Werner Schell vom PRO PFLEGE – SELBSTHILFENETZWERK zum Thema: „Rehabilitation in der Pflege aufwerten!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Herr Werner Schell (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell) hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) den nachstehenden Beitrag unter dem Titel „REHABILITATION IN DER PFLEGE AUFWERTEN“ zukommen lassen, den wir sehr gerne zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet haben.

Herrn Schell sei an dieser Stelle wieder herzlich für sein unermüdliches Wirken gedankt.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Herr Werner Schell hat das Wort:

https://www.hausengel.de/fileadmin/_processed_/csm_pro_pflege_selbsthilfenetzwerk_5d65f321c3.png

Neuss, den 22.06.2015

Rehabilitation in der Pflege aufwerten

Eine Aufwertung der Rehabilitation in der Pflege hat der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe angekündigt. Die Rehabilitation sei bisher auf Wiedereingliederung fokussiert. Das müsse sich ändern, fordert Gröhe. Die aktuelle Pflegereform soll dazu beitragen, dem Prinzip Rehabilitation vor Pflege in Deutschland mehr Gewicht zu verleihen.
Dazu ist aus der Sicht von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk anzumerken:

Im SGB XI gibt es klar einen Rechtsanspruch auf Rehabilitation. Diesbezügliche Ansprüche werden aber weitgehend nicht realisiert, aus Kostengründen – u.a. auch mit der Bemerkung: „Es lohnt sich nicht“ oder „eine Reha macht keinen Sinn“ … In dem Bericht der Ärzte Zeitung vom 03.03.2015 heißt es u.a.: „Das Problem aus Gröhes Sicht: Die Pflegekassen sind zwar bereits verpflichtet, Pflegebedürftige über Reha-Möglichkeiten zu beraten. Zudem sehen die Richtlinien des GKV-Spitzenverbands die Stärkung der geriatrischen Reha vor.“ – Die Krankenkassen müssen konkret angewiesen werden, Rehabilitationsmaßnahmen konsequent zur Geltung zu verhelfen. Dabei dürfen ökonomische Erwägungen nicht dominieren. Der Ankündigung des Bundesgesundheitsminister kann daher nicht widersprochen werden. Allerdings hat es ähnliche Erklärungen in der Vergangenheit schon öfter gegeben – und nichts hat sich geändert. Es kann auch jetzt nicht gesehen werden, welche Vorschrift im SGB XI die Kassen zu einem Umdenken in der Bewilligungspraxis veranlassen könnten.

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht

Text mit weiteren Verweisungen auch nachlesbar unter http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=4&t=20949&p=85209#p85209

 

>>> Falls sich Links nicht direkt öffnen lassen: Bitte jeweilige Fundstelle kopieren und in den InternetBrowser übertragen!

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.

ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.

ist Unterstützer von „Bündnis für GUTE PFLEGE„.

ist Unterstützer der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen„.

tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.

unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.

ist Mitgründer und Mitglied bei „Runder Tisch Demenz“ (Neuss).

Share
Dieser Beitrag wurde unter Gesundheitspolitik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.