Kollege Dirk Momber sagt zur „Arbeitszeitverkürzungsforderung“ der IG-Metall nonchalance: „Der Feind in meinem Bett!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hatten wir uns ja am gestrigen Abend bei unserer öffentlichen AK-Sitzung mit der Tarifauseinandersetzung im Bereich der Metall- und Elekroindustrie (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=tarifrunde+2018+der+metall-+und+elektroindustrie) befasst.

Dabei hatten wir uns dann mit einer Solidaritätserklärung für die warnstreikenden Kolleginnen und Kollegen und ihrer Gewerkschaft IG-Metall befasst und diese einstimmig verabschiedet.

Diese Solidaritätserklärung, die wir am heutigen Morgen auf unsere Homepage gepostet haben, könnt Ihr direkt durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen:

http://www.ak-gewerkschafter.de/2018/01/10/solidaritaetserklaerung-unseres-gewerkschafter-innen-arbeitskreises-ak-zur-lfd-tarifauseinandersetzung-in-der-metall-und-elektroindustrie/ !

Unser AK-Mitglied Dirk Momber (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=dirk+momber) hat zu dem in ROT  geschriebenen „Arbeitszeitverkürzungsteil“ dieser Solidaritätserklärung einen Kommentar verfasst, den wir nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet haben.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Dirk Momber meint:

Kommentar zur IGM Arbeitszeitverkürzung:

Leider werde ich bei der Forderung der IG-Metall nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeit für einen gewissen Zeitraum (auf 28 Wochen Stunden) von Seiten der Arbeitnehmer ohne vollen Lohnausgleich, das Gefühl nicht los, dass dies eine Forderung ist, die man aus den Katalogen der Arbeitgeberverbände übernommen hat.

Denn kein klardenkender Mensch kann wirklich glauben, dass hier mit zweierlei Maßen gemessen wird!

Wenn es dem Arbeitnehmer ein Bedürfnis ist, seine Arbeitszeit aus sozialen Belangen auf 28 Stunden je Woche zu reduzieren (unter Lohneinbuße), so wird man in der nächsten Krise dasselbe Recht dem Arbeitgeber zusprechen.

Das bedeutet, dass der Arbeitgeber ebenfalls die Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden reduzieren kann (unter Lohneinbuße).

Es ist nicht mehr nötig, Kurzarbeit anzumelden und sie substantiiert zu begründen. Bei einer sich anschließenden betriebsbedingten Kündigung bestehen dann auch nur Ansprüche aus dem Brutto-Lohn, der für 28 Stunden gewährt worden ist.

So bleiben sich Wirtschaft und Staat aus der Tasche.

Flexibilisierungen von Arbeitszeiten ohne vollen Lohnausgleich bedeuten immer, dass das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten abgewälzt wird.

Unsicherheit der Beschäftigten maximiert auf diesem Weg den Gewinn der Unternehmer.

Eine solche Forderung aufgestellt von Deutschlands größter Industriegewerkschaft kann man nur als Messer im Rücken der Mitglieder sehen.

Das erinnert doch schwer an den Besuch von Frank Bsirske bei De Bilderberg.

Diese Funktionäre sind Kuckuckseier, genau wie diese Flexibilisierungs-Forderung ein Kuckucksei ist.

Hollywood würde dies mit „Der Feind in meinem Bett“ betiteln.

Dirk Momber

(IG-Metall- und AK-Mitglied)

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