Martina Haase überstellt den aktuellen und hochwichtigen AKW-NEE-Rundbrief vom 19.11.2015!!!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis- (AK-) Mitglied Martina Haase (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=martina+haase) hat uns einen brandaktuellen AKW-NEE-Rundbrief zukommen lassen, in dem hochwichtige Themen, wie z.B. das Anfahren der belgischen Risse-Reaktoren, Klimaaktionen, Pariser Massenmorde, TTIP u.a.m. angesprochen sind!

Zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme haben wir diesen hochwichtigen Rundbrief sowohl direkt auf unsere Homepage als auch in die Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) gepostet.

http://shirta.de/media/catalog/product/cache/1/small_image/295x295/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/a/k/akw-nee-d75367446.jpg

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Martina Haase teilt mit:

„Aachener AKW-NEE-Rundbrief 19.November 2015

Dieser ist etwas länger, als sonst die wegen der sich überstürzenden
Ereignisse, bitte nicht ärgern.

INHALT 1) Tihange, 2) Jülich, 3) Landeskonferenz, 4) Klimaaktionen,
5) Erklärung von Attac-France auf Englisch zu den Pariser Massenmorden und
6) TTIP-Veranstaltung 9.12.

1)Jetzt erst recht! Protest gegen Tihange 2 und Doel 3:

Ihr habt in den Nachrichten gehört, dass die belgische Atomaufsicht auf
unsere Proteste ebenso pfeift, wie auf die Warnungen, nicht
gekaufter, Wissenschaftler/innen und auf die Ratsbeschlüsse aus der
Region, dass die Risse-Reaktoren nicht wieder angefahren werden sollen. Es
gibt zahllose Artikel in den Medien*, die meisten zeigen durchaus, dass
unsere jahrelange Infoarbeit sinnvoll war, schreibt trotzdem
Leserbriefe, wenn möglich auch an belgische und niederländische Zeitungen.
* Zur Auswahl hier der Artikel aus dem Grenz-Echo aus Eupen ,
http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=a337902c-f476-4ec1-a0fd-dc1a1d6762a5

Die Petition wird fortgesetzt, sie ist schon in den letzten Tagen über 90000
gestiegen, Sammelt eure Papierlisten noch voll und gebt sie ab oder
schickt sie an das Anti-AKW-Bündnis, Welthaus an der Schanz, 52064 Aachen,
Bitte melden, wo noch Listen abgeholt werden müssen, wenn ihr dazu keine
Zeit habt! Für die Übergabe wird neu überlegt, wann und wie sie gestaltet
werden soll, sicher vor dem, von Electrabel geplanten, Wiederanfahren am
15.12..
> http://change.org/tihange-doel-DE
> http://change.org/tihange-doel-NL
> http://change.org/tihange-doel-FR

Sowohl der belgische König, als auch der belgische Innenminister, Jean
Jambon hatten sich geweigert, die Listen entgegenzunehmen, bzw. auf die
Bitte um einen Termin dafür gar nicht erst geantwortet! Der Aufsichtsrat
der belgischen Atomaufsicht, wurde schon anlässlich seiner Tagung am
18.September, in einem Brief des Stop-Tihange-Bündnisses, den jedes
einzelne Mitglied überreicht bekam, auf die große Gefahr durch die Risse
sowie die bis dahin gesammelten 65000 Unterschriften gegen das
Wiederanfahren aufmerksam gemacht. Sogar die beauftragten Experten der
FANC waren nicht alle für die Genehmigung, die vom Stop-Tihange-Bündnis
vorgeschlagenen Wissenschaftler/innen waren ohnehin ausgeschlossen von
allen Untersuchungen. Die Beschlüsse viele Städte und Gemeinden der
Euregio gegen das Wiederanfahren der Risse-Reaktoren, z.B. der Stadträte
von Aachen und Maastricht wurden ebenfalls ignoriert.
Die Vermutung liegt nahe, dass die Genehmigung auf Druck der
Betreiberfirmen Engie/Electrabel erfolgte, die ihre Verluste durch die
abgeschalteten Reaktoren nicht hinnehmen wollten. Noch vor kurzem hatte
der Chef der belgischen Atomaufsicht, Jan Bens vor dem Parlamentsausschuss
für atomare Sicherheit verkündet, die Reaktoren würden dieses Jahr nicht
wieder in Betrieb gehen!

