Ab heute geht es verstärkt weiter mit der Solidarität für Griechenland!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Thema Griechenland (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=griechenland) lässt und als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) jetzt erst recht nicht mehr los. Heute geht’s weiter mit der Solidarität für Griechenland.

Der nachstehende Beitrag, der noch einmal mit einer Petition verbunden ist, wurde uns von „AVAAZ“ überstellt. Sehr gerne haben wir diesen Beitrag zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-
„Hallo guten Tag zusammen,

schon über 500.000 Unterschriften; jetzt fehlen noch knapp 100.000 für die
angepeilten 600.000 Unterschriften. Bei Interesse an eigener Unterschrift
bitte mit der Maus den roten Knopf „Unterzeichnen“ andrücken: man wird dann
entsprechend weiter geleitet.

-Avaaz <avaaz@avaaz.org>
Datum: 7. Juli 2015 um 12:57
Betreff: Heute geht’s weiter — Solidarität mit Griechenland!

WOW! Die Griechen haben mit NEIN gestimmt und heute treffen sich
Staatschefs und Finanzminister! Senden Sie Ihnen jetzt eine dringende
Nachricht <https://secure.avaaz.org/de/stand_with_greece_rb/?>.

Liebe Freundinnen und Freunde in Europa,

<https://secure.avaaz.org/de/stand_with_greece_loc_eu/?buDFhgb&v=61570>

*Diese Woche könnte Griechenland gezwungen werden, erdrückende
Sparmaßnahmen zu akzeptieren oder aus dem Euro auszutreten* – mit
chaotischen Folgen. Doch wir können uns jetzt für eine soziale Demokratie
starkmachen und Merkel und andere Politiker von ihrem Sparkurs abbringen,
damit sich Griechenlands Wirtschaft erholen kann. Der Kanzlerin ist die
öffentliche Meinung wichtig. *Fordern wir mit Stimmen aus ganz Europa, dass
Menschen und nicht Banken an erster Stelle stehen, *und verbreiten wir
unseren Aufruf in der Presse. Machen Sie jetzt mit:

[image: unterzeichnen]
<https://secure.avaaz.org/de/stand_with_greece_loc_eu/?buDFhgb&v=61570>
*diese Woche könnte Griechenland zu erdrückenden und erfolglosen
Sparmaßnahmen gezwungen oder zum Austritt aus dem Euro *gebracht werden.
Europa würde so im Chaos versinken. Doch wenn wir uns Hand in Hand für eine
soziale Demokratie starkmachen, könnten wir in dieser Krise gerade noch die
Kurve kriegen!

Bei der ganzen Debatte dürfen wir zwei Fakten nicht aus den Augen
verlieren: *1. haben die Kürzungen der öffentlichen Ausgaben in
Griechenland die schwächsten Bevölkerungsgruppen am härtesten getroffen. *Vier
von zehn Kindern leben in Armut, die Säuglingssterblichkeit ist um 43%
gestiegen und die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei fast 50%. Und *2. war
alles umsonst. Das Schuldenproblem ist nicht besser, sondern nur noch
schlimmer geworden. *Mehr von Merkels Sparpolitik wird also auch mehr Leid
und mehr Schulden bedeuten.

*Dennoch wollen Merkel und die Kreditgeber diese unverantwortliche
Sparpolitik fortführen. *Das sei im Sinne der Öffentlichkeit, behaupten sie.

Diese Woche hat Premierminister Tsipras zu mutigen demokratischen Mitteln
gegriffen und sein Land aufgefordert, „Nein“ zu sagen. *70 Prozent der
griechischen Avaaz-Mitglieder sagen, sie werden das tun.* Wenn wir ihnen
zahlreich zur Seite stehen, können wir unseren Politikern zeigen, dass die
Öffentlichkeit kein Leid mehr sehen will und stattdessen den Schuldenabbau
fordert. *Machen Sie jetzt mit* — wenn wir genügend Stimmen erreichen,
verbreitet Avaaz unseren Aufruf in der Presse.

https://secure.avaaz.org/de/stand_with_greece_loc_eu/?buDFhgb&v=61570

*Angela Merkel hört auf die Stimmen der Bevölkerung* und ist in
entscheidenden Momenten zu einem Kurswechsel bereit. Nach der Katastrophe
von Fukushima und großen Protesten gegen Atomkraft in Deutschland beschloss
sie damals, Deutschlands Atommeiler abzuschalten.

