BBU informiert: Antiatomkraft-Initiativen stellen Forderungen an die Regierungsbildung!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir wieder über den Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu), dem Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz), eine wichtige Pressemitteilung erhalten.

Diese ist betitelt mit „Thesenanschlag in Hannover / Antiatomkraft-Initiativen stellen Forderungen!“

Wir haben diese Pressemitteilung, die eine Forderung an die aktuelle Regierungsbildung darstellt, nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage und in die Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=atompolitik) gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

https://www.noz.de/media/2017/09/11/rog-4849_201709111605_full.jpg

(Foto des BBU zeigt die Demo vom 09.09.17 in Lingen.)

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Pressemitteilung des BBU vom 01.11.2017

Thesenanschlag in Hannover / Anti-Atomkraft-Initiativen stellen Forderungen

(Bonn / Hannover, 01.11.2017) Der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) begrüßt den Thesenanschlag niedersächsischer
Anti-Atomkraft-Initiativen. Mit Blick auf die aktuelle Regierungsbildung
in Hannover fordert der BBU ebenso wie die Bürgerinitiativen, dass das
Thema Atomausstieg verstärkt auf die politische Tagesordnung gesetzt
werden muss. Nach Angaben von BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz „müssen
die niedersächsischen Atomkraftwerke in Lingen und Grohnde sofort
stillgelegt werden, ebenso die Brennelementefabrik in Lingen, die
beispielsweise auch belgische Atomkraftwerke mit Nuklearbrennstoff
beliefert. Und beim Themenfeld Atommüll bestehen vielschichtige und
drängende Handlungsbereiche.“

Am Reformationstag (31. Oktober 2017) haben Anti-Atomkraft-Initiativen
symbolträchtig atompolitische Thesen und Forderungen an eine Holztür vor
dem Landtag in Hannover genagelt. In einer Pressemitteilung der
Initiativen heißt es dazu:

„Überall im Land befinden sich Atom-Standorte. Vom Emsland bis zum
Braunschweiger Land, von der Unterweser und dem Wendland bis zum
Weserbergland – überall in Niedersachsen gibt es Probleme an den
Atomstandorten. Genauer gesagt: ASSE II, Schacht Konrad, Eckert &
Ziegler (Konditionierung und Zwischenlagerung im Wohngebiet), Endlager
Gorleben, AKW Rückbau Esenshamm, AKW und Kernbrennelementefabrik
Gronau/Lingen, Zwischenlager Leese, ASSE-Wasser Verklappung in Sehnde,
AKW Grohnde. Mit dieser Aktion wollen die Initiativen die neue
Landesregierung auf dringende aktuelle Atom-Themen aufmerksam machen.
Oberstes Gebot sollen die Sicherheit und der Bevölkerungsschutz vor
radioaktiver Strahlung aus Atomanlagen sein. Wir fordern die neue Landesregierung auf: ‚Zeigen Sie
Regierungsverantwortung und setzen Sie die berechtigten Forderungen der
niedersächsischen Bevölkerung in der neuen Legislaturperiode in
Parlament und Behörden um!‘“

Forderungen aus dem Thesenanschlag zu Hannover zu den einzelnen
Atomstandorten in Niedersachsen (Kurzfassung):

ASSE: Beschleunigung der Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der
ASSE, Zwischenlager nur bei größtmöglicher Sicherheit für die
Bevölkerung und ausschließlich für Fässer aus der ASSE.

AKW Rückbau Esenshamm: Abarbeitung aller 20 Dissenspunkte aus dem
Erörterungstermin zur Handhabung des Antrages von EON „Rückbau AKW
Esenshamm und Neubau Zwischenlager“.

AKW und Kernbrennelemente Fabrik Gronau/Lingen: Sofortige Schließung
aller Lingener Atomanlagen! Sofortiger Export-Stopp von Brennelementen
an die Pannen-Reaktoren in Belgien und Frankreich! /(Anmerkung des BBU:
Der Atomstandort Gronau liegt in NRW direkt an der Landesgrenze zu
Niedersachsen. Die Uranfabriken in Lingen und Gronau sind im
Sachzusammenhang zu betrachten).

AKW Grohnde: 252 Meldepflichtige Ereignisse sind genug. Kein Schutz vor
Terrorangriffen oder Flugzeugabstürzen, Evakuierung unmöglich, Darum
fordern wir, das AKW Grohnde stillzulegen.

Eckert & Ziegler Braunschweig: Kein Atommüll in Wohngebieten, neben
Schulen und KiTas. Umsiedlung der Atomfirma mit Hilfe von Bund und Land.

Osnabrück: Keine Atomtransporte durch Osnabrück und andere Stadtgebiete,
Stopp aller Atomanlagen in Lingen.

Schacht Konrad: Rücknahme des Planfeststellungsbeschlusses von 2002,
weil die Langzeitsicherheit für ein Atommülllager in Schacht KONRAD
nicht nachgewiesen ist und das Projekt NICHT dem Stand von Wissenschaft
und Technik entspricht.

Gorleben: Sofortige Sicherheitsüberprüfung des Castor-Lagers, Keine
Pilotkonditionierungsanlage in Gorleben, keine Endlagersuche MIT Gorleben.

Sehnde/Lehrte: KEIN ASSE-WASSER in den Städten Sehnde und Lehrte!

Zwischenlager Leese: Sofortige aktive Suche nach einem geeigneten,
langfristig nutzbaren Standort für den gesamten Atommüll aus Leese.

Quelle und weitere Informationen zu den einzelnen Standorten:
https://rushfiles.one/client/publiclink.aspx?id=jQAVtN0Y20#

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