BBU-Pressemitteilungen vom 24.03.17 zu Niedersachsens Fracking-Einstieg u. 40 Jahre Hochleistungsmotor ANTI-ATOMBEWEGUNG!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

und wieder hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Pressemitteilung des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu) über dessen Vorstandsmitglied und Pressesprecher, Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz) erreicht.

Die erste ist betitelt mit „Kritik an Niedersachsens Einstieg in die Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten!“. Auch als AK haben wir zu diesem Thema massivst protestiert, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufebn und nachlesen könnt:

http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=fracking

http://www.greenberg-art.com/.Toons/.Toons,%20Environ/qqxsg%20FrackSeeNoUS.jpg

(Karikatur aus: http://www.greenberg-art.com/.Toons/.Toons,%20Environ/FrackNoSee.html)

Die zweite ist betitelt mit „40 Jahre Hochleistungsmotor der internationalen ANTI-ATOM-BEWEGUNG!“.

Wir haben diese PRESSEMITTEILUNG im DOPPELPACK nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

http://www.bbu-online.de/images/Logo/RZ_BBU_LOGO_4C.jpg  https://robertkoop.files.wordpress.com/2015/12/udo_buchholz.jpg?w=210&h=118

(Rechtes Foto aus https://robertkoop.wordpress.com/tag/udo-buchholz/)

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BBU-Pressemitteilung Nummer 1 vom 24. März 2017 unter dem Titel:

Kritik an Niedersachsens Einstieg in die Förderung von Gas aus unkonventionellen Lagerstätten!

(Bonn, Hannover, Lüdersfeld, 24.03.2017) Mit Empörung hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) auf die erteilte Bohrgenehmigung für die Firma Lauenhagengas reagiert. Geplant ist die Förderung der Kohflözgasvorkommen im niedersächsischen Lüdersfeld. Hatte die niedersächsische Landesregierung bislang eine kritische Haltung zur Gasförderung in unkonventionellen Lagerstätten an den Tag gelegt, zeigt sich jetzt, dass sie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) bei Bohrgenehmigungen problemlos gewähren lässt. Davon profitieren die Gasförderunternehmen, während Mensch und Natur das Nachsehen haben. Der BBU fordert die Landesregierung auf, dem ein Ende zu bereiten.

In der Fracking-Diskussion hatte die Landesregierung versucht, Tight-Gas-Reservoirs zu konventionellen Lagerstätten zu erklären und damit einem Fracking-Verbot in diesen Gesteinsschichten zu entgehen.

Doch diese Argumentation greift hier nicht: Bei den Kohleflözgasvorkommen handelt es sich eindeutig um unkonventionelle Lagerstätten, deren Erkundung und Ausbeutung sich verbieten sollte. Doch auch hier gibt Niedersachsen nun den Startschuss.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu:

„Erfahrungen damit sind in Deutschland praktisch nicht vorhanden. Dennoch wird leichtfertig ohne jede Umweltverträglichkeitsprüfung oder Öffentlichkeitsbeteiligung die Genehmigung erteilt. Die Region Schaumburg wird so zum Freilandexperiment. Dabei ist gerade dieser Standort denkbar ungeeignet. Die geringe Tiefenlage bietet kaum eine Überdeckung. Der Standort ist vom früheren Kohlebergbau zerrüttet und schon heute lassen sich Methanausgasungen aus dem Untergrund beobachten.“

Offenbar wiederholt das Land die Fehler, die schon zur verborgenen Etablierung des Frackings führten. Anstatt die Folgen einer Technik vorab zu ermitteln und zu bewerten, wird ohne Hemmungen losgebohrt.

Damit werden Fakten und künftige Standards geschaffen, die sich kaum noch korrigieren lassen. Es stellt sich auch die Frage, wer für mögliche Schäden dieser Gasförderung aufkommt.

Während das LBEG von einer umfassenden Beteiligung des Landkreises spricht, wurde diesem nach Informationen des BBU der Bohrbetriebsplan jedoch gar nicht vorgelegt. Zugleich ist dem BBU unverständlich, wie Wasserbehörde und Landrat auf dieser lückenhaften Basis ihr Einvernehmenerklären können, auf das sich das LBEG nun bezieht.

Der BBU fordert daher die niedersächsische Landesregierung auf, das LBEG anzuweisen, die Bohrgenehmigung unverzüglich zurückzunehmen.

