CAMPACT macht Druck auf die Jamaica-Koalitionsverhandlungen zur Aufnahme des schnellen Ausstiegs aus der Kohleenergie!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine weitere Kampagne von CAMPACT (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=campact) erreicht.

Darin weist CAMPACT auf die vorhandenen Diskrepanzen bei der Bildung einer Regierungskoalition aus CDU, CSU, FDP und GRÜNEN in Sachen „schneller Ausstieg aus der Kohleverstromung“ hin.

Diese könnte in Hinblick auf den herrannahenden Klimagipfel in Bonn zur Blamage für Deutschland werden.

CAMPACT will nunmehr durch die in seiner Mitteiloung enthaltenen Kampagne Druck machen, damit der „schnelle Ausstieg“ zum Gegenstand des Koalitionsvertrages wird.

Wir haben die komplette Mitteilung zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung nachstehend auf unsere Homepage und in die Kategorie „KAMPAGNEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/kampagnen/) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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CAMPACT informiert und ruft auf:

 
 
 
 
 
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Das Kohle-Spiel

Jamaika heißt auch: Kampf um den Kohleausstieg. Die Grünen könnten am schwarz-gelben Block scheitern. Doch wir haben die Chance, das Spiel zu drehen: Während sich die Koalition aufstellt, ist Weltklimagipfel in Bonn. Dort wollen wir eine spektakuläre Aktion starten – und so den Ausstieg aus dem Klimakiller Kohle in den Jamaika-Vertrag bringen! Unterstützen Sie den Protest bitte jetzt mit Ihrer Spende.

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Lieber Manni Engelhardt,

aktueller Spielstand in Sachen Klima-Killer Kohle: 3 zu 1. Die Grünen haben einen schnellen Ausstieg versprochen – doch CDU, CSU und FDP wollen ihn nicht. Eine schwierige Lage für die Grünen auf dem Weg nach Jamaika. Zudem drängen Energiekonzerne und Kohle-Gewerkschaften darauf, dass alles bleibt, wie es ist – sie wollen ihre Kraftwerke retten. Es droht ein lahmer Kompromiss, der nichts bewegt. Obwohl die Hälfte der Kraftwerkskapazität locker abschaltbar wäre, könnten nur ein paar alte Kleinkraftwerke vom Netz gehen. Doch das reicht nicht.

Wir haben eine einmalige Chance, die Kräfteverhältnisse zu ändern: Während Jamaika verhandelt, läuft in Bonn der Weltklimagipfel. Dort droht Gastgeberin Angela Merkel eine Blamage: Deutschland wird seine Klimaziele für 2020 krachend verfehlen.[1] Die Kanzlerin hofft, dass das keiner merkt: Im Wahlkampf konnte sie sich beim Klimaschutz durchmogeln. Doch wenn in Bonn Tausende auf die Straße gehen und unter den Augen der Weltöffentlichkeit das Ende der dreckigen Kohle fordern, fliegt Merkel auf. Wenn sie ihren Ruf als „Klimakanzlerin“ retten will, muss sie sich in den Koalitionsverhandlungen stark bewegen – und Kohlekraftwerke stilllegen. Nur so ist das Klimaziel noch zu schaffen.

Unser Plan: Kurz vor dem Klimagipfel, am 4. November, füllen tausende Menschen aus allen Teilen der Welt die Straßen in Bonn. Die Tagesschau zeigt unzählige große, schwarze Ballons über ihren Köpfen – sie sind symbolisch gefüllt mit CO2 aus den Kraftwerken im rheinischen Kohlerevier. Am Ende formen wir daraus einen meterhohen Schriftzug: „End Coal!“ – Schluss mit der Kohle!

Doch die Sache eilt. Ein starkes Bündnis aus Umweltverbänden haben wir bereits zusammen. Damit jetzt alles gelingt, müssen wir sofort loslegen: mit zehntausenden Flyern und Plakaten für die Demo in Bonn werben, Busse und eine Bühne organisieren, die riesigen Ballons besorgen. Starten können wir aber erst, wenn wir insgesamt 30.000 Euro haben. Bitte unterstützen Sie uns dabei: Ermöglichen Sie die Aktion mit Ihrer Spende. Schon mit 5 Euro helfen Sie enorm!
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1998 wollten die Grünen den Ausstieg aus der Atomkraft durchsetzen. Damals stand während der Verhandlungen mit der SPD niemand auf der Straße. Das Ergebnis war dann auch denkbar mager: In sieben Jahren Rot-Grün gingen nur zwei von 19 Atomkraftwerken vom Netz – und dann auch noch die kleinsten. So darf es nicht nochmal laufen.

Genau deshalb müssen wir uns jetzt einschalten. Die Gelegenheit ist einmalig: Dass eine Weltklima-Konferenz in Deutschland stattfindet, kommt einmal in Jahrzehnten vor – zuletzt vor mehr als 20 Jahren. Dass sie mit den Koalitionsverhandlungen zusammenfällt, ist ein großes Glück. Dazu kommt: Der Tagungsort Bonn liegt in direkter Nähe zu einem der größten Tatorte des Klimawandels – den Schloten und Gruben des rheinischen Braunkohlereviers. Hier können wir zeigen: Wer das Klima schützen will, muss die Kohle stoppen – und Meiler für Meiler abschalten.

Unsere Aktion in Bonn ist Teil eines ganzen Protest-Wochenendes: Nach unserer Demonstration wollen tausende Klima-Aktivist/innen unter dem Motto „Ende Gelände“ friedlich die Braunkohlebagger im Rheinland besetzen und damit ein Ende der Kohle fordern. Campact hat sich gemeinsam mit dem BUND, Oxfam, den Naturfreunden Deutschlands und vielen weiteren Umweltverbänden solidarisch mit den Kohle-Blockierer/innen erklärt. Denn friedliche Aktionen zivilen Ungehorsams sind für uns ein essenzieller Bestandteil einer streitbaren Demokratie.

Ein deutscher Kohleausstieg wäre auch international ein wichtiges Signal. Denn leider steht die Energiewende bei uns zurzeit ramponiert da: Die CO2-Emissionen stagnieren seit zehn Jahren. Schuld ist die Kohle – und ihre Lobby. Macht jetzt eines der größten Industrieländer der Erde ernst und belässt die Kohle im Boden, ist das eine Inspiration für viele Länder auf dem Globus. Das Comeback der Energiewende wäre möglich.

Deswegen wollen wir jetzt mit dem starken Protest Jamaika auf einen raschen Kohleausstieg verpflichten. Damit uns das gelingt: Packen Sie bitte mit an und stärken Sie den Protest mit Ihrer Spende. Schon mit 5 Euro bringen Sie die Demo weit nach vorne!
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Herzliche Grüße
Luise Neumann-Cosel, Campaignerin

PS: Mit der AfD zieht eine Partei in den Bundestag, die den Klimawandel leugnet.[2] Umso wichtiger ist, dass sich die neue Regierung klar aufstellt – und aus der Kohle aussteigt. Gemeinsam können wir den Anstoß geben.

Bitte spenden Sie jetzt
Falls Sie das bevorzugen, können Sie Ihre steuerlich abzugsfähige Spende auch direkt auf unser Aktionskonto überweisen:

Campact e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE18 2512 0510 6980 1308 81
BIC BFSWDE33HAN

[1] „Klimaziel außer Reichweite“, Süddeutsche Zeitung, 7. September 2017
[2] „Kein Klimawandel mit der AfD“, Klimaretter.info, 25. April 2017

 
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