Aktuellste Nachbereitung des Werner Schell zum jüngsten Neusser Pflegetreff!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) die aktuellste Nachbereitung des Herrn Werner Schell (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell) zum Neusser Pflegetreff, der am 21.10.2015 stattgefunden hat. Werner Schell weist in seiner aktuellsten Nachbereitung auf die Erläuterungen zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und zur Leistungsverbesserungen hin. Sehr gerne haben wir seine substantiierte Information zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme wieder direkt auf unsere Homepage und in die Kategorie „GESUNDHEITSPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/gesundheitspolitik/) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Werner Schell informiert:

http://www.ak-gewerkschafter.de/wp-content/uploads/2013/06/clip_image001.jpg
www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative
Vorstand: Werner Schell – Harfe Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Pressemitteilung vom 03.11.2015

Neusser Pflegetreff am 21.10.2015:

Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und die Leistungsverbesserungen wurden
erläutert. Verdeutlicht wurde aber auch, dass die Forderung nach mehr
Pflegepersonal zunächst unerfüllt bleibt.

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte zum 23. Pflegetreff am 21.10.2015
nach Neuss-Erfttal eingeladen. Als Gäste konnten über 200 Pflegefachkräfte
und interessierte Bürger/Innen begrüßt werden.– Bei der Veranstaltung ging es
um das Thema Demenz und die in den Pflegestärkungsgesetzen (PSG) I und II
ausgewiesenen Leistungsverbesserungen. Dabei wurde, wie auch bei früheren
Pflegetreffs deutlich gemacht, dass es ohne mehr Pflegepersonal keine
bessere Pflege geben wird.

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Leiter des
Pflegetreffs, hatte für dieses Thema (wieder) hochkarätige Referenten
gewinnen können:

· Hermann Gröhe, Bundesgesundheitsminister, MdB,

· Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende der Landes –
Alzheimergesellschaft NRW und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) a.D.,

· Dr. rer. oec. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen
Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS),

· Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick, Chefarzt, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie, Psychologischer Psychotherapeut,

· Ärztlicher Leiter Ambulantes Zentrum des St. Alexius- / St.
Josef-Krankenhauses Neuss,

· Dr. med. Michael Dörr, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes
des Rhein-Kreises Neuss,

· Reiner Breuer, Bürgermeister der Stadt Neuss, und Mitglied des
Landtages (MdL) von NRW a.D.,

· Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss und Mitglied
des Landtages (MdL) von NRW von 2000 – 2010.

Anwesend waren u.a. auch Markus Leßmann, Ministerialdirigent und Leiter der
Abteilung „Pflege, Alter, demographische Entwicklung“ im Ministerium für
Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen,
und Dirk Brügge, Kreisdirektor, Vertreter des Rhein-Kreises Neuss.

Nach einer kurzen Begrüßung aller Gäste durch Werner Schell wurde die
weitere Moderation des Pflegetreffs von Dr. Michael Dörr übernommen. Dr.
Dörr stellte die Podiumsgäste näher vor und führte dann bei den Statements
und Diskussionsbeiträgen geschickt Regie.

Reiner Breuer nahm die Gelegenheit wahr, sozusagen als erste öffentliche
Amtshandlung als Bürgermeister der Stadt Neuss ein Grußwort zu sprechen und
dabei die Bedeutung des Erfttaler Pflegetreffs im Zusammenhang mit den
Erfordernissen der demografischen Entwicklung herauszustellen. Dafür dankte
er ausdrücklich dem Leiter des Treffs, Werner Schell.

Hermann Gröhe stellte die bisherigen Pflege-Reformvorhaben in den PSG I und
II vor und machte auf eine Reihe von Leistungsverbesserungen aufmerksam.
U.a. wurde herausgestellt, dass mit dem PSG II ein neuer
Pflegebedürftigkeitsbegriff geschaffen werde, der anstelle der bisherigen
auf Defizite fokussierten Pflegestufen auf fünf Pflegegrade abstellen werde.
Die Menschen mit Demenz würden damit uneingeschränkt in den Kreis der
Leistungsempfänger aufgenommen.

