Dinarin Aleksandar Nikolic und seine Ausführungen zu dem Thema „HEIMATKUNDE“!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis- (AK-) Mitglied, der Schriftsteller Dinarin Aleksandar Nikolic, hat uns zum Wochenausklang wieder eine Erzählung zukommen lassen.

Dieses Mal hat Dinarin Aleksandar sich mit dem Thema „Heimatkunde“ befasst und einmal richtig tief in seinen Fundus gegriffen!

Ein hochinteressanter Beitrag, den Ihr unbedingt lesen müsst! Wir haben Ihn nachstehend in seiner Gänze dafür auf unsere Homepage gepostet.

Den Unterzeichner erinnert dieser Beitrag an den wahrheitssuchenden Philosophen Platon und dessen Höhlengleichnis.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

http://www.thur.de/philo/bilder/hoehle1.gif

(Bild aus: http://www.thur.de/philo/philo5.htm)

HEIMATKUNDE von Dinarin Aleksandar Nikolic:

„Ich denke, viele werden sich, wie auch ich, an den Heimatkundeunterricht in der Schule erinnern.

Ich kann es allerdings nicht anders sagen, als dass das Unterrichtete, zu Allermeist vollkommen belanglos war und ist. Abgesehen von zwei oder drei Informationen, die Tatsachen beschrieben, rankten sich um eben diese Tatsachen falsche Auslegungen, vorsätzliche Lügen und irreführende Erläuterungen. Und warum? Jawohl, ganz einfach um die Wahrheit aus eigenen Interessen zu verschleiern – und um die Wahrheit zur Lüge und die Lüge zur Wahrheit zu erklären. Gemäß dem hochmütigen Spruch – nichts ist unmöglich – haben die Menschen vorsätzlich übersehen, dass absolut Möglich ist und bleibt absolut Möglich und absolut Unmöglich ist und bleibt absolut Unmöglich. Da der Menschheit diese Tatsache sicher bekannt ist, haben sie sich in den Glauben geflüchtet. Aber Glauben ist nicht Wissen. Was ist denn Glaube sonst? Glaube ist Lüge. So bildeten sich die Menschen dann ein, ihr fester Glaube wird im entsprechenden Augenblick zur Wahrheit. Ein absoluter vorsätzlicher Irrtum.

Wahrheit ist und bleibt Wahrheit und Lüge ist und bleibt Lüge und zwar absolut und absolut kompromisslos. Wahrheit bedarf des Kompromisses mit der Lüge nicht.

Nun sind Jahrzehnte vergangen, seit den Unterrichtsstunden in Heimatkunde. Ich denke jetzt ist der Augenblick gekommen, in Form einer wahren Kunde über die Heimat, tatsächliche Geschehnisse in der Vergangenheit aufzudecken.

So manche Kritiker werden die Stimme erheben und behaupten, es wäre unwichtig, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Was zählen würde, wäre das Jetzt.

Ich antworte vorneweg – die Geschehnisse der Vergangenheit präjudizieren die Geschehnisse der Gegenwart und wirken fort in die Zukunft. Deswegen ist die Kenntnis der tatsächlichen Geschehnisse der Vergangenheit enorm wichtig.

Nach dieser Einleitung werde ich in den Mittelpunkt meiner Betrachtung die mittelgroße deutsche Stadt Aachen stellen und die Städteregion Aachen, die ja für viele „Heimat“ ist.

Sehen wir uns genau den Namen „Aachen“ an. Es gab viele Erklärungen über die Herkunft, bis dann, von wem auch immer, eine Erklärung zur vorherrschenden Meinung erkoren wurde und seitdem als Tatsache gelten soll. Diese vorherrschende Meinung ist Lüge.

Wie durch die letzte, sogenannte Rechtschreibereform das schriftliche Festhalten gesprochener Worte neu geregelt wurde, so geschah es auch in der Vergangenheit.

Ich denke, die mittelhochdeutsche Lautverschiebung ist einigen bekannt. Es gab im s.g. deutschen Sprachraum etliche Lautverschiebungen. Die Mittelhoch-deutsche ist die bekannteste, weil sie die größten Veränderungen im Deutschen Sprachgebrauch und in Niederschriften brachte.

Sehen wir uns nun vor diesem Hintergrund den Namen dieser Stadt Aachen an. Warum wird der Name mit zwei „A“ geschrieben. Unabhängig von sonstigen, zum Teil unverständlichen Erklärungsversuchen, die total belanglos sind, ist folgende Erklärung aus sich heraus schlüssig:

Das zweite „A“ im Namen ist ein Platzhalter für einen anderen Buchstaben. Ersetzen wir dieses „A“ durch das „R“, so entsteht das Wort Archen. Dieses Wort Archen trägt Bedeutung und Sinn in sich, im Gegensatz zum Wort Aachen, das keine Bedeutung und keinen Sinn enthält.

Die Worte Archäologie, archaisch und auch Arche (Noah), deuten auf die tiefe Vergangenheit, auf den Ursprung und die Ursprünglichkeit.

Es ist bekannt, Aachen gibt es nicht erst seit Karl dem Großen. Zuvor waren die Archen, die archaischen, die ursprünglichen und natürlichen vor Ort.

Nun wird es solche geben, die mit den Schultern zucken und fragen – ja und, ist doch bekannt, was soll das?

