„Post, SuE, Charité, SOLIDARITÉ!“: Ver.di-Netzwerk ruft auf!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir einen Solidaritätsaufruf des Ver.di-Netzwerk (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=verdi+netzwerk) unter dem Titel „Post, SuE, Charité, Solidarité“ erhalten.

Sowohl zur Tarifauseinandersetzung der Kolleginnen und Kollegen bei der Post (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=post) und beim Sozial- und Erziehungsdienst (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=kitas+streik) als auch bei der Charité (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=charit%C3%A9) haben wir kontinuierlich berichtet und zur SOLIDARITÄT mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen aufgerufen. So haben wir denn auch heute den nachstehenden Soli-Aufruf des Ver.di-Netzwerks zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Netzwerk-Ver.di teilt mit:

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es zeichnet sich ab, dass dieses Jahr die meisten Streiktage seit 1992
zu verzeichnen hat!

Bei der *Post* waren gestern 19500 Kolleg/Innen im Streik und haben dem
Arbeitgeber mit lautstarken Kundgebungen deutlich gemacht, dass sie
nicht bereit sind, sich durch Oursourcing und neue Tarifverträge
abwerten zu lassen. Die Deutsche Post AG reagiert weiter mit
unglaublicher Arroganz gegenüber den Kolleg/Innen und setzt in vielen
Orten Streikbrecher ein. Scheinbar bezahlen sie jetzt Leute, dass sie
mit leeren DHL Fahrzeugen in der Gegend herum fahren, nur um den
Anschein zu erwecken, dass der Streik nicht befolgt würde! Es ist
wichtig, sich mit den Kolleg/Innen zu solidarisieren und zu diesem Zwecke
auch bei Streikposten vorbei zu gehen.

Die Schlichtung im *Sozial- und Erziehungsdienst* läuft wahrscheinlich
bis Anfang nächster Woche. Aus Berichten ist zu hören, dass viele
KollegInnen nicht davon ausgehen, dass es ein annehmbares Ergebnis aus
der Schlichtung geben wird. Viele sprechen daher nur von einer
Aussetzung des Streiks und gehen von der Fortführung aus. Das Netzwerk
hat im Flugblatt dafür einige Vorschläge erarbeitet. Es ist auf der
homepage www.netzwerk-verdi.de zu finden.

Am Montag, den 22. Juni beginnt der unbefristete Streik an der Berliner
*Charité*. Mit 96,4 Prozent hatten sich die Kolleg/Innen für einen
unbefristeten Streik ausgesprochen. Sie fordern einen Tarifvertrag, mit
dem die Personalausstattung geregelt werden soll. Die Forderungen von
ver.di Charité sind: keine Nacht allein, 1:2 auf Intensivstationen und
1:5 auf Normalstationen. Der Arbeitgeber geht nun vor Gericht und
fordert eine einstweilige Verfügung gegen den Streik, weil die
Versorgungslage gefährdet sei. Dies ist, angesichts der bestehenden
Notdienstvereinbarung zwischen ver.di und dem Arbeitgeber, an welche
ver.di sich hält, ein Skandal. Politisch soll hier zudem die Frage der
Verhältnismäßigkeit von Streiks in der öffentlichen Daseinsvorsorge
aufgemacht werden, so wie es schon beim Bahnstreik und im Zusammenhang
mit der Einführung des Gesetzes zur Tarifeinheit öffentlich debattiert
wurde.

Gleichzeitig findet der Streik der Charité Kolleg/Innen große Sympathie
in der Bevölkerung. Denn die meisten wissen nur zu gut, wie desolat die
Situation in deutschen Krankenhäusern ist und unterstützen die
Forderungen und den Streik. Der Arbeitgeber wird natürlich versuchen,
diese Solidarität zu untergraben, indem er die Streikenden bezichtigt,
das Wohl der Patienten zu gefährden. Wahrscheinlich werden bestimmte
Teil der Presse bald in den Chor einstimmen. Deshalb wird es sehr
wichtig werden, dass die Streikenden nicht nur in Berlin, sondern auch
bundesweit sichtbare solidarische Unterstützung erhalten. Nicht die
Streikenden gefährden das Patientenwohl, sondern der Normalzustand!

Am Mittwoch, den 24.6. findet unter dem Motto „162.000 für 162.000“
bundesweit eine Aktion zum Personalnotstand in den Krankenhäusern statt.
Es wäre gut, wenn diese Aktionen auch noch Unterstützung erfahren. Infos
dazu gibt es hier: www.der-druck-muss-raus.de. Bei diesen Aktionen
sollte auch Solidarität mit dem Charité Streik sichtbar werden, z.B.
durch Handschilder. Es soll auch Soli-Plakate geben, worüber das
Netzwerk dann informiert.

Außerdem wäre es gut, wenn innerhalb der nächsten zehn Tage viele
Solidaritätserklärungen aus Betrieben und Gewerkschaftsuntergliederungen
an die KollegInnen gesendet werden. Dabei können auch Fotos von
KollegInnen mit Solidaritäts-Sprüchen gemacht werden, und natürlich auch
die „klassischen“ Soli-Grußbotschaften aus Betrieben und
Untergliederungen sind willkommen.

Bitte sendet diese an:

info@mehr-krankenhauspersonal.de
info@netzwerk-verdi.de

Mit solidarischen Grüßen

Angelika Teweleit
(für den Sprecher/Innenrat)
_______________________________________________
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https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/netzwerk-verdi

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