Dirk Altpeter ruft auf: „Gemeinsam gegen die braune Pest!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis- (AK-) Mitglied Dirk Altpeter (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=dirk+altpeter) hat einen Artikel zum thema „Gemeinsam gegen die ´BRAUNE PEST´“ verfasst, den wir nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet haben.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Dirk Altpeter meint:

„Gemeinsam gegen die ‚BRAUNE PEST´

Brandanschläge, Fackelmärsche vor Flüchtlingsheimen, fingierte Todesanzeigen, Mahnwachen im Wochenrhythmus , Angriff Vermummter, Naziparolen usw.: Neonazis treten in der gesamten Bundesrepublik mit Einschüchterungsversuchen und mehr oder weniger subtilen Bedrohungsszenarien wieder zusehends aggressiver auf.

Das erstaunliche sowie schlimme daran: Immer mehr junge Menschen laufen dieser ‚braunen Pest‘ inzwischen schutzlos im Internet in die Arme. Gerade dem modernen Rechtsextremismus hat das Internet enormen Auftrieb beschert.

Schon seit Mitte der 1990er-Jahre dient es als Propagandaplattform und hat szeneintern eine wichtige Vernetzungsfunktion übernommen, auch international. Da seither immer mehr Kinder und Jugendliche das Medium nutzen, laut aktueller JIM-Studie nahezu alle 12-19-Jährigen, steht zudem ein ideales Mittel zur Verfügung um Heranwachsende anzusprechen und für rechtsextreme Ideen zu ködern.

Die zunehmende Bedeutung von sozialen Netzwerken vor allem für junge User hat auch die Aktivitäten von Rechtsextremen im Internet verändert. Statische Szenewebsites werden kontinuierlich verdrängt von einer kaum bezifferbaren Zahl an Propagandabeiträgen im Social Web. Während Websites hauptsächlich noch zur Information und Vernetzung innerhalb der Szene genutzt werden, spielt sich die Ansprache, Rekrutierung und Mobilisierung neuer Anhänger außerhalb rechtsextremer Kreise heute vor allem über Facebook, YouTube und Twitter ab.

Die Nutzung des Social Web gehört hierbei zur erklärten Strategie. Rechtsextreme versuchen auf diese Weise Neugier zu wecken und über die Szene hinaus Kontakte herzustellen. Auch die Erkenntnis, dass die Netzwerke vor allem über persönliche Bezüge funktionieren, fließt in die Rekrutierungsversuche ein. Auf einschlägigen Szenetreffpunkten im Netz finden sich dann auch entsprechende Aufrufe, Jugendliche auf Plattformen wie Facebook und Youtube beispielsweise mit „sympathischen“ Profilen und Themen aus deren Lebensumfeld anzusprechen.

Mit jugendgemäßen Videos und vordergründig unpolitischen Profilen setzt die Szene ganz bewusst darauf das niedrigschwellige, eher dem Unterhaltungsbereich zuzuordnende Angebote nur selten kritisch hinterfragt werden. Massenhaftes „Liken“ und „Teilen“ einzelner Postings führt dann zu einem virtuellen Schneeballeffekt, in dessen Folge Beiträge im Nu Tausende von Menschen erreichen. Nicht selten dringen die Botschaften dabei auch auf Ebenen vor, die in keinerlei Nähe zum Rechtsextremismus stehen, wie private Profile aus dem Freundeskreis oder Seiten aus dem Unterhaltungsbereich. So wurde beispielsweise auf dem offiziellen Facebook-Profil von RTL-Moderatorin Frauke Ludowig ein Sendungsbeitrag zum Thema Kindesmissbrauch dazu instrumentalisiert, einen rechtsextremen Online-Flashmob zu bewerben. In diesem Kontext erhielt der Beitrag viele Unterstützer, denn nur für Kenner der Szene war der rechtsextreme Hintergrund ersichtlich.

SO KÖNNEN WIR ALLE AKTIV GEGEN RECHTSEXTREMISMUS UND WEITERER INFIZIERUNG VORGEHEN:

Eltern sollten:

  • sich mehr Zeit und Geduld für die Erziehung nehmen
  • ihren Kindern beibringen, offener gegenüber anderen Kulturen zu werden
  • Hilfe bei der Orientierung geben, Vorbildfunktion übernehmen
  • Werte und Tugenden vermitteln
  • streng auf den Fernseh-, Video-, und den Internetkonsum achten

Freunde müssten:

  • bei ernsten Problemen einander helfen und positiv beeinflussen
  • Gewalt nicht als Lösung akzeptieren
  • wenn der Freund/-in sich in der rechtsextremistischen Szene befindet, mit Konsequenzen drohen

Lehrer müssten:

  • diese Thematik früh behandeln und den Rechtsextremismus kritisieren
  • den Schülern klarmachen, dass Rechtsextreme nur Scheinlösungen anbieten.
  • Projekte in der Schule durchführen z.B. („Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“).

Politiker sollten:

  • die Kluft zwischen Arm und Reich vermindern
  • die Jugendarbeitslosigkeit versuchen abzubauen und Familien besser fördern
  • das Miteinander der Menschen in einer Gesellschaft, egal welcher Herkunft sie sind, verstärken

Gerade der Rechtsextremismus ist ein gefährliches Phänomen, dem unsere demokratische Gesellschaft unbedingt entgegen wirken muss.

Dirk Altpeter“

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