Die Ver.di-Kolleginnen Astrid Matthiae & Brigitte Fronzek kämpfen gegen die Rohdung des Hambacher Forst und schreiben Frank Bsirske einen offenen Brief!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) sind wir ja auch im Bereich Mensch/Natur/Umwelt/Klima engagiert, wie Ihr es durch das Anklicken der nachstehenden Links aufrufen könnt:

http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=umwelt

http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=klima

http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/ !

Dies ist auch der klimaaktiven Ver.di-Gewerkschafterin Kollegin Astrid Matthiae augenfällig geworden. Sie ist mit nachstehender E-Mail und einem offenen Brief vom 02.11.16 an Frank Bsirske in Sachen „STOPPT DIE ROHDUNG DES HAMBACHER FORSTES“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=hambacher+forst), den sie gemeinsam mit der Kollegin Brigitte Fronzek verfasst hat, per E-Mail auf uns zugekommen, was wir als AK sehr begrüßen!

Ver.di und der Hambacher Wald muss für jede Gewerkschafterin und jeden Gewerkschafter ein Thema sein, zumal der Kollege Bsirske (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=frank+bsirske) stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei RWE ist!

https://i.ytimg.com/vi/CWTWqV5SPCM/maxresdefault.jpg

Wir haben die E-Mail der Kollegin Matthiae und den offenen Brief nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Unterstützung auf unsere Homepage gepostet.

Wir sagen der Kollegin Matthiae ein herzliches Dankeschön und versprechen, dass wir am Thema dranbleiben!

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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„Lieber Kollege Manni,

mit großen Respekt vor Deiner Arbeit als Gewerkschafter (Stichwort Widerstand gegen Privatisierung) und als ver.di-Mitglied erlaube ich mir, Dir den Link zu einem Film zu schicken, der vor wenigen Tagen (10.11.16) im WDR gelaufen ist.
Bitte sehe ihn Dir möglichst bald an.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/tag-sieben/video-klimaschuetzer-gegen-stromriesen—vom-widerstand-im-rheinischen-revier—100.html https://deref-gmx.net/mail/client/fY2InUuH-Wo/dereferrer/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww1.wdr.de%2Fmediathek%2Fvideo%2Fsendungen%2Ftag-sieben%2Fvideo-klimaschuetzer-gegen-stromriesen—vom-widerstand-im-rheinischen-revier—100.html

Zusätzlich findest Du im Anhang einen Offenen Brief an Frank Bsirske (in seiner Eigenschaft als ver.di-Chef u. stellvertr.AR-Vors. von RWE) mit der Aufforderung, sich für ein Ende der Rodungen im Hambacher Forst einzusetzen. (Eine Woche zuvor ging eine Mail an F.B., die er nicht beantwortet hat)
Wir sind als Mitglieder der Gewerkschaft ver.di letztlich alle mitverantwortlich für den Pro-Kohle-Kurs unserer Gewerkschaft.

Kurz zu mir: ich gehöre zu einem Netzwerk von klimaaktiven Gewerkschafter/Innen, die sich u.a. kritisch mit der Klimavergessenheit unserer Gewerkschaft auseinandersetzen. Wir sind seit Frühjahr 2015 kontinuierlich aktiv.
Vielleicht hast Du auch unsern Aufruf „Klima retten! ver.di´s Pro-Kohle-Kurs endlich beenden“ bei WeAct/Campact unterschrieben,
mit dem wir unserem Änderungsantrag zum L001 (Energie + Klima) Rückenwind verliehen haben. (Du findest das noch im Netz)
Das Ergebnis L001 vom 17.3.2016 findest Du ebenfalls im Anhang. (Die wichtigsten Passagen zu finden von Zeile 134 – 176)

So, das ist jetzt viel Holz.
Zum Schluss noch ein Termin: morgen, 13. 11. ist wieder eine Waldführung mit dem Waldpädagogen Michael Zobel im Hambacher Forst (Details bitte büschen suchen ). Danach wieder am 11. Dez.

