonisch unter
0228-214032. Die Facebook-Adresse lautetwww.facebook.com/BBU72
http://www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str.
55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.“

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