Im Windschatten der Meldungen über die entsetzlichen Pariser Massenmorde
und die eventuellen Wohnorte von Tätern in Brüssel soll die Genehmigung
wohl weniger auffallen! Aber gegen Terroranschläge sind die europäischen
Reaktoren fast alle nicht geschützt, und solche mit Rissen und
Materialermüdung halten schon gar keinem Terrorangriff stand.
In der belgischen Politik gab es Gerüchte: Entweder Risse-Reaktoren T2,D3
wiederanfahren oder Uraltreaktoren Doel 1 und 2 verlängern. Weder noch,
sondern endlich die Energiepolitik entsprechend dem 2003 beschlossenen
Atomausstieg gestalten!
Wer von euch sich für europäisches Recht interessiert – wir haben vor,
auf diesem Gebiet gegen die Laufzeitverlängerungen etwas zu tun, wir
haben auch eine Expertin, aber am anderen Ende des Landes wohnend,
vielleicht kann sich noch jemand von hier intensivere Arbeit auf diesem
Gebiet
vorstellen??

Dasselbe gilt für die fachliche Seite: Die Expertisen der Gutachter zu den
Risse-Reaktoren sind ein riesiger Materialwust (Zusendung auf Anfrage) auf
Englisch, nicht jeder hat Zeit und kann das durchackern, aber wer es –
auch teilweise – macht, kann dann z.B. auch die belgische Atomaufsicht am
Telefon mit entsprechenden Fragen nerven: Nele Scheerlinck (NL, ENG): 02
289 20 17
Sébastien Berg (FR, NL): 02 289 20 30; Dirk Vandriessche (ENG, DU): 02
289 20 34

ACHTET AUF DIE TERMINE AUF stop-tihange.org und anti-akw-ac.de!

2) gegen die geplante Atommüllverschiebung von Jülich nach Ahaus hat es
am Jülicher Markt im Oktober eine gute Aktion gegeben und wird nächstes
Jahr weitere geben, www.westcastor.de

3) die Landeskonferenz der NRW-Anti-AKW-Gruppen wird dieses Mal nicht so
weit von hier tagen, diesen Samstag in Köln 11-17.00, Programmzusendung
auf Anfrage, Gruppen aus der Antifossilenergiebewegung sind
auch eingeladen zwecks Förderung der Zusammenarbeit.

4) Zum Klimagipfel in Paris von Ende November bis 12.Dezember gibt es
fast ebenso viele Aufrufe zu Demos und Aktionen wie Gruppen, die die
fossilen wie auch die Atomenergienutzung bekämpfen. Wenn ihr alles lesen
wollt, klickt die entsprechenden Webseiten an:
AKTUELL: DIE VERBOTE DER GROSSEN DEMOS IN PARIS ABER AUCH VIELER
KONFERENZEN, KONZERTE etc. der KLIMABEWEGUNG STELLEN DIE AKTIONEN DORT IN
FRAGE:
http://www.zeit.de/news/2015-11/18/frankreich-grossdemonstrationen-bei-klimakonferenz-in-paris-abgesagt-18220402
Auch wenn große Organisationen, weiter versuchen, sie durchzusetzen, ohne
noch mehr Repression, Staatsgewalt etc. wird es wohl kaum abgehen. Dabei
können die Herrschenden uns doch nicht weismachen, sie wollten die
Demonstrant/Inn/en vor Anschlägen schützen! Sie rufen doch ständig dazu
auf, dass „man sich nicht einschüchtern lassen dürfe durch den Terror
etc.“. Und die Schweigemärsche etc. versammeln sich ja auch. Kommt ihnen
wohl ganz gut zu pass, dass sie jetzt den Ausnahmezustand verhängen konnten
?..!.