Meine Antwort – Ganze Wissenschaftszweige beschäftigen sich mit der Vergangenheit, forschen nach dem eigenen Ursprung und dem Ursprung der Menschheit. Könnte es nicht sein, dass gerade an diesem Ort Aachen, am Ort der Archen, der Ursprünglichen, viele, viele Fragen eine Antwort finden könnten?

„Jawohl, so ist es.“ Ist meine Antwort auf diese Frage.

Aber weiter in der heimatkundlichen Betrachtung, auch wenn ich noch sehr umfassendere Erklärungen des Gesagten geben könnte. Sehen wir uns einen anderen Ort in der Städteregion Aachen an.

Der Ort trägt die Bezeichnung Würselen.

Wie eben gezeigt, lässt sich die Bedeutung eines Wortes durch genaue Betrachtung ermitteln. Auch das Wort Würselen ist, wie das Wort Aachen verschlüsselt. Aber schon bei der Teilung des Wortes in die beiden Silben

Wür   und     Selen     erschließt sich eine Bedeutung, die das Wort Würselen an sich nicht hat.

In diesem Fall kann die Bedeutung nur über die Phonetik ermittelt werden. Im hiesigen Dialekt hört sich das Wort wirr an, wie das gesprochene Wür und die Sibe selen ist durch weglassen eines „E“ verschlüsselt. Das Wort ist Seelen.

Im Gesamten ist die Bedeutung: „Wirre Seelen“.

Weiter in der Kunde über die Heimat.

In Urzeiten, auch das ist bekannt, kam Lepra, die Krankheit, die den menschlichen Körper verfaulen ließ, häufig vor. Die Erkrankten wurden wegen der Ansteckungsgefahr weit von den Toren der Stadt ausgesetzt und mit Nahrung versorgt, allerdings wurde diese zugeworfen, weil jeder andere auf Entfernung blieb um sich nicht anzustecken. Das sind die Aussetzigen.

Erschließt es sich nicht geradezu von Alleine was in dieser heimatlichen Städteregion wirklich geschah?

Sein sie sicher, werte Leser/Innen, vor Ort gibt es einige, denen das bis jetzt Gesagte bekannt ist. Warum sie diese Informationen dennoch verbergen, kann sich jeder beantworten, wie jeder mag.

Ein Gemeindeteil Würselens ist Broichweiden. Dieser Begriff hat eine Bedeutung, also gehe ich darauf nicht ein, auch weil dieses Wort für diese Betrachtung bedeutungslos ist.

Allerdings ist ein Fakt von Broichweiden erklärend.

Es ist, wie immer wieder zu hören war, das längste Dorf – belanglos ob deutschlandweit oder weltweit -. Dörfer wurden früher in einem Rund geordnet. Bei Broichweiden allerdings, sind zu beiden Seiten der Hauptstraße die Gebäude aneinander gereiht, so dass kein rundes, sondern ein langes Dorf entstanden ist.

Wenn ich jetzt erkläre was das zu bedeuten hat, werden einige die Zusammenhänge der bislang gegebenen Informationen erkennen. Die damaligen Geschehnisse offenbaren sich schlüssig. Das ist immer ein Zeichen für Wahrheit, denn nur die Wahrheit ist schlüssig, die Lüge absolut nicht.

Also, wo heute die lange Hauptstraße dieses Dorfes verläuft, war in Urzeiten ein Weg. Und genau dort wurden die Erkrankten ausgesetzt. Zuerst warfen die, die Nahrung brachten, diese vom Pferdefuhrwerk auf einen Haufen und sahen zu dass sie wegkamen.

Dort waren viele Aussätzige, die um die Verteilung der Nahrung kämpften. Zum Streit, zu Schlägereien bis hin zum Mord und Totschlag kam es regelmäßig am Tag der Verteilung.

Wer eine Ordnung einführte ist belanglos aber die Aussätzigen bekamen entlang des Weges zu beiden Seiten ein Grundstück zugeordnet. Am Verteilungstag fuhr das Pferdefuhrwerk den Weg ab und der Verteiler konnte jedem den gleichen Anteil auf das Grundstück werfen. Später wurden auf diesen Grundstücken Hütten gebaut usw.

So entstand das lange Dorf.

Zurück zur Erkrankung Lepra. Es ist nicht so, dass Lepra nur eine körperliche Erkrankung sei. Nein, sie umfasst den kompletten Menschen, incl. der mentalen und emotionalen Bereiche. Daher wurden diese Menschen als wirre Seelen bezeichnet. Als diejenigen, die vom rechten Weg abgekommen sind und dann irren – denn irren ist menschlich. Dazu kam die Ansicht, dass sich diese dem Teufel verschworen haben und die Erkrankung eine Strafe war.

Übrigens habe ich oft gehört, dass Würselen als Teufelsstadt bezeichnet wird. Diese Bezeichnung ist den Bewohnern bekannt.

Ich komme zum Schluss.

Solche Orte der Aussätzigen gab es nicht nur in der Städteregion Aachen, sondern auch an anderen Orten.

Immer in Abhängigkeit vom Dialekt der Region wurden diese Erkrankten auch als Dussel oder Deppen bezeichnet.

Düsseldorf oder auch Deppendorf sind existente Gemein-den.

Eine bestimmte Sorte meiner Erzählungen beende ich mit dem Schlusssatz:

„NUR DER UNGEIST DER STETS VERNEINT“

So auch diese.

Dinarin Aleksandar Nikolic „

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