Werner Schell nimmt erneut Stellung zum Pflegontstand!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute morgen erreichte uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine weitere Stellungnahme des Vorstandes vom PRO PFLEGE – SELBSTHILFENETZWER, nämlich die des Herrn Werner Schell (http://www.ak-gewerkschafter.-de/?S=werner+schell), zum Thema PFLEGENOTSTAND. Herr Schell ist der Ansicht, die wir als AK vollinhaltlich teilen, dass durch das Pflegeberufsgesetz alleine der Pflegenotstand nicht aufgelöst werden kann.

Wir haben die komplette Stellungnahme des Herrn Schell nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „GESUNDHEITSPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/gesundheitspolitik/) geostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Werner Schell hat das Wort:

http://www.ak-gewerkschafter.de/wp-content/uploads/2013/06/clip_image001.jpg
„Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 / 150779 – E-Mail:
ProPflege@wernerschell.de
Internet: <
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

14.12.2015

Pflegeberufsgesetz löst den Pflegenotstand nicht auf – Es ist mehr
Pflegepersonal erforderlich

Die geplante Reform der Pflegeberufe wird von Hermann Gröhe,
Bundesgesundheitsminister, als eine Maßnahme bezeichnet, die die Tätigkeit
in der Pflege attraktiver macht. Dem muss deutlich widersprochen werden,
denn die tatsächliche Pflege in Krankenhäusern und Heimen wird durch ein
neues Pflegeberufsgesetz nicht verändert. Denn ein solches Gesetz befasst
sich schwerpunktmäßig mit Ausbildung und Berufsbezeichnung, nicht aber mit
den Pflege-Rahmenbedingungen vor Ort. Während meiner Lehrtätigkeit an
Kranken- und Altenpflegeschulen (über 40 Jahre) habe ich so manche Reform
der Kranken- und Altenpflegegesetze erlebt, verbessert hat sich nichts. Es
hat nur immer Umstellungsaufwand gegeben. Wir brauchen aber deutlich
verbesserte Stellenpläne für Pflegekräfte und mit Blick auf die Menschen mit
Demenz mehr Zuwendungszeit von Fachpersonal. Und die entsprechenden
Voraussetzungen dazu müssen jetzt geschaffen werden. Es muss ein PSG III
her, schnellstens. Alles andere sind nur Ablenkungsmanöver und die Probleme
bleiben:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=3&t=21387> &t=21387

Das nach der jüngsten Krankenhausreform vorgesehene Pflegestellenprogramm
hilft nicht. Solche Programme haben auch in der Vergangenheit nicht
funktioniert. Dazu erklärte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen
Pflegerates (Marburger Bund Zeitung, 04.12.2015): „Sicht der Pflege – Zwei
oder drei neue Kollegen: Das merken wir nicht einmal. Förderprogramme sind
unzureichend.“ Hugo Van Aken, Direktor der Klinik für Anästhesiologie,
operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum
Münster, erklärte ergänzend (Deutsches Ärzteblatt, 08.12.2015): „Drei
Pflegekräfte mehr pro Krankenhaus: Das ist doch lächerlich“. – „Dass der
Arbeitsalltag in der Pflege seit langem von großer Belastung, Zeitdruck und
wenig motivierenden Bedingungen geprägt ist, wissen die politisch
Verantwortlichen sehr wohl. Die deutsche Pflegezukunft wird düster werden,
wenn hier nicht schnellstens – und spürbar – eine Verbesserung herbeigeführt
wird.“ – Quelle: Presseinfo des DBfK vom 14.07.2015 >
http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=3

Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege –
Selbsthilfenetzwerk

· Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei!

· Falls sich Links nicht direkt öffnen lassen: Bitte jeweilige
Fundstelle kopieren und in den InternetBrowser übertragen!“

Share
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Gesundheitspolitik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.