Hier in chronologischer Reihenfolge:

1) Start einer Radtour durch Belgien 9:00 Viergrenzenweg 97 Vaals
Kontakt:
http://gruene-region-aachen.de/kreisverband/termin/start-der-fahrradtour-nach-paris-am-dreilaendereck/
große Fahrradtour am 21. und 22. November. Die Tour führt in zwei Tagen
quer durch unser Land vom Dreiländereck in Gemmenich bis nach Brüssel.
Bei den regelmäßigen Halts entlang der Strecke wird in diversen
Animationen auf die Klimaerwärmung aufmerksam gemacht.“ Tel. 087/56 17
00 ecolo.ostbelgien@ecolo.be www.ecolodg.be

2) Verabschiedung einer Gruppe von älteren Klimaradlern nach Paris am 22.November um 11 Uhr vom Elisenbrunnen verabschieden. (Kontakt solarenergieförderverein, sfv.de)

3)Do/Fr 26./27.11. ist der Fahrradblock von www.cooperide.org und am 27.11.die Läufer/Innen von www.runforyourlife.nu auf dem Weg nach Paris im Hambacher Forst. Auch hier bestehen Mitmachmöglichkeiten. Kontakt:antiatomeuskirchen@riseup.net oder direkt am 27.11 in Aachen. Run For Your Life sind dabei, Divest Aachen, Cooperide, Greenpeace und Critical Mass kommen zusammen am Elisenbrunnen zwischen 14 – 18 Uhr.
3)Am Samstag, 28.11.2015, werden wir, die Euskirchener, uns mit einer
Kundgebung in Euskirchen an dem europaweiten Aktionstag beteiligen. Abends wird es dann noch ein Kulturprogramm mit Musik im Sozialraum geben. Kontakt wie bei 3)

5)Das hier ist aus der Avaaz-Landkarte, auf der man anklicken kann, was wo stattfindet, weltweit.
https://secure.avaaz.org/de/event/globalclimatemarch?cl=8751281394&v=66022

29.11.15 14:00 Elisenbrunnen, 52062 Aachen, Deutschland: (Veranstalter: Transformationsgruppe , um die anzusprechen, muss mensch ein formular ausfüllen) Aachen, NRW

6) Aufruf für den 29.11. indem in mehreren Hauptstädten demonstriert werden soll bei campact (Berlin) und bei den Grünen (Grünenbus nach Paris auch über Aachen) Bus ab Lüttich und Malmedy nach Paris,
http://fr.climate-express.be/viensavecnous/.

7) a) Für Leute, die länger nach Paris fahren wollen und sich dort an direkten Aktionen beteiligen wollen hier eine Info mit Link von Robin Wood:“

Vieles ist im Umfeld des Pariser Klimagipfels geplant: Demonstrationen, Aktionen, Gegengipfel und Convergence Spaces.Doch es droht unübersichtlich zu werden.An welchen Tagen sind nun nochmal die „Climate Games“? Wann öffnet das Klimaforum seine Türen? Und was hat es mit der ominösen redlines-Aktion auf sich? Ein Versuch etwas zur Klärung beizutragen findet sich unter:
http://tinyurl.com/ogbdlzz

7) b) zu den zivilungehorsamen Aktionen in Paris wird auch von der
Fossilfree-Kampagne mobilisiert, die bedeutenden Anteil im Sommer an Ende im Gelände hatte: http://gofossilfree.org/de/contact-us/
Ein Tipp, für alle, die noch im November nach Paris fahren wollen. Es gibt eine bis 30.11 gültige Aktion für 11€ ab deutschen Bahnhöfen: http://www.mydealz.de/deals/thalys-promo-day-dem-04-11-9-uhr-alle-ziele-paris-br%C3%BCssel-etc-11-im-november-626738

