BBU-Pressemitteilung: Neue Uranmüll-Lagerhalle in Gronau: Veto der NRW-Atomaufsicht ist gefordet!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über den Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz) eine gemeinsame Presse-Erklärung vom BBU und dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, sowie den Arbeitskreisen Umwelt Gronau und Umwelt Schüttorf erhalten.

Diese wichtige Pressemitteilung ist betitelt mit:

„Neue Uranmüll-Lagerhalle in Gronau: Veto der NRW-Atomaufsicht ist gefordert!“

Wir haben diese Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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Pressemitteilung vom 24.11.2016

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf

Gronau/Schüttorf/Münster, 24. November 2016

Pressemitteilung

Neue Uranmüll-Lagerhalle in Gronau:
Urenco bleibt bei Inbetriebnahme-Termin „1. Halbjahr 2017“
Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Veto der NRW-Atomaufsicht

Der auch in Gronau ansässige Urananreicherer Urenco plant weiterhin, die
neue Uranmüll-Lagerhalle für die zeitlich unbefristete Lagerung von 60
000 Tonnen Uranoxid auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage Gronau
im 1. Halbjahr 2017 in Betrieb zu nehmen. Der konkrete
Inbetriebnahmeantrag liegt der Atomaufsicht in Düsseldorf aber noch
nicht vor. Das hat die NRW-Landesregierung dem Aktionsbündnis
Münsterland gegen Atomanlagen mitgeteilt.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen fordern von der NRW-Landesregierung, die
Eröffnung des neuen Atommülllagers in Gronau zu stoppen, und zunächst
einen verbindlichen Stilllegungsfahrplan für die Urananreicherung in
Gronau vorzulegen. Erst im Sommer hatte Bundesumweltministerin Hendricks
der NRW-Landesregierung Gespräche zur Stilllegung der
Urananreicherungsanlage angeboten. Ein erster Gesprächstermin hat
bereits stattgefunden.

„Die NRW-Landesregierung darf durch eine Inbetriebnahme des
Uranmüll-Lagers jetzt keine Fakten schaffen, die eine Stilllegung
deutlich erschweren würden. Der Fahrplan muss klar sein: Zunächst die
Beendigung der Urananreicherung verbindlich festlegen und dann die
Zukunft des Atommülls in Gronau völlig neu aufrollen. Wenn die Urenco
nach eigenen Angaben sowieso erst 2019 die ersten Einlagerungen
vornehmen möchte, ist der zeitliche Spielraum auch da,“ forderte
Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

„Es ist absolut unverständlich, wenn in wenigen Monaten mitten im
Münsterland ein neues Atommüll-Lager öffnen würde, das weder gegen
Flugzeugabstürze gesichert ist und über keinerlei Beschränkung der
Lagerungsfrist verfügt. Wir befürchten deshalb weiterhin, dass in Gronau
de facto ein oberirdisches Uran-Endlager entsteht, wenn die
Landesregierung als Atomaufsicht nicht die Notbremse zieht. Ein neues
Atommüll-Desaster wie in Jülich braucht niemand in NRW,“ so Udo Buchholz
vom Arbeitskreis Umwelt Gronau.

Am Sonntag, 4. Dezember, protestieren um 14 Uhr wieder
AtomkraftgegnerInnen beim nächsten traditionellen Sonntagsspaziergang an
der Urananreicherungsanlage Gronau. Weitere Proteste sind in Vorbereitung.

Kontakt:
Udo Buchholz (AKU Gronau): Tel. 02562-23125
Christina Burchert (AKU Schüttorf): Tel. 0171-2804110
Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen): Tel.
0176-64699023

Weitere Infos:
www.sofa-ms.de, www.urantransport.de,
https://www.facebook.com/AKU.Schuettorf

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