Und ja, politische Korruption, Misswirtschaft und unverantwortliche
Kreditaufnahmen haben zum Kollaps der griechischen Wirtschaft beigetragen.
Doch während 90% der Rettungsfonds in ausländische Banken geflossen sind,
die Griechenland vor der Krise Geld geliehen hatten, *haben die Griechen
Sparmaßnahmen befolgt, privatisiert, dereguliert, Renten und Gehälter
gekürzt und die Steuern erhöht. *Doch wie von vielen vorhergesagt, wurde
das Schuldenproblem dadurch nicht behoben. Es sind die Ärmsten, die leiden,
denn reiche Griechen haben viele ihrer Gelder bereits abgezogen.

Diese bittere Pattsituation muss nicht zu einem Volksentscheid führen, der
die Menschen vor eine schwere Wahl stellt. *Viele
Wirtschaftswissenschaftler und wichtige Entscheidungsträger sind sich
einig:* Eine Schuldenkonferenz zur Restrukturierung und Senkung der
griechischen Schulden würde der Wirtschaft die nötige Atempause
verschaffen, um sich zu erholen und die restlichen Schulden mit der Zeit
abzubezahlen.

*Diese Woche haben wir ein kleines Zeitfenster,* um Merkel und anderen
wichtigen Politikern zu zeigen, dass die Welt ein klares „Nein“ zu diesen
gescheiterten Maßnahmen unterstützt. Machen Sie jetzt mit — *geben wir den
Anstoß für ausschlaggebende Veränderungen, damit Menschen und nicht Banken
an erster Stelle stehen:*

https://secure.avaaz.org/de/stand_with_greece_loc_eu/?buDFhgb&v=61570

Eine Krise in eine Chance verwandeln — das kann eine Gemeinschaft mit
unserer Kraft und Größe am besten. Die derzeitige Krise könnte zu einem
historischen Desaster werden. Doch wenn genug von uns mitmachen, könnten
wir Merkel von einem Kurswechsel überzeugen und zeigen, wie eine
europäische soziale Demokratie in Aktion aussieht. Heute liegt es an allen
von uns, ein humanes Wirtschaftssystem zu fordern, bei dem der Mensch im
Mittelpunkt steht. Damit können wir jetzt in Griechenland anfangen.

Voller Hoffnung,

Alice, Ricken, Spyro, Alex, Marigona, Mike und das ganze Avaaz-Team.

QUELLEN:

Top-Ökonomen fordern Ende des Spardiktats für Athen (Die Welt)
http://www.welt.de/wirtschaft/article142043554/Top-Oekonomen-fordern-Ende-des-Spardiktats-fuer-Athen
<http://www.welt.de/wirtschaft/article142043554/Top-Oekonomen-fordern-Ende-des-Spardiktats-fuer-Athen.html>

Habermas: Warum Merkels Griechenland-Politik ein Fehler ist (Süddeutsche
Zeitung)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/europa-sand-im-getriebe-1.2532119

Als die Griechen den Deutschen halfen (Tagesspiegel)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/als-die-griechen-den-deutschen-halfen/4625070.html

Folgen der Sparpolitik: Säuglingssterblichkeit in Griechenland steigt um 43
Prozent (Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-sparkurs-hat-verheerende-folgen-fuer-gesundheit-der
<http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-sparkurs-hat-verheerende-folgen-fuer-gesundheit-der-griechen-a-954879.html>

Und auf Englisch:

Wirtschaftsplan der Kreditgeber für Griechenland ist zum Scheitern
verurteilt (The Guardian)
http://www.theguardian.com/world/2015/jun/23/creditors-economic-plan-for-greece-is-illiterate-and-do
<http://www.theguardian.com/world/2015/jun/23/creditors-economic-plan-for-greece-is-illiterate-and-doomed-to-fail>

Europas „Kaiserin“ schweigt (Politico)
http://www.politico.eu/article/grexit-greece-merkel-empress-stays-silent-germany-debt-default/

Kinderarmut nimmt seit 2008 in der Hälfte der Industrieländer zu (The
Guardian)
http://www.theguardian.com/society/2014/oct/28/child-poverty-developed-world-unicef-report-global-recession

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