Respekt auch unseren Tieren: Unterzeichnet die Petition „GEGEN FRISCH GESCHLÜPFT UND AB IN DEN MÜLL!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) über CAMPACT (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=campact) eine weitere Petition. Diese trägt den Titel:

„Frisch geschlüpft und ab in den Müll – jetzt dagegen unterzeichnen!“

Wir haben diese Petition der Linda Neddermann von Campact

https://www.campact.de/media/i/0d4ef5f6e6dab7d16680bc44a9054f9f.jpg

nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung nachstehend auf unsere Homepage und in die Kategorie „PETITIONEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/petitionen/) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

Petition der Linda Neddermann:

„Lieber Manni Engelhardt,

gelb und flauschig staksen die piepsenden Küken herum. Viel Zeit bleibt ihnen nicht. Nur ein paar Stunden, nachdem sie geschlüpft sind, landen sie im Schredder. Jahr für Jahr werden in Deutschland 50 Millionen männliche Küken getötet, weil sie für die kommerzielle Tierproduktion wertlos sind:[1] Sie legen keine Eier und werden nicht schnell genug fett. Ein Schredder-Verbot der NRW-Landesregierung hat das Oberverwaltungsgericht Münster unlängst gekippt. Die absurde Begründung: Das Kükenschreddern sei mit dem Tierschutzgesetz vereinbar und aus wirtschaftlichen Gründen unvermeidlich.[2]

Die Tierschützerin Janine Schulz aus Bremen macht das wütend. Sie hält selbst Hühner in ihrem Garten und setzt sich für eine ökologische Tierhaltung ein. Mit einer Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, will sie ein Verbot für das Schreddern erreichen.

Mit dieser Forderung steht sie nicht allein da. Auch der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) will das massenhafte Töten von Küken spätestens 2017 verbieten.[3] Doch damit sein Vorstoß nicht per Gericht gestoppt wird, fordert er ein Gesetz der Bundesregierung. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) vertritt jedoch die Interessen der Agrarindustrie – er sträubt sich gegen ein bundesweites Verbot.[4]

Zeigen wir dem Agrarminister, was wir als Verbraucher/innen von ihm erwarten. Stärken wir Christian Meyer den Rücken, um das Schreddern zu beenden. Denn jeder Tag, an dem wir nicht handeln, kostet 136.986 Küken das Leben. In einer Woche sterben 958.904 Küken. Das darf nicht so weitergehen!

Unterzeichnen Sie die Petition von Janine Schulz
https://campact.org/n7M4B_rB3memoPFI?utm_campaign=%2Fkb-weact%2F&utm_term=link1&utm_medium=Email&utm_source=%2Fkb-weact%2Fpetitions%2F&utm_content=random-b&_mv=7pqczOBPoB0gkpAcFsNJby

„Wir haben es satt!“ ist das Motto einer wachsenden agrarpolitischen Bewegung. Jahr für Jahr gehen tausende Campact-Aktive, Umweltschützer/Innen, Bauer/Innen, Verbraucher/innen für eine nachhaltige Landwirtschaft auf die Straße und fordern: Wir wollen keine Agrarindustrie und keine Megaställe, in denen Küken massenhaft getötet werden!

Auch Janine Schulz kann die Haltung von Agrarminister Schmidt nicht nachvollziehen. „Ich habe mich viel mit dem Thema Massentierhaltung beschäftigt und bei allem, was ich bisher darüber weiß, dreht sich mir der Magen um. Ich könnte mein Frühstücks-Ei nicht genießen, wenn es aus der kommerziellen Tierhaltung inklusive Küken-Schreddern käme“, sagt sie. „Deswegen halte ich privat in meinem Garten acht Hühner und einen Hahn. So bekomme ich Eier von Hühnern, denen es gut geht.“

Was bei Frau Schulz im Garten funktioniert, ist auch in Betrieben möglich, die für viele Konsument/innen Eier und Geflügelfleisch produzieren. Initiativen wie die Bruderhahn- Initiative Deutschland, das Haehnleinprojekt oder „Ei care“ verzichten auf das Töten der männlichen Küken. Die Bruderhahn Initiative beweist: Nur vier Cent mehr auf den Verkaufspreis von einem Ei reichen aus, um ein männliches Küken aufzuziehen. Tausende Hähne bleiben so am Leben. Das ist ein gelungener Ansatz für eine nachhaltige und tiergerechte Landwirtschaft.

Retten Sie die Eintagsküken, unterzeichnen Sie die Petition
https://campact.org/a2cZCrlSah3G1XMB?utm_campaign=%2Fkb-weact%2F&utm_term=link2&utm_medium=Email&utm_source=%2Fkb-weact%2Fpetitions%2F&utm_content=random-b&_mv=7pqczOBPoB0gkpAcFsNJby

Diese Petition wurde auf WeAct, der neuen Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da Campact aber die Ziele der Petition unterstützt, möchten wir Sie mit dieser E-Mail gerne auf die Kampagne hinweisen.

Mit herzlichen Grüßen
Linda Neddermann (Campaignerin)

PS: 2008 tötete Starkoch Jamie Oliver vor laufender Kamera Küken, um auf die massenhafte Nahrungsmittelproduktion und das sinnlose Sterben der Eintagsküken aufmerksam zu machen.[5] Der Aufschrei über diese grausame Tat in aller Öffentlichkeit war groß. Aber verändert hat sich nichts in den Mastställen. Darum müssen wir jetzt handeln!

Stoppen Sie das Küken-Schreddern und unterzeichnen Sie!
https://campact.org/vD_XSzZOEdYpUjZT?utm_campaign=%2Fkb-weact%2F&utm_term=link3&utm_medium=Email&utm_source=%2Fkb-weact%2Fpetitions%2F&utm_content=random-b&_mv=7pqczOBPoB0gkpAcFsNJby

[1] Statistisches Bundesamt: „Eingelegte Bruteier, Geschlüpfte Küken (in Brütereien): Deutschland, Jahre, Geflügelart“, Tabelle, Jahr 2015
[2] „Töten von Eintagsküken ist mit dem Tierschutzgesetz vereinbar“, 20.5.2016, Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen
[3] „Kükenschreddern ist moralisch-ethisch nicht vertretbar“, 20.5.2016, Deutschlandfunk
[4] „CSU-Agrarminister verteidigt millionenfaches Kükenschreddern“, 31.3.2016, Süddeutsche Zeitung
[5] „Koch-Schock mit Jamie Oliver: Tote Küken, blutige Hühner, guten Appetit!“, 15.7.2008, Spiegel

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