Werner Schell teilt mit: „DER PFLEGENOTSTAND BLEIBT TROTZ PFLEGEREFORM BESTEHEN!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine wichtige Mitteilung des Herrn Werner Schell (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell). Darin teilt der Vorstand des PRO PFLEGE – SELBSTHILFENETZWERKS Aktuelles zum NEUSSER PFLEGETREFF mit, der am 26. Oktober 2016 stattgefunden hat.

Sehr gerne haben wir diese Mitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „GESUNDHEITSPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/gesundheitspolitik) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Werner Schell teilt mit:

 

http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/Bilder/Logo_ProPflege.PNG

 

 

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Initiative

Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

Tel.: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de

Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

 

Pressemitteilung vom 31.10.2016

Pflegenotstand bleibt trotz Pflegereform bestehen – Neusser Pflegetreff am 26.10.2016 verdeutlichte die Probleme

 

Bei der Pflegebegutachtung wird ab 2017 ein neues System Anwendung finden. Es wird auf fünf Pflegegrade abgestellt, mit denen die Menschen mit dementiellen Einschränkungen in das Leistungsgeschehen einbezogen werden. Dabei werden im Rahmen der Begutachtung die bisherigen Minutenrichtwerte bei den einzelnen Modulen keine Rolle spielen. Es werden andere differenzierte Bewertungen hinsichtlich der jeweiligen Einschränkungen maßgeblich sein. Streitige Beurteilungen sind auch in Zukunft absehbar. – Was aber entscheidend ist, wurde in einem kurzen Statement beim Pflegetreff am 26.10.2016 erneut erklärt: Die völlig unzureichenden Zuwendungszeiten des Pflegepersonals in den Einrichtungen bleiben durch das neue Begutachtungsinstrument völlig unberührt. Daher wird es bei den knappen vielfach beklagten Zuwendungszeiten in den Einrichtungen bleiben. Es ist folgerichtig zu fordern, dass ein neues Personalbemessungssystem für die Pflege eingeführt wird – JETZT. Darauf wird von hier seit vielen Jahren aufmerksam gemacht! – Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, hat beim Pflegetreff am 14.4.2015 gesagt: Ohne mehr Pflegepersonal wird der neue Pflegebegriff nicht umzusetzen sein. Richtig! Solchen Aussagen müssen aber auch pflegepolitische Taten folgen. Die bisherigen Reformansätze reichen nicht. Für uneingeschränkten Optimismus gibt es also (noch) keine Veranlassung.In der Filmdokumentation über den Pflegetreff am 26.10.2016 –  > https://www.youtube.com/watch?v=VWG1HZPfOA8&feature=youtu.begibt es dazu nochmals klare und konkrete Aussagen – Teilbericht von ca. 5 Minuten (Filmteil 1:35 – 1:40).

Siehe dazu auch das hiesige – weiter zutreffende – Statement beim Pflegetreff am 21.10.2015. Filmdokumentation: > https://youtu.be/qbyHRxX9ikk (7,30 Minuten). Die wesentlichen Aussagen:
– Mehr Pflegepersonal – jetzt und nicht später!
– Mehr Zeit für Zuwendung und Pflege ermöglichen.
– Der im PSG II vorgesehene § 113c SGB XI, der ein Personalbemessungssystem anspricht, reicht nicht!
– Mängel müssen abgestellt werden, auch im Hinblick auf den Einsatz der Betreuungskräfte nach § 87b SGB XI.

 

Werner Schell – Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Siehe auch unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=4&t=21846

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