Dr. rer. oec. Peter Pick ging in seinem Statement näher auf den neuen
Pflegebedürftigkeitsbegriff ein und erläuterte das konzipierte und erprobte
neue Begutachtungssystem. Anhand konkreter Modulbeispiele wurde mit Hilfe
einer Power-Point-Darstellung die Vorgehensweise beim zukünftigen
Begutachtungsverfahren verdeutlicht. Es sei sichergestellt, dass durch das
neue Verfahren niemand schlechter gestellt werde.

Regina Schmidt-Zadel begrüßte aus der Sicht der pflegebedürftigen Menschen
und deren Angehörigen den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Endlich sei es
geschafft, das seit vielen Jahren diskutierte Reformvorhaben, Menschen mit
Demenz ohne Einschränkungen in den Kreis der Leistungsempfänger aufzunehmen,
umzusetzen.

Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick befasste sich in seinem Statement vorrangig
damit, die diagnostischen und therapeutischen Hilfestrukturen für Menschen
mit Demenz in Neuss, nahe bei den Betroffenen, näher vorzustellen. Dabei
ging er auf das Demenzforschungszentrum („Memory-Klinik“) der
Augustinus-Kliniken ein und stellte, durch Power-Point-Bilder unterstützt, in
Grundzügen die neuen Angebote vor.

Werner Schell nahm im Anschluss an diese Statements Gelegenheit, auf die
zahlreichen Initiativen von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk zur Auflösung
des Pflegenotstandes hinzuweisen, u.a. beim Pflegetreff am 13.05.2014 und
bei einer anschließenden Gesprächsrunde im Bundesgesundheitsministerium.
Schell beschrieb erneut die unzureichende personelle Zuwendung durch
Pflegefachkräfte und plädierte für eine schnellstmögliche Einführung eines
Personalbemessungssystems. Die Mahnung: Die Auflösung der Pflegemängel sei
nur mit mehr Pflegepersonal möglich.

Die Aktion „Pflege am Boden“ war mit zahlreichen Pflegekräften zum
Pflegetreff gekommen und machte ebenfalls auf die unzureichenden
Pflege-Rahmenbedingungen in den Pflegeeinrichtungen aufmerksam. Konkrete
Forderungen wurden vorgetragen. Die Forderungen in Kürze: Mehr Pflegekräfte
und höhere Vergütungen sind dringend erforderlich. Die Pflege ist am Limit!

Danach gab es noch einige Diskussionsbeiträge aus dem Publikum, die
ebenfalls die Personalnot in den Pflegeeinrichtungen verdeutlichten und auf
entsprechende personelle Verbesserungen abzielten.

Heinz Sahnen, Schirmherr des Treffs, bedankte sich am Ende der Veranstaltung
bei allen Beteiligten und brachte die Auffassung zum Ausdruck, dass der
Pflegetreff brandaktuelle Pflegethemen aufgegriffen habe. Die Veranstaltung
sei erneut bestens gelungen!

Im Zusammenhang mit dem Pflegetreff gab es im Übrigen in der Zeit von 15.00
– 19.00 Uhr vielfältige Informationsmöglichkeiten. Zahlreiche Schriften
lagen zur kostenlosen Mitnahme bereit.

Weitergehende Informationen sind wie folgt verfügbar:

Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/groehe-naehrt-hoffnung-auf-bessere-altenpflege-aid-1.5488524

Filmdokumentationen bei YouTube: Kurzfassung (7,30 Min):
https://youtu.be/qbyHRxX9ikk

Langfassung (rd.2 Stunden):

https://youtu.be/4cy5Ey-cBNg

Bildergalerie:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=4&t=21340

Werner Schell

Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei.“

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