Die aktuelle Situation um Griechenland in der belgischen Zeitung „GRENZ ECHO“!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unsere Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis- (AK-) Mitglied Christa Lenz hat uns zur Finanzkriese bzw. dem Thema „Griechenland“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=griechenland) einen Artikel aus der Ostbelgischen Zeitung „GRENZ ECHO“ (www.grenzecho.net) zugesandt.

Es ist interessant, hier einmal einen deutschsprachigen Artikel zum Thema aus einer belgischen Zeitung lesen zu können.

Aus diesem Grunde haben wir diesen nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

GRENZ ECHO schreibt:

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Krisengipfel zu Griechenland – Merkel: „Keine Einigung um jeden Preis“
Europa unter höchstem Druck
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Ist die Tsipras-Regierung noch vertrauenswürdig? Viele Euro-Partner haben Zweifel. Sie verlangen von Griechenland feste Zusagen und erste Reformen schon bis Mittwoch. Wird der Weg frei für neue Milliarden?

Trotz tiefgreifender Unstimmigkeiten ringen die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder zur Stunde darum, Griechenland in letzter Sekunde vor der Staatspleite zu retten.

Kanzlerin Angela Merkel erklärte vor einem Euro-Sondergipfel in Brüssel, eine Einigung um jeden Preis werde es nicht geben. Frankreichs Staatschef François Hollande sagte dagegen am Sonntag: Frankreich wird alles machen, um heute Abend eine Vereinbarung zu finden.

Am Vortag hatte ein Papier des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble für Irritationen gesorgt, das eine mindestens fünfjährige Eurozonen-Auszeit; Griechenlands ins Spiel brachte, falls Athen seine Reformvorschläge nicht nachbessert. Hollande wandte sich am Sonntag dagegen und sagte, es gebe keinen provisorischen Grexit. Es gibt Griechenland in der Eurozone, oder Griechenland (ist) nicht mehr in der Eurozone.

Bei dem Krisengipfel ging es darum, ob Verhandlungen über neue Hilfsmilliarden aus dem Euro-Rettungsschirm ESM aufgenommen werden oder nicht. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker gab sich optimistisch: Wir werden heute bis zur allerletzten Millisekunde an einer Lösung arbeiten. Und wir werden auch – wie ich hoffe – zu einer Lösung kommen.

Unter hohem Zeitdruck sollte der Gipfel ein politisches Signal geben, ob es ein drittes Rettungspaket für Griechenland von rund 74 Milliarden Euro geben kann. EU-Diplomaten erwarteten schwierige und bis in die Nacht dauernde Verhandlungen.

Allerdings verlangen die Euro-Partner von Griechenland Nachbesserungen an dem vorgelegten Reformpaket, das Voraussetzung für neue Hilfsmilliarden ist. Nach den Worten des finnischen Ministers Alexander Stubb fordern die Euro-Finanzminister, dass das Parlament in Athen bis Mittwoch (15. Juli) Reformgesetze verabschiedet.

Die anderen Euro-Staaten verlangen von Athen Garantien dafür, dass die zugesagten Reformen umgesetzt werden – etwa Reformen am Arbeitsmarkt, bei den Renten, der Mehrwertsteuer und Privatisierungen. Auch die Niederlande verlangen von Griechenland, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, sagte Regierungschef Mark Rutte. Skeptisch trat auch Finnland auf.

In der Debatte standen sich Hardliner und Befürworter gegenüber. Bei dem Treffen der Finanzminister, das unmittelbar bis zum Beginn des Gipfels dauerte, traten laut Diplomaten mehr als zehn Eurostaaten skeptisch auf. Darunter war Deutschland. Unterstützung für Athen kam vor allem aus Frankreich.
Den Artikel finden Sie online unter:
http://www.grenzecho.net/a?f022018b-9820-4e62-974a-3e41653fe836

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