Dinarin Aleksandar Nikolic erzählt die Story vom Karneval (Teil III)!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sicherlich habt Ihr schon mit Spannung auf den Teil III der Erzählung unseres Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis- (AK-) Mitglied Dinarin Aleksandar Nikolic (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=dinarin+aleksandar+nikolic) zur Erzählung über den „Karneval (Carne vale)“ gewartet.

Die Teile I und II könnt Ihr durch die Klicks auf die nachstehenden Links noch einmal aufrufen:

http://www.ak-gewerkschafter.de/2015/08/06/9717/

http://www.ak-gewerkschafter.de/2015/08/08/dinarin-aleksandar-nikolic-erzaehlt-die-story-vom-karneval-teil-ii/ !

Ganz besonders würzig ist das Ganze ja durch das „Johlen des Franz Josef Ohlen (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/causa-ohlen/) geworden.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Noch schnell für alle, die kein Kölsch verstehen:

Der Titel der Videos (Song der Kölsch-Rock-Band „BAP“ lautet auf Hochdeutsch: NICHT FÜR KUCHEN BLEIBE ICH KARNEVAL HIER!)

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Dinarin Aleksandar Nikolic erzählt den Teil III der Story „Karneval“:

„Von da an war Hans absolut immun.

Soweit die Erzählung.

Karneval in der ursprünglichen reinen Form dieses reinigenden Rituals, wurde auch in Ägypten und im Zweistromland Mesopotamien durchgeführt. Wie konnte es geschehen, dass es zur riesigen, massenhaften Volksbelustigung mutierte?

Die Antwort ist ganz einfach.

Bei unserem Protagonisten Hans, hat diese Maßnahme die erwünschte Wirkung gehabt. Aber in späteren Epochen gab es immer wieder die, bei denen diese Maßnahme nicht wirkte. Vielmehr ist bei diesen, das durchgeführte Ritual zum Trauma geworden. Wie auch heute, Niederlagen einfach durch Verdrehung der Geschehnisse, zu Siegen erklärt werden, so auch damals. Sie bildeten sich eigene Meinungen und erklärten ihre Überzeugung, dieses Ritual wäre tatsächlich eine Anerkennung als Prinz gewesen. Da sie die Kenntnis hatten, dass alles Lüge ist, mussten sie dem Minderwertigkeits- komplex der dadurch entstand, etwas entgegensetzen. Dieses etwas ist der Hochmut, der aus diesem Komplex wuchs. Der Menschwerdungsprozess schlechthin.

Durch Diebstahl, Raub, Mord und Totschlag, kamen sie an Finanzmittel um „eigene Reiche“ aufzubauen. Bis auf den heutigen Tag ist kein germanischer, heidnischer König bekannt. Allerdings, nach der Christianisierung Europas, betritt die Kirche die Bühne des Weltgeschehens. Der Papst wird zum Stellvertreter Gottes auf Erden ernannt. Die Kirche beruft sich auf die höchste Instanz, auf Gott, und erklärt, sie handele auf Gottes Geheiß erfülle Gottes Wort. Später kam noch das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes. Welche kapitalverbrecherischen und perversen Untaten damals innerhalb der Kirche begannen wurden und heute noch geschehen, brauche ich nicht auszuführen. Kein König konnte König werden, ohne vom Papst gekrönt zu werden. Zuwiderhandlungen führten immer zu Kämpfen um die Gewalt.

Aber was hat das mit Karneval zu schaffen?

Die Menschen des Mittelalters brauchten, nachdem sie sich vom Wissen abgewendet haben und zum Glauben (das nicht Wissen ist) bekannt haben, neue Werte und Glaubensgrundsätze, um sich daran halten zu können. Die Kirche kopierte, um die Massen ruhig zu halten und zu beherrschen, heidnische Feste und Rituale. Die heidnischen Feste – Frühlingsfest, Sommersonnen-Wendefest, Herbstfest und Wintersonnenwendefest, wurden zu – Ostern, Sommerfest, Erntedankfest und Weihnachten. In der Vergangenheit war ich mehrmals auf den Sommerfesten eines christlichen Klosters.

Betrachten wir die Karnevalsvereine heute, dann wird keiner abstreiten können, dass diese Kaderschmieden für führende Persönlichkeiten in Politik und Wirtschaft sind. Das Prinzip ist immer gegenseitige Vorteilsnahme. Es ist auch bekannt, dass diese Vereine hierarchisch organisiert sind und für jedes Mitglied das, was den Anschein hat Spaß zu sein, bitterster Ernst ist.

Zu diesem Thema ließe sich noch sehr, sehr viel erzählen. Ich beschränke mich jedoch auf das wesentliche und füge nur noch eine Information zu.

In Klöstern des Mittelalters hatten sich Mönche kasteiet. Wozu?

Um zu einem festen, unerschütterlichen Glauben zu kommen, haben sie sich während sie gebetet haben, mit einer Peitsche gepeitscht. Weil sie die Wahrheit wussten, war ihnen klar, dass der Glaube nicht Wissen, sondern Lüge ist. Sie versuchten die Wahrheit in sich auszulöschen um der Lüge Raum zu verschaffen. Während der Ausübung der Glaubensrituale meldete sich immer die Wahrheit und löste quälende Zweifel aus. Sie bestraften sich dafür mit der Peitsche, bis sie sich von der Wahrheit lösten und der Lüge des Glaubens hingaben. Eins haben sie Übersehen: Wahrheit ist nicht auszulöschen.

Und wie immer gibt es bejahende und verneinende – und wie immer werde ich an den Satz aus Goethes Faust erinnert –

Nur der Ungeist, der stets verneint

Ciao Ciao

Dinarin Aleksandar“

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