Dirk Momber und AK-Gewerkschafter versus IG-Metall-Artikel!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis- (AK-) Mitglied Dirk Momber (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=dirk+momber) hat sich mit dem Artikel aus der IG-METALL-ZEITUNG (Ferbruar-Ausgabe 2017) unter dem Titel „Die Populisten und ihre falschen Versprechen“ auseinandergesetzt.

                                                       http://igmetall-wuppertal.de/wp-content/uploads/2017/01/02_Titel_mz_17_01_klein.jpg

Den Beitrag als solchen könnt Ihr direkt als PDF durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen:

https://www.igmetall.de/20170201_metall_2_2017_0ff61e615be7c415f97a7904636b7cb43608ddc8.pdf !

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Dazu hat Dirk Momber wie folgt einen Leserbrief verfasst:

 

Dirk Momber

Stestert Str. 81

B- 4731 Eynatten, den 09.02.2017

 

 

METALLZEITUNG Redaktion

Wilhem-Leuschner-Straße 79

60329 Frankfurt am Main

auch als Mail an metallzeitung@igmetall.de

 

 

Betr.: Zum Artikel in der Metallzeitung vom Februar 2017

 

 

Die Populisten und ihre falschen Versprechen von Jan Chaberny und Fabienne Melzer

Populisten mag von uns wohl niemand, dabei sind sie wohl in allen Parteien und Gewerkschaften vertreten. Und wenn es heißt, auf Stimmenfang zu gehen, werden Sie meist an der vordersten Front gestellt!

Was mich stört an Ihrer Berichterstattung ist die Tatsache, dass Sie, um dem entgegen zu wirken, unverhohlen Partei für eine ungezügelte Globalisierung ergreifen.

Ob dies jetzt Ihrer Jugend geschuldet ist oder der so oft gerühmten Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, lasse ich dahingestellt sein.

Fakt ist, dass im ausgehenden 20. Jahrhundert – sprich in den 1990 Jahren – Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände mit einem weinenden Auge zusahen, wie unsere Stahlindustrie im Ruhrgebiet demontiert wurde und in China und Indien wieder aufgebaut wurde, einschließlich der kompletten Zulieferindustrie.

Bei den Arbeitgeberverbänden wurden dann lediglich nur „Krokodilstränen“ geweint. Und dies deshalb,  weil die Arbeitgeber ihr Kapital nutzten, um die abgebauten Industrieanlagen in den Billiglohnländern wieder aufbauen zu lassen.

Die Produktion wurde im Anschluss dort für die selben Eigentümer zu niedrigeren Löhnen und ohne Umwelt- und Sozialstandards fortgesetzt.

So setzte sich das in allen Produktionsbereichen in den Folgejahren fort!

Während Politik, Gewerkschaften, BDI, Groß- und Außenhandelsverband uns erklärten, dass wir für die noch verbleibenden Arbeitsplätze Lohnverzicht, Verzicht auf das 13. Monatsgehalt, Arbeitszeitverlängerung und Flexibilisierung in Kauf zu nehmen hätten,

schmolzen auch diese Arbeitsplätze dahin. Die Arbeitslosigkeit stieg an, der 2. Arbeitsmarkt wurde eingeführt und hebelte die Tarifautonomie aus.

Seit den 1990 Jahren hat die Globalisierung weder den Arbeitern in Europa, noch den Arbeitern in den Billiglohnländern höhere Sozialstandards beschert. Ein unregulierter globalisierter Markt führt nur zum Raubbau durch das Kapital und führt hier wie dort zu breiter Armut.

Aber wer fast 30 Jahre das Spiel des Kapitals mit getragen hat, der kann jetzt nur schlecht zurückrudern. Vermutlich deswegen ergreift die IGM jetzt wohl auch Partei für Mercedes und BMW, die lieber in Mexiko als in USA produzieren und dann Ihre Unternehmenssteuern in Irland zahlen und nicht in Deutschland!

Wo hat denn da überhaupt in Deutschland jemand etwas davon?

Die Flucht vor Steuern, Sozialverpflichtung und Umweltauflagen sind immer wieder der Grund, um die Globalisierungskarte zu ziehen.

Und die Sozialpartner (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände), sowie die Politik müssen dabei vorgeblich machtlos zuschauen.

Funktionäre aus Politik und Gewerkschaft kann man dann einige Jahre später in den Aufsichtsräten der Wirtschaft wiederfinden.

Wenn das kein praktizierter Lobbyismus ist, dann weiß ich nicht, was denn praktizierter Lobbyismus sein soll!?

 

 

Dirk Momber

IGM-Mitglied & Mitglied im Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK)

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Diesen Leserbrief wollen wir nach Abstimmung mit Dirk Momber auf unserer öffentlichen AK-Sitzung vom gestrigen Abend auch als Stellungnahme zur DGB-Vorstandsantwort in Sachen CETA und TTIP (http://www.ak-gewerkschafter.de/2017/02/06/der-bundesvorstand-des-dgb-hat-unsere-anfrage-in-sachen-ceta-ttip-beantwortet/) verstanden wissen.

 

 

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

http://www.ak-gewerkschafter.de/wp-content/uploads/2010/10/faust1.gif
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