Fred Maintz nimmt Stellung zur Wohnungszwangsräumung vom 17.10.16 in Marxloh!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) die Mitteilung des Kollegen Fred Maintz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=fred+maintz) über die rabiate Zwangsräumung mehrerer Häuser am 17. Oktober 2016 in Marxloh.

Wir haben diese Mitteilung nebst Stellungnahme der Ratsfraktion der Partei DIE LINKE in Duisburg dazu nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gestern spät abends nach 22 Uhr wurden in Marxloh mehrere Häuser ´wegen
Unbewohnbarkeit oder Brandschutzmängel´ rabiat von einer städtischen ´Task
Force´ geräumt. Beobachter sprechen von rücksichtslosem Vorgehen: ´Augenzeugen
bestätigten gegenüber unserer Redaktion, dass Frau und Kinder ohne Jacken,
Decken und Schuhe vor die Türe gesetzt wurden. Dann hätten Mitarbeiter
einer städtischen Tochtergesellschaft begonnen, die Haustüre und die
Kellereingänge zu verschließen.´(WAZ von heute)

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/raeumungswelle-in-marxloh-klagen-ueber-gewaltsames-vorgehen-id12283743.html

Nachstehend die Stellungnahme der Duisburger LINKE
Mit kollegialen Grüßen

Fred Maintz

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http://blog.kulturding.de/wp-content/uploads/2014/06/logo_die-linke_530x168.png  in Rat der Stadt Duisburg

Mitteilung an die Medien https://wipokuli.files.wordpress.com/2014/05/logo-die-linke.jpg

Duisburg, 18.10.2016

Rücksichtsloses und diekriminierendes Vorgehen der Verwaltung muss untersucht und ggf. geahndet werden

Zu den Berichten über die Räumung von Wohnungen in Marxloh nimmt die Vorsitzende der Linksfraktion, Martina Ammann-Hilberath, Stellung:

„Nach Gesprächen mit der Verwaltung über das Problem mit den sog. Schrottimmobilien in Marxloh hat sich unser bestehender Eindruck über kriminelle Strukturen von Menschen, die das Leid anderer ausnutzen und kräftig daran verdienen, bestätigt. Die Opfer sind diejenigen, die unter unwürdigen Verhältnissen wohnen und leben und gleichzeitig als Billigstarbeitskräfte ausgebeutet werden. Gegen solche kriminellen Verhältnisse muss man vorgehen.

Gleichzeitig muss aber auch klar sein, dass die Stadt Ersatzwohnungen für die Betroffenen anbietet, Gespräche führt und sensibel mit der Situation umgeht. Die Räumungsaktion erinnert an die schlimmsten antiziganistischen Verhältnisse der Nazizeit. Diese überfallartige, abendliche Räumung, die Rauswürfe ohne das Hab- und Gut, ist menschenverachtend. Hier kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Wir erwarten dass die Vorgehensweise untersucht wird und dass dieses Verhalten zu Konsequenzen führt. Wir wollen, dass das Antirassismusbüro (Aric) hinzugezogen wird und erwarten Aufklärung der Verwaltung zu der Räumungsaktion.“

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