8) Zur Großdemo am 12.12. in Paris werden auch aus Aachen Busse fahren, voraussichtlich von Grüner und Linker Partei organisiert. Für den Linken-Bus wendet euch an linksjugendsolid-aachen@gmx.de, für denmGrünen an info@gruene-aachen.de.
Wichtig! Unter dem Motto: Don’t nuke the Climate!“ werden europäische AKW-Gegner/innen auf dieser Demo einen Anti-Atomblock bilden und aller AKW=Klimaretter-Propaganda (s.z.B. das entsprechende Info von ausgestrahlt) entgegentreten: This is the meeting point for „sortir du nucléaire“, very sceptic about
the COP.http://www.sortirdunucleaire.org/Le-12-decembre-toutes-et-tous-a-Paris-Retrouvons nous! Hoffentlich wird in Paris nicht alles verboten oder verdroschen wegen Ausnahmezustand… Es ist schon schwierig, das alles zu übersehen, andererseits ist für jede/n dann wohl etwas dabei. Ob diese Vielfalt uns, oder den Bossen nutzt, hängt sicher auch etwas von der Medienarbeit ab.

5) Diese Erklärung von Attac France, vom 14/11/2015 bekam ich über die Antiatom-Initiativen-Liste, nämlich durch die BI Lüchow-Dannenberg:

AFTER THE MASSACRES OF PARIS: DREAD, REVOLT, ACTION In the aftermath of the massacres of Paris, members and supporters of Attac, in unison with the French society, feel horror and revulsion at the indiscriminate and murderous hatred.
Attac expresses its solidarity with the victims and their relatives. The people murdered Friday night were merely exercising their right to convivality, to civility, to art, to a free life, all things that these
killers want to eradicate in the name of a fanatical vision of religion.

Despite the emotion and sadness, we refuse to give in to terror, we
reject the society of fear, stigmatization and scapegoating. We affirm
our determination to continue to circulate, to work, to entertain us, to
hold meetings and fight freely.
„France is at war,“ we are told. But this is not our war: after the American disaster in Iraq and Afghanistan, the current French interventions in Iraq, Libya, Syria, Mali, Chad, Niger, Central African Republic, contribute to destabilize these regions and trigger the departure of migrants who face Fortress Europe and whose bodies are washed up on our beaches. Inequalities and predations tear societies, have them stand against each other.

Al Qaeda or Daesh derive all their inhuman strength from these injustices. This war leads to no peace because there is no peace without justice. To end this war, our societies will have to do away with addictions to power, weapons, oil, rare metals, uranium … Beyond the social and economic soil that nourishes despair and senseless acts, remains the „banality of evil“: humanity is never protected from the return or the introduction of barbarism when some decide to dispense with the respect of the human being as a human being.

For what is within our reach, more than ever, we must fight against „humanitarian“ imperialism, against destructive productivism, for a society that is sober, free and equal. We reject in advance any restriction on the right to protest and fight against this decaying world, in favour of the alternatives that peoples of the South and the North put forward together. From November 29 to December 12 in Paris on the occasion of the COP 21 and with our citizens‘ mobilizations , we will show that another world is possible, necessary and urgent.

Attac France, 14/11/2015

6) Mittwoch, den 09.12.2015, von 19:00 bis 21:00 Uhr, TTIP-Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema Wirtschaft, bei der IHK Aachen, Großes Foyer Theaterstraße 6-10 52064 Aachen – wird hier mitbekanntgemacht, weil
eine durchaus kritische Diskussion nicht nur aus Sozial- Umwelt- Kultur- sondern auch wirtschaftlicher perspektive zu erwarten ist, die unterstützt
werden sollte, da hier andere, als die üblichen Freaks erreicht werden können.
Ökogrüße, Martina“

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