Fred Maintz informiert: Blamables Rekordhoch in der BRD – Fast 1 Million Leiharbeiter!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der Kollege Fred Maintz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=fred+maintz) hat uns einen Beitrag unter dem Titel zukommen lassen: „REKORDHOCH: FAST EINE MILLION LEIHARBEITER“! In der Tat ein trauriger Rekord. Wir haben den Beitrag des Kollegen Fred Maintz nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „SOZIALPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/sozialpolitik) gepostet.
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
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Fred Maintz teilt mit:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die (bekanntermaßen) wahre Absicht der Hartz4-Repressionen: die verschärfte Arbeits-Ausbeutung durch Leiharbeit

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1024806.rekordhoch-fast-eine-million-leiharbeiter.html?pk_campaign=SocialMedia

ist auf einen der traurigsten Rekorde der BRD gestiegen!
Nachstehender Artikel zum Thema habe ich für Euch aus dem NEUEN DEUTSCHLAND (online) gezogen.
Mit kollegialen Grüßen

Fred Maintz

08.09.2016

Rekordhoch: Fast eine Million Leiharbeiter

Zwei Drittel müssen zu besonders niedrigen Löhnen arbeiten / LINKEN-Chef Riexinger: »Völlige Blamage einer SPD-Arbeitsministerin« / Ernst: Zweiklassen-System hat sich etabliert

Nicht mit dieser Ministerin: Lei...

Nicht mit dieser Ministerin: Leiharbeitsrekordhalterin Andrea Nahles
Foto: dpa/Bernd Von Jutrczenka

Berlin. Die Linkspartei spricht von einer »völligen Blamage« für die SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles: Die Zahl der Leiharbeiter in der Bundesrepublik hat mit 961.000 im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das Thema dürfte auch bei den Haushaltsberatungen des Bundestags an diesem Donnerstag eine Rolle spielen.

Beraten wird der Etat von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Voraussichtlich noch im September sollen die parlamentarischen Beratungen eines Gesetzentwurfs von Nahles zur Eindämmung von Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen beginnen.

Im Jahr 2014 waren es noch rund 50.000 Leih- oder Zeitarbeiter weniger als 2015. In den Jahren davor schwankten die Zahlen zwischen 610.000 und 910.000. Das mittlere Bruttogehalt von Leiharbeitnehmern lag nach den jüngsten Zahlen bei 1.700 Euro – und somit deutlich unter dem Gehalt anderer Beschäftigter. »Im Vergleich dazu lag das Medianentgelt bei allen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten bei 2.960 Euro«, so die Regierung.

Fast zwei von drei Leiharbeitern arbeiteten zuletzt zu besonders niedrigen Löhnen. Sie lagen unter der Niedriglohnschwelle von rund 1970 Euro, also unter dem Lohn, der zwei Drittel des mittleren Gehalts der Beschäftigten insgesamt beträgt. 5,7 Prozent der Leiharbeitnehmer haben Anspruch auf ergänzende Leistungen und stocken ihr Gehalt mit Hartz IV auf. Nur jedes vierte Leiharbeitsverhältnis besteht neun Monate oder länger. 15 Prozent dauern 15 Monate, 12 Prozent über 18 Monate. Die Anfrage hatte der Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst gestellt. Die Domäne der Leiharbeit ist der Maschinen- und Fahrzeugbau. Insgesamt beschäftigte die Metall- und Elektroindustrie mit 36 Prozent die meisten Leiharbeitskräfte gemessen an allen Leiharbeitern. Allein im Maschinenbau sind 11 Prozent aller Leiharbeiter beschäftigt, im Fahrzeugbau 10 Prozent.

Linkenchef Bernd Riexinger sprach von einer »völligen Blamage« für die SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles. Der Linken-Politiker Ernst sagte: »Das Zweiklassensystem im Betrieb hat sich leider etabliert.« Er warf Nahles vor, ihre geplante Reform diene nicht im Ansatz dem Schutz der Leiharbeitnehmer. Trotz Reform werde fast niemand von einer besseren Entlohnung profitieren. »Die Ministerin streut den Betroffenen nur Sand in die Augen.« Der Entwurf sieht vor, dass Leih- oder Zeitarbeitnehmer künftig nach neun Monaten genauso wie die Stammbelegschaften bezahlt werden. Sie sollen längstens 18 Monate in demselben Betrieb arbeiten dürfen, ohne von diesem übernommen zu werden. Abweichungen per Tarifvertrag sollen möglich bleiben, auch für nicht tarifgebundene Unternehmen der betreffenden Branche. dpa/nd

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