BBU-Pressemitteilung: Flugzeugabstürze auf AKW Lingen 2 u. a. hätten katastrophale Folgen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) erhielten wir eine Pressemitteilung des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu) zum Thema „Flugzeugabstürze auf AKW Lingen 2 (u. a.) hätten katastrophale Folgen“ .

Diese wichtige Pressemitteilung haben wir in ihrer Gänze nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) gepostet.

http://www.scharf-links.de/uploads/pics/akw_lingen_nein_danke.jpg

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

BBU-Pressemitteilung vom 13.01.2016

„13.1.2016 13:57

BBU-Pressereferent Udo Buchholz

Flugzeugabstürze auf AKW Lingen 2 sowie auf andere AKW und Atomanlagen
hätten katastrophale Folgen

(Bonn, Lingen, 13.01.2016) Der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) hat erneut die sofortige Stilllegung des
Atomkraftwerks Lingen 2 (AKW Emsland) und die Beendigung der
militärischen Flugübungen beim nahe gelegenen Übungsgelände
Nordhorn-Range gefordert. „In der jüngsten Zeit haben die Flug- und
Bombenabwurf-Übungen beim Testgelände Nordhorn-Range wieder zugenommen.
Nordhorn-Range ist nur wenige Flugsekunden vom AKW Lingen 2 entfernt.
Die Gefahren für die Bevölkerung sind nicht hinnehmbar“, so
BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Fragen zur Sicherheit des Reaktorgebäudes

Sorgen bereiten dem BBU aber nicht nur die militärischen Flugbewegungen
im Nahbereich des AKW Lingen 2. Aus gut informierter Quelle (von einem
Zeitzeugen) wurde der Verband über Details zum Bau des AKW Lingen 2 (vor
allem des Reaktorgebäudes) in den achtziger Jahren informiert. Die
Informationen werfen sehr schwerwiegende Fragen hinsichtlich der
Ausführung der Betonbewehrung und in der Konsequenz zur Sicherheit des
Reaktorgebäudes auf. Die sehr ernst zu nehmende, mögliche, Schwächung
der Stahlbetonstruktur muss man als weiteres Indiz des mangelhaften
Schutzes im Falle eines Flugzeugabsturzes bewerten. Ein namhaftes
Institut für Fragen der Ausführung zur Bewehrung von Stahlbeton hat die
Zweifel hierzu bestätigt

Hintergrundinformation: Alle drei sogenannten Konvoi -Reaktoren
Neckarwestheim 2, Isar 2 und Lingen 2 sind nicht gegen den gezielten
Absturz eines Militärflugzeuges mit hoher Geschwindigkeit ausgelegt. Die
zuständigen Atomaufsichten in Hannover, Stuttgart, das
Bundesumweltministerium und der niedersächsische Landesverband von
Bündnis 90/ Die Grünen von Niedersachsen wurden von dem Zeitzeugen über
diese Problemlage schon im Jahre 2013 informiert. Die erhaltenen
Antworten der Atomaufsichten und eine Akteneinsicht in Hannover haben
aber mehr Zweifel als Antworten gegeben. Die Antwort des
Bundesumweltministerium‘ war ohne Substanz und nichtssagend.

Immer wieder Pannen und Störfälle im AKW Lingen 2

Der BBU fordert die niedersächsische Landesregierung auf, die
Betriebsgenehmigung für das AKW Lingen 2 sofort aufzuheben. Das Risiko
eines Flugzeugabsturzes auf das AKW mit massiven
Radioaktivitätsfreisetzungen ist aus den genannten Gründen nicht
hinnehmbar. Die Entsorgung des AKW ist zudem nicht gelöst und Immer
wieder gab es in dem Atomkraftwerk nahe der niederländischen Grenze
Pannen und Störfälle.

Am Standort Lingen befindet sich aber nicht nur das AKW Emsland. Neben
dem AKW Lingen 2 steht das längst stillgelegte AKW Lingen 1. Zudem
befindet sich auf dem Gelände des AKW Lingen 2 eine Atommüllhalle für
abgebrannte Brennstäbe. Und in einem nahe gelegenen Waldstück werden in
der letzten bundesdeutschen Brennelementefabrik Brennstäbe produziert,
die den Betrieb von Atomkraftwerken in aller Welt ermöglichen. Auch
diese Anlage ist nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert. Aktuell ist die
Lingener Brennelementefabrik erneut in die Kritik geraten, da in ihr
auch Brennstäbe für das belgische AKW Doel produziert werden. Mit der
„Lingen-Resolution“ zahlreicher Anti-Atomkraft-Initiativen wird auch die
Stilllegung dieser Brennelementefabrik gefordert:

http://www.bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen%20-%20Resolution.pdf

BBU: Sofortige Stilllegung aller AKW und Atomanlagen

Als mögliche Flugzeugabstürze auf Atomkraftwerke und sonstige
Atomanlagen bezeichnet der BBU differenzierend unfallbedingte
Flugzeugabstürze und gezielte Flugzeugabstürze. Angesichts der
Flugdichte in weiten Teilen des Bundesgebietes ist davon auszugehen,
dass sich alle deutschen Atomkraftwerke und Atomanlagen im Nahbereich
von Flughäfen oder unterhalb von Flugrouten befinden. Ein
unfallbedingter Absturz würde zu enormen katastrophalen Auswirkungen
führen. Umso mehr gilt dies für gezielte Flugzeugabstürze auf
Atomkraftwerke oder Atomanlagen. Diese können spätestens seit den
Anschlägen auf das World Trade Center nicht mehr ausgeschlossen werden.
Grundlegend fordert der BBU daher aus all diesen Gründen die sofortige
Stilllegung aller Atomkraftwerke und Atomanlagen. Dieser Forderung darf
sich Bundesumweltministerin Hendricks laut BBU nicht verschließen.

Weitere Informationen zu den Auswirkungen von Flugzeugunglücken und von
gezielten Flugzeugabstürzen auf Atomkraftwerke unter

https://docs.google.com/file/d/1l_o29T3tXH9RQKUXDbhL0KOzQxxxQUkvRLq2GR41dEYOzdhmbOM__AOaw-L3/view?pref=2&pli=1

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um
Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter

http://bbu-online.de, telefonisch unter 0228-214032. Die
Facebook-Adresse lautet:
http://www.facebook.com/BBU72 Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str.
55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen“

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