BBU kritisiert NRW-Bauminister Michael Groschek wegen inakzeptabler Entgleisung!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) erhielten wir über Udo Buchholz, dem Pressesprecher des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu), die jüngste Pressemitteilung.

Unter dem Titel „Äußerungen des NRW-Bauministers zu Bürgerinitiativen sind inakzeptable Entgleisung“ wird darin Bauminister Michael Groschek aus unserer Sicht mit Recht kritisiert!

Zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme haben wir diese BBBU-Pressemitteilung nachstehend vollinhaltlich auf unsere Homepage gepostet.

 

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

http://www.mbwsv.nrw.de/ministerium/minister/Autorenfoto_Minister_Groschek.jpg            http://www.bbu-online.de/images/Vorstand/Udo2.jpg

(Foto M. Groschek aus                                     (Foto aus BBU zeigt U. Buchholz)

http://www.mbwsv.nrw.de/ministerium/minister/)

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BBU-Pressemitteilung vom 26.08.2016

BBU: Äußerungen des NRW-Bauministers zu Bürgerinitiativen sind
inakzeptable Entgleisung

(Bonn, Düsseldorf, 26.08.2016) Als inakzeptable Entgleisung und
schamlose Diffamierung von Bürgerinitiativen im Umweltbereich hat der
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) die jüngsten
Äußerungen des nordrhein-westfälischen Bauministers Michael Groschek
bezeichnet. Um seine rückwärtsgewandte Betonpolitik durchzusetzen, sei
dem Sozialdemokraten offensichtlich jedes Mittel recht, erklärt der
Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen. Der BBU betont die wichtige
Rolle der Initiativen: Ohne ihre Aktivitäten gäbe es keine Energiewende,
keinen wirksamen Immissionsschutz vor Ort und einen ungezügelten
Flächenverbrauch.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt: „Die
Äußerungen Groscheks zeugen von einem gestörten Verhältnis zur
Zivilgesellschaft. Bundesweit setzen sich Bürgerinitiativen selbstlos
und ehrenamtlich zum Schutz von Biotopen und Freiflächen, für den Erhalt
der natürlichen Lebensgrundlagen und für den Immissionsschutz ein. Dabei
müssen sie oft engagiert und mutig Auseinandersetzungen mit Behörden
führen, die Projekte ohne die gesetzlich festgeschriebene
Berücksichtigung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes durchdrücken
wollen. Statt die wertvolle Arbeit der Bürgerinitiativen anzuerkennen,
fällt dem Minister nichts Anderes ein, als sie zu beleidigen und ihr
Engagement herabzuwürdigen. Die Erkenntnis, dass die Gesellschaft auf
eine intakte Umwelt angewiesen ist, ist an ihm spurlos vorbeigegangen.
Und es wird zynisch, wenn Groschek den Satz fallen lässt: ‚Wir brauchen
ein anderes Klima‘. Denn die NRW-Landesregierung trägt mit ihrer
Kohlepolitik und dem damit verbundenen Kohlendioxidausstoß zum
Klimawandel bei, der zum kontinuierlichen Ansteigen der Temperaturen, zu
Extremwetterereignissen und zur Erhöhung des Meeresspiegels führt.“

Das von Groschek geplante „Bündnis für Infrastruktur“ bezeichnet der BBU
als „Bündnis für Beton und Umweltzerstörung“. Offensichtlich plant
Groschek eine Versammlung der Industrie und des industriefreundlichen
Establishments, um Bürgerinitiativen einzuschüchtern. Das zeigt nicht
nur, wie weit sich der Minister bereits von den Interessen der
Bevölkerung entfernt hat. Groschek verkennt auch, dass die Bewegung der
Bürgerinitiativen seit Jahrzehnten in der Auseinandersetzung mit
einflussreichen gesellschaftlichen Akteuren erfahren ist. Vor ihrer
Macht ist sie nicht zurückgeschreckt. Dies wird auch in Zukunft so
bleiben. Der BBU wird die Initiativen dabei mit seinem Wissen und seinen
Erfahrungen unterstützen.

Engagement unterstützen

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
www.bbu-online.de; telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72.
Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU
um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU,
Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33).

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.“

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