BBU-Pressesprecher teilt mit: Neuer Brennelementetransport von Lingen zum AKW-Doel! Scharfe Kritik am Bundesumweltministerium!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

über den Pressesprecher des BBU, dem Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz)

http://www.solarify.eu/wp-content/uploads/2016/01/Udo-Buchholz-BBU-Foto-%C2%A9-BBU.jpg

haben wir die Pressemitteilung des Bündnisses gegen Atomenergie unter dem Titel erhalten:

„Neuer Brennelementetransport von Lingen zum AKW Doel!“

http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=rissereaktoren

In dieser Pressemitteilung wird unter anderen scharfe Kritik am Bundesumweltministerium geübt.

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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BBU-Pressesprecher Udo Buchholz teilt mit:

IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in
sozialer Verantwortung)
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen
Elternverein Restrisiko Emsland
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
AntiAtomBonn
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie
Lingen/Berlin/Bonn/Aachen, 6. Dezember 2016

Neuer Brennelementexport von Lingen zum AKW Doel:
Scharfe Kritik an Bundesumweltministerium
Anti-Atom-Initiativen fordern Rücknahme der Genehmigung

Ungeachtet der öffentlichen Kritik der Bundesregierung am Weiterbetrieb
der Schrottreaktoren im belgischen Doel bei Antwerpen ist am 25.
November erneut mit Billigung des Bundesumweltministeriums ein
Brennelement-Transport von der niedersächsischen Brennelementefabrik in
Lingen nach Doel gerollt. Das geht aus der aktuellen Transportliste auf
der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hervor (Seite 7):

http://www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/fachinfo/ne/transportgenehmigungen.pdf?__blob=publicationFile&v=53

Schon im Juni und August waren jeweils vier Brennelementtransporte von
Lingen nach Doel gerollt – laut Transportliste des BfS ist bis April
2018 noch mit rund 40 weiteren Brennelementtransporten zu rechnen. Diese
werden per LKW im normalen Verkehr und üblicherweise ohne Begleitschutz
über die Autobahnen abgewickelt.

Die Umweltverbände und Anti-Atomkraft-Initiativen sind entsetzt, dass
sich die Bundesregierung damit weiterhin mitverantwortlich macht für den
ungestörten Weiterbetrieb der äußerst brisanten Schrottreaktoren in
Doel. Sie fordern von Bundesumweltministerin Hendricks die sofortige
Rücknahme der Genehmigung und die Einstellung der Brennelement-Exporte.

Die Ärzteorganisation IPPNW hatte im Sommer ein Rechtsgutachten
vorgelegt, wonach die Brennelementexporte von Lingen für die belgischen
und französischen Pannenreaktoren Doel, Cattenom und Fessenheim gegen
das Atomgesetz verstoßen, weil nach § 3, Absatz 3, Nr. 2 Atomgesetz
gewährleistet sein müsse, dass die „auszuführenden Kernbrennstoffe“
nicht in einer „die innere oder äußere Sicherheit der Bundesrepublik
Deutschland gefährdenden Weise verwendet werden“. Der Betrieb dieser
Schrottreaktoren stellt selbst nach Aussage von Ministerin Hendricks
eine enorme Gefährdung dar.

„Die aktuellen Brennelementexporte verstoßen eindeutig gegen das
Atomgesetz und zeigen, dass die Bundesumweltministerin ihre eigene
öffentliche Kritik an den belgischen Schrottreaktoren nicht ernst nimmt.
Es ist dringend Zeit, diese Unkultur des Wegschauens und der Förderung
der Atomenergie zu beenden, und die Export- und Transportgenehmigung
umgehend zu widerrufen,“ forderte Dr. Angelika Claußen von der
Ärztevereinigung IPPNW.

„Die Brennelementeproduktion von Areva in Lingen ist ein Auslaufmodell,
im Sommer haben die Landesumweltminister einstimmig die Stilllegung der
Atomanlage im Emsland sowie der Urananreicherungsanlage in Gronau
gefordert – das hat jetzt Priorität und nicht neue
Hochrisiko-Atomexporte nach Belgien und Frankreich,“ so Matthias
Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Kontakt:

Dr. Angelika Claußen (IPPNW): Tel. 0521–152213, 0172–5882786
Udo Buchholz (BBU): Tel. 02562–23125
Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen): Tel.
0176–64699023
Anika Limbach (AntiAtomBonn): Tel. 02206–910579

Weitere Informationen:

www.ippnw.de
www.bbu-online.de
www.urantransport.de
www.bi-luechow-dannenberg.de
www.antiatombonn.de
www.sofa-ms.de
www.stop-tihange.org,
www.lbu-niedersachsen.de

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