PRYM FASHION: Das Maß ist voll! Kolleginnen und Kollegen geht auf die Barrikaden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

noch jüngst haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) mit Beitrag vom 21.01.2016 darauf hingewiesen, dass PRYM FASHION 57 Arbeitsplätze abbaue will. Den entsprechenden Artikel könnt Ihr durch das Anklicken des nachstehenden Links noch einmal aufrufen:

http://www.ak-gewerkschafter.de/2016/01/21/prym-fashion-baut-57-arbeitsplaetze-ab/ !

Heute, Samstag, den 23. Januar 2016, ist den Medien zu entnehmen, dass die Belegschaft sauer über PRYMS Auto-Fest ist.

Hintergrund ist dabei, dass die Familie PRYM, die immer noch Anteilseigner der Gesamtfirma ist, ein Auto, das über 70 Jahre in US-Amerikanischer Hand war, nämlich ein „MERCEDES 500 K“ im Gesamtwert von mehreren Millionen Euro, mit einem Festakt vom gestrigen Tage in Aachen zurückgegeben wurde.

Die Mitarbeiter von PRYM FASHION zeigten dafür – und wie soll es auch anders sein – überhaupt kein Verständnis. Da sind wir dann auch bei Kollegen Martin Peters, der erste Bevollmächtigte der IG-Metall Stolberg-Eschweiler, der wörtlich zitiert sagte:

„“Ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass Familie Prym ein für Normalbürger absolut unerschwingliches Auto präsentiert, während das Unternehmen plant, die Existenz von 57 Angestellten zu gefährden.“

Diese feierliche Autoübergaben-Präsentation ist aus unserer Sicht den von künftiger Arbeitslosigkeit betroffenen Kolleginnen und Kollegen gegenüber eine Provokation, die nicht ungestraft bleiben kann und darf. Immerhin haben die Beschäftigten durch finanziellen Verzicht in den zurückliegenden schwierigen Jahren für die Firma, die wegen illegaler Preisabsprachen zu 70 Millionen Euro verurteilt worden war, dem Unternehmen sozusagen den Kopf gerettet!

Und hier beweist sich für uns einmal wieder, dass im Kapitalismus weder Leistung noch Sozialpartnerschaft zählen. Da bleibt der Mensch immer wieder auf der Strecke, weil im Kapitalismus nicht der Humanismus, sondern der Profit die Maxime allen Strebens und Handelns ist!

Da können die arbeitenden Menschen und ihre Familien im Zweifelsfalle verrecken, da kümmert sich dann kein Kapitalist darum, denn die Hauptsache ist, da wo Geld ist, da muss noch mehr gescheffelt werden, koste es was es wolle!

Und deshalb noch einmal und immer wieder:

„MANN DER ARBEIT AUFGEWACHT UND ERKENNE DEINE MACHT! ALLE RÄDER STEHE STILL, WENN DEIN STARKER ARM ES WILL!“

Wir rufen zur Solidarität mit den PRYM-FASHION-Beschäftigten auf und versprechen, am Thema dran zu bleiben!

http://museum.zib.de/sgml_internet/img.php?img=gm000077&width=600

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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