Pressemitteilung des BBU: „Dreifache Atommüll-Bedrohung für Ahaus und Gronau!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir soeben zum Thema „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/categoy/atompolitik) eine aktuelle Pressemitteilung über den Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erhalten. Der BBU hat uns diese Pressmitteilung im Auftrage der Initiativen AKU-Gronau, BI „Kein Atommüll in Ahaus“, SOFA und Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen zukommen lassen. Sie trägt den Titel:

„Dreifache Atommüll-Bedrohung für Ahaus und Gronau!“

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „ATOMPOLITIK“ gepostet.

http://www.bbu-online.de/presseerklaerungen/PR-Vorlage/prvorlage_clip_image002_0066.jpg

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

**Pressemitteilung:

Gronau/Ahaus/Münster, 27. Juli 2016

Dreifache Atommüll-Bedrohung für Ahaus und Gronau:
„Münsterland darf nicht zur Atommüllkippe werden“
Atomkraftgegner schreiben an NRW-Landesregierung

Die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen sind sehr besorgt: Neben
der aktuell erteilten Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz zur
Einlagerung der 152 Castoren mit hochradioaktiven Brennelemente-Kugeln
aus dem Forschungszentrum Jülich in das Atommülllager Ahaus, drohen ab 2018
zusätzliche Castor-Transporte aus dem Forschungsreaktor Garching bei
München. Und dem benachbarten Gronau droht nach Angaben der
NRW-Landesregierung noch in diesem Jahr die Inbetriebnahme eines neuen –
zeitlich unbefristeten – Atommülllagers für 60 000 t Uranoxid an der
Urananreicherungsanlage Gronau.

„Das ist für das Münsterland eine dreifache Atommüll-Bedrohung. Wir
befürchten, dass die Region dauerhaft zu einer Atommüllkippe wird, da
weder für die hochradioaktiven Brennelemente aus Jülich und Garching
noch für den Atommüll aus der Urananreicherung eine langfristige
Entsorgungsmöglichkeit existiert – wir fordern von der
NRW-Landesregierung, sowohl die Einlagerung der Castoren wie auch die
Inbetriebnahme des Dauerlagers für Uran-Müll in Gronau zu verhindern,“ so
Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und Vorstandsmitglied
des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).

NRW-Wirtschafts- und Atomminister Duin in der Kritik

In diesem Zusammenhang haben die Münsterländer Anti-Atom-Initiativen mit
Nachdruck den zuständigen Atomminister in Düsseldorf, Garrelt Duin
(SPD), zu Gesprächen nach Gronau und Ahaus eingeladen, um die
Atommüllpolitik der NRW-Landesregierung vor Ort zu erklären. Bislang
hatte die NRW-Landesregierung z. B. Castor-Transporte von einem
Zwischenlager in ein anderes strikt abgelehnt und nur noch einen
einzigen Transport, nämlich in ein Endlager, gefordert. Duin war auch
Mitglied in der Endlagerkommission des Bundes und konnte sich dort von
der ungelösten Entsorgungsfrage für Atommüll aus erster Hand überzeugen.
Eine erste – terminlich offene – Einladung nach Gronau hatte der
Minister vor wenigen Tagen „aus Termingründen“ abgelehnt.

„Es geht nicht an, eine Region mit Atommüll förmlich zu überfluten,
diesen vor Ort z. T. sogar zeitlich unbefristet lagern zu wollen, und
sich dann nicht einmal dem Gespräch mit den Betroffenen zu stellen. Wenn
der Atommüll erstmal in der Region ist, werden Generationen von Menschen
hier damit leben müssen. Minister Duin ist der verantwortliche
NRW-Minister und muss nun handeln. Oder ist das Münsterland so weit von
Düsseldorf entfernt, dass die Atommülllagerung in Ahaus und Gronau in
der NRW-Landesregierung niemand interessiert,“ fragt Matthias Eickhoff
vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“, Heiner
Möllers, ist noch aus einem anderen Grund äußerst besorgt: „Derzeit
werden wir ständig vor einer wachsenden Terrorgefahr gewarnt, aber dem
Jülicher Forschungszentrum und dem Bundesamt für Strahlenschutz fällt
nichts Besseres ein, als 152 Castor-Behälter mit hochradioaktivem
Atommüll auf eine lange und gefährliche Reise quer durch das Rheinland,
das Ruhrgebiet und das Münsterland zu schicken – ohne jeglichen Gewinn
bei der langfristigen Entsorgung. Welcher Polizei-Einsatzleiter möchte
so einen Transport verantworten, welcher Innenminister dafür
geradestehen? Diese Atommüll-Pläne sind blanker Wahnsinn und müssen
sofort gestoppt werden.“

30./31. Juli: Friedens-Fahrradtour nach Gronau und Ahaus

Bereits am jetzigen Wochenende gibt es neue Proteste in Gronau und
Ahaus. Eine Friedens-Fahrradtour der DFG-VK wird am Samstag, 30. Juli,
von Münster aus kommend gegen 18 Uhr an der Urananreicherungsanlage
Gronau ankommen und eine kleine Kundgebung durchführen. Am Sonntag, 31.
Juli, wird die Tour gegen 11.30 Uhr am Zwischenlager Ahaus einen Stopp
einlegen, um gegen die unverantwortliche Atompolitik in NRW zu
demonstrieren. Die Tour führt dann weiter nach Köln. Aktuelle Infos dazu:
http://www.nrw.dfg-vk.de/themen/Fahrradtour.html

Die Anti-Atomkraft-Initiativen kündigen weitere Proteste an.

Weitere Infos:

www.bbu-online.de, www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de**

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