Da sich der AK Gewerkschafter/Innen Aachen ja auch mit Umweltthemen befasst, hab ich gedacht, ……

Nun erst mal mit solidarischem Gruß
Auf eine Reaktion freut sich

Astrid Matthiae (wurde gerade wegen meiner 25-jährigen Mitgliedschaft in ver.di Hamburg, FB 8/13, geehrt; meine Zeit als Ötv-Mitglied bei den Hamburger Wasserwerken hatten sie nicht mitgezählt, aber sei es drum)

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OFFENER BRIEF

Astrid Matthiae

astridmatthiae@gmx.de

Dr. Brigitte Fronzek

brigitte-fronzek@web.de

Hamburg / Elmshorn, den 2.11.2016

 

An den

Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft ver.di

Stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden RWE

Frank Bsirske

Per email

Betr.: Rodung des Hambacher Waldes durch RWE / sofortiger Stopp!

Lieber Kollege Frank,

wir (ver.di Mitglieder und Mitinitiatorinnen des Änderungsantrages zur ver.di Energiepolitik) wenden uns an Dich in Deinen beiden o.g. Funktionen. Bereits mehrere Rodungen im Hambacher Wald hast Du geschehen lassen ohne einzugreifen. Dabei bist gerade Du in einer Position, den noch vorhandenen Rest des Hambacher Waldes zu retten.

Worum geht es?

Seit Jahrzehnten wird der Hambacher Wald für Braunkohle vernichtet, Stück für Stück. Von ursprünglich 4500 ha sind jetzt noch 800 ha vorhanden. Dieses Vernichtungswerk will RWE trotz aller Beschlüsse zum Klimaschutz immer weiter fortsetzen.

Der Hambacher Wald ist tausende Jahre alt. Wenn RWE seine Rodungsaktionen fortsetzt, richtet „Dein“ Konzern einen Schaden an, der nie wieder gut zu

machen ist! Es geht jetzt – wie in jeder Rodungssaison – um Tausende von Bäumen; darunter aber vor allem um ca. 8000 Bäume aus alten Eichen- und Buchenbeständen, jeder mindestens 150 Jahre alt. Wir fragen Dich: Bist Du schon einmal vor Ort gewesen und hast Dir kompetent erklären lassen, was diese Rodung bedeutet?

Unsere Gewerkschaft hat sich in ihren neuesten Beschlüssen dem Klimaschutz verpflichtet (s. L001 in der Fassung des Gewerkschaftsrates vom 17.3.2016). *)

Wichtigster Teilbaustein ist der schnellstmögliche Ausstieg aus der Braunkohle. Zum anderen ist für die dringend notwendige CO2 Reduktion nicht nur der Erhalt von Wäldern, sondern vielmehr auch eine massive Aufforstung unerlässlich. Die Rodung eines uralten Waldes für den Braunkohletagebau ist deshalb ein doppelter IrRWEg!

Nur zur Erinnerung: im L001 in der Fassung des Gewerkschaftsrates heißt es außerdem:

„Auch vertritt ver.di die Auffassung, dass die Umweltbelastungen bei der Gewinnung von Energierohstoffen, (…..) entscheidend berücksichtigt werden müssen, weshalb alle Energierohstoffabbaustätten in Deutschland auf den Prüfstand gestellt werden müssen“.

Als Arbeitnehmervertreter und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender im Aufsichtsrat von RWE hast Du – auch im wohlverstandenen Interesse der Beschäftigten – die Pflicht, die entstehenden Umweltbelastungen zu prüfen.

Auch bist Du laut L001 verpflichtet, Sorge dafür zu tragen, dass die Belastung für die betroffenen Anwohner/Innen angemessen berücksichtigt wird.

Wir gehen fest davon aus, dass Du im Hinblick auf diese Beschlusslage alles dafür tun wirst, diesen Wahnsinn zu stoppen! Teile uns bitte zeitnah mit, was Du zum Schutz des Hambacher Waldes vor den RWE Baggern unternimmst. Wir sind gern bereit, Dich dabei zu unterstützen.

Mit solidarischen Grüßen

Astrid und Brigitte“

*) Link wurde vom AK-Koordinator gepostet:

https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++91e428da-ed07-11e5-a7c0-5254008a33df

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