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BBU-Pressemitteilung Nummer 2 vom 24. März 2017 unter dem Titel:

40 Jahre Hochleistungsmotor der  bundesweiten und internationalen ANTI-ATOM-BEWEGUNG!

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat die
Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg als
„Hochleistungsmotor der bundesweiten und internationalen
Anti-Atomkraft-Bewegung“ bezeichnet. Anlass dieser Würdigung ist der 40.
Geburtstag der wendländischen Bürgerinitiative, der am Samstag (25. März
2017) in den Trebeler Bauernstuben gefeiert wird.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg gehört bundesweit zu
den ältesten Anti-Atomkraft-Initiativen und sie ist auch schon seit
vielen Jahren im BBU organisiert.

Mit vielfältigen kreativen Aktionen und immer neuen Protesten hat die
Bürgerinitiative immer wieder gegen Atomkraftwerke und Atomanlagen im
ganzen Bundesgebiet, aber auch im Ausland, sowie speziell auch gegen den
Bau und Betrieb von Atommüll-Anlagen und Atommüll-Lagern im Wendland bei
Gorleben demonstriert. Dabei konnte der Bau einer
Wiederaufarbeitungsanlage für Atommüll (WAA) ganz verhindert werden und
das Atommüll-Endlager im maroden Salzstock bei Gorleben konnte bis heute
verhindert werden. Breiten Widerstand gab und gibt es zudem immer wieder
bei Aktionen gegen Atommüll-Transporte nach Gorleben. Dabei wurde die
Bürgerinitiative immer wieder von zahlreichen Anti-Atomkraft-Initiativen
aus Niedersachsen sowie aus dem ganzen Bundesgebiet unterstützt.
Unterstützung kam zudem auch aus anderen Ländern wie z. B. aus den
Niederlanden, Frankreich oder Russland.

Udo Buchholz vom Vorstand des BBU betont, „dass es fast unglaublich ist,
welche Kraft und Energie die Mitglieder der Bürgerinitiative in den
letzten 40 Jahren aufbringen mussten, um immer wieder der Atomindustrie
und den Verantwortlichen in der Politik die Stirn zu bieten. Und
bewundernswert ist an der BI Lüchow-Dannenberg, dass sie nicht nur gegen
die Atomanlagen in Gorleben kämpft, sondern dass die BI auch den
Widerstand gegen Atomanlagen in anderen Regionen aktiv unterstützt.“

Buchholz spricht aus eigener, dankbarer Erfahrung. Als Nachbar der
bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage konnte er wiederholt
Mitglieder der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg im
westfälischen Gronau begrüßen. Buchholz selber war übrigens vor genau 33
Jahren erstmals in Gorleben. Am 24. März 1984 hatten 12 – 13.000
Atomkraftgegner/innen im Wendland eine Menschenkette quer durch den
Landkreis Lüchow-Dannenberg gezogen, um damit gegen drohende
Atommülltransporte nach Gorleben zu demonstrieren.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg hat schon lange vor
den Atomkatastrophen von Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima vor den
Gefahren der Atomenergie gewarnt. Nach dem Motto „Besser spät als nie …“
wäre die Politik gut beraten, endlich auf die Warnungen der
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und anderer Initiativen
sowie des BBU zu hören und mit sofortiger Wirkung die Stilllegung aller
AKW und Atomfabriken zu veranlassen.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz wünscht der BI
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg weiterhin viel Kraft und Energie für das
weitere Engagement. „Ich bin mir sicher, dass man noch von vielen bunten
Aktionen der BI hören wird“, so Buchholz.

Den 40. Geburtstag der Bürgerinitiative dürfen alle mitfeiern, die am
Samstag bis zum Einlass um 18 Uhr noch BI-Mitglied werden oder den Pass
der Freien Republik Wendland vorlegen. Ein knallroter Feuerwehrbus mit
dem Schild „Einsatzleitung“ fungiert an dem Abend vor den Trebeler
Bauernstuben als Passstelle.

Weitere Informationen über die Geschichte und aktuelle Arbeit der
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, sowie Aufnahmeanträge,
ein Spendenkonto und weitere Terminhinweise findet man unter
http://www.bi-luechow-dannenberg.de.

Engagement unterstützen

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter

http://bbu-online.de, telefonisch unter 0228-214032. Die
Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72
<http://www.facebook.com/BBU72>. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str.
55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um
Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

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