BBU-Pressemitteilung: NRW-Initiativen von Gegen Gasbohren haben sich landesweit vernetzt!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erhalten wir als Gewerkschafter/innen-Arbeitskreis (AK) die aktuelle Presse-Mitteilung des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu) unter dem Titel: “NRW-Initiativen von Gegen Gasbohren vernetzen sich landesweit!“

Die komplette Presseberichterstattung zum Thema haben wir nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Wir vom AK meinen, dass diese Vernetzung ein richtiger und wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist!

http://www.gruene-dinslaken.de/wp-content/uploads/2016/05/Hamm-Gas.jpg

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

BBU-Pressemitteilung vom 21. Juni 2016:

„NRW-Initiativen von Gegen Gasbohren vernetzen sich landesweit – Für eine
schnelle und konsequente Energiewende statt fossiler Energieträger

Die nordrhein-westfälischen Initiativen des bundesweiten
Zusammenschlusses Gegen Gasbohren haben sich am Samstag, den 18.6.2016
in Hamm getroffen. Verabredet wurden eine gegenseitige Unterstützung und
gemeinsame überregionale Aktivitäten. Scharf kritisiert wurde die Firma
HammGas, die in Ascheberg-Herbern eine Aufsuchungsbohrung betreibt und
eine weitere südlich von Hamm plant. Die Teilnehmer des Treffens
betonten die Notwendigkeit einer schnellen und konsequenten Energiewende
statt eines weiteren Gasbohrens. Der Entwurf des Landesentwicklungsplans
NRW wurde wegen seiner vielen Schlupflöcher, die er für die Aufsuchung
und Gewinnung von Erdgas lässt, als völlig unzureichend charakterisiert.

Auf ihrem Treffen erklärten sich die Initiativen solidarisch mit den von
den Bohrungen der Firma HammGas betroffenen Menschen. Denn diese
Bohrungen sind keineswegs risikolos. Das Schaffen künstlicher
Wegsamkeiten kann zu Grundwasserkontaminationen führen. Die Ereignisse
im niederländischen Groningen haben gezeigt, dass auch eine
Erdgasförderung ohne Fracking zu Erdbeben führen kann. Für das mit dem
Erdgas geförderte Lagerstättenwasser gibt es bisher kein seriöses
Entsorgungskonzept. Kritisiert wurde auch die mangelnde Transparenz von
HammGas, die der Öffentlichkeit relevante Informationen zu ihrer ersten
Aufsuchungsbohrung schuldig geblieben ist. Auf der für den 23.6.2016 in
Hamm geplanten Informationsveranstaltung zur neuen Aufsuchungsbohrung
„Prinz Schönaich 31“ will sich HammGas nicht umfassend der Kritik
stellen, sondern lediglich ausgewählte Fragen beantworten. Das ist der
Versuch der Akzeptanzschaffung an Stelle eines offenen Dialogs mit den
Menschen.

Die Initiativen waren sich einig, dass die Förderung und Verbrennung von
fossilen Energieträgern angesichts der rasanten Klimaveränderungen nicht
zu verantworten ist. Dabei ist nicht nur der Kohlendioxidausstoß bei der
Verbrennung von Kohle, Öl und Gas relevant. Gerade bei der Gasförderung
entweicht Methan aus zahlreichen Leckagen und diffusen Quellen. Über
einen Zeitraum der ersten 20 Jahre ist Methan um das 86-fache
schädlicher als Kohlendioxid, über 100 Jahre ist es noch das 35-fache.
Daher war die Forderung auf dem Treffen einhellig: STOPP Gasbohren! Für
eine schnelle und konsequente Energiewende! Sofort raus aus den fossilen
Energieträgern!

Auf deutliche Kritik stieß auch der Landesentwicklungsplan NRW, der
derzeit von der Staatskanzlei NRW überarbeitet wird und im Herbst vom
Landtag verabschiedet werden soll. Dieser ermöglicht nicht nur in vielen
Bereichen Fracking, so z.B. nach Öl sowie nach Gas in
Tight-Gas-Reservoirs. Bei sämtlichen Erkundungsmaßnahmen und
Probebohrungen kann zudem die Fracking-Technik eingesetzt werden.
Hinsichtlich anderer Methoden der Aufsuchung und Gewinnung von Gas
schweigt sich der Landesentwicklungsplan gänzlich aus, so dass die
Menschen vor Ort den dabei entstehenden Gefahren ausgeliefert werden.

Die Initiativen gegen Gasbohren betonten, dass eine landesweite
Vernetzung nötig ist, um Fracking und gefährlichem Gasbohren landesweit
Widerstand entgegenzusetzen. Dazu werden sie sich gegenseitig
unterstützen und landesweite Aktionen vorbereiten.

Weitere Informationen zum Thema Fracking und Kontakt zu den
NRW-Initiativen von Gegen Gasbohren: http://www.gegen-gasbohren.de,
info@gegen-gasbohren.de

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