WeMove.EU ruft gegen die Griechenland-Politik der EU auf! Macht bitte ALLE mit!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

über die Situation in Griechenland haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) beständig geschrieben, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt:

http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=griechenland !

Den jüngsten Beitrag zum Thema hatten wir am auf unsere Homepage gepostet. Diesen Beitrag könnr Ihr durch das Anklicken des hier stehenden Links direkt aufrufen:

http://www.ak-gewerkschafter.de/2018/01/13/in-griechenland-geht-der-kampf-gegen-die-einschraenkung-des-streikrechts-mit-einem-24-stundenstreik-weiter/ !

Nunmehr hat uns eine Kampagne von WeMove.EU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wemove.eu) für das griechische Volk erreicht.

Diese Kampagne haben wir nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet.

Macht bitte alle mit!

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

https://www.campact.de/media/i/c32cb8c466abdeb2ce4cd5be3d0520ac.jpg

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WeMove.EU ruft auf:

Europäische Regierungen nehmen überhöhte Zinsen von einem Land, in dem die Hälfte der Kinder in Armut lebt: Griechenland. Sie stecken sich die Milliarden in die eigene Tasche und das kommt auch uns zu Gute. Wir wollen das Geld nicht, es soll zurück nach Griechenland. 

Hallo Manni Engelhardt,

wir haben die Wahl: Sind wir nur auf unseren Vorteil bedacht? Oder unterstützen wir uns gegenseitig?

Es sind schwere Zeiten für die griechische Bevölkerung. Die Menschen leiden unter den katastrophalen Folgen der jahrelangen Sparpolitik. Krankenhäuser bieten ohne Zuzahlung nur noch eine Grundversorgung an. Auf eine Krankenschwester kommen 40 Patienten.[1] Die Löhne und Gehälter sinken und sinken, die Renten wurden seit 2010 schon 12 Mal gekürzt.[2] Die Arbeitslosenquote hat sich verdoppelt.[3]

Dabei sollen die Rettungspakete doch eigentlich helfen – oder etwa nicht? Tatsächlich ist es umgekehrt: Die angeblichen “Helfer”, also die Länder der Eurozone, haben an der Not der Griechen Milliarden verdient.[4]

Es liegt an den europäischen Finanzminister/innen das zu ändern. Gestern kamen sie in Brüssel zusammen, in knapp einem Monat ist das nächste Treffen geplant. Sie entscheiden, ob Griechenland die Zinserträge erhalten soll, die andere für sich eingesteckt haben. Machen wir den Politiker/innen klar, dass wir Bürgerinnen und Bürger Europas keinen Gewinn aus der Not Griechenlands schlagen wollen! Sie sollen nicht mehr behaupten können, sie würden sich in unserem Namen bereichern.

Es geht darum, was uns als Menschen wichtig ist. Wenn über 100.000 von uns unterzeichnen, bevor die Minister/innen ihre Entscheidung treffen, wollen wir ihnen eine starke Botschaft senden. Gemeinsam können wir sie daran erinnern: Europa steht für Solidarität miteinander, nicht für Gier auf Kosten Schwächerer.

Unterzeichnen Sie jetzt!

Ab 2010 kaufte die Europäische Zentralbank (EZB), griechische Staatsanleihen und wurde damit zum wichtigsten Gläubiger Griechenlands. Damals erhielt Griechenland auch das erste EU-Rettungspaket. Als Bedingung verlangte die EZB, die Zinsen für griechische Schulden künstlich hoch zu halten – so dass die Inhaber der Staatsanleihen daran sehr gut verdienen. Zunächst war das auch kein Nachteil für Griechenland, denn die EZB zahlte dem Land diese Zinsen zurück.[5]

Doch das änderte sich 2015. Damals stimmte die griechische Bevölkerung gegen weitere Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, weil ihre Lage bereits dramatisch war. Als Strafe stoppten die Länder der Eurozone die Rückzahlung der Zinsen an Griechenland – und steckten das Geld in die eigene Tasche.

Die überteuerten Zinsen werden von einer armen Bevölkerung gezahlt und landen in den Haushalten der reicheren Länder.  Wir wollen dieses Geld nicht.[6]

Unterschreiben Sie unseren Appell!

Nach Jahren rigoroser Sparpolitik, nach immer neuen Steuererhöhungen und drastischen Kürzungen in allen Bereichen der öffentlichen Versorgung steht die griechische Bevölkerung mit dem Rücken zur Wand. Es kann nicht angehen, dass die Politik diese Not ausnutzt! Wenn sich die Finanzminister/innen der Eurozone in knapp einem Monat treffen, werden sie voraussichtlich auch über die Milliarden Zinsen aus den griechischen Staatsanleihen beraten. Die griechische Bevölkerung braucht unsere Unterstützung jetzt besonders dringend.

Überlassen wir diese Entscheidung nicht Politikern, denen es nur ums Geld geht. Mischen wir uns ein und erinnern wir sie an einen tragenden Pfeiler unserer europäischen Gemeinschaft: Solidarität. Wir wollen uns nicht am Unglück unserer Nachbarn bereichern.

Wenn wir gemeinsam laut und hörbar protestieren, können wir es schaffen, dass die Zinsen aus den Staatsanleihen an Griechenland zurückfließen. Es geht nicht nur darum, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt. Es geht um das Leben und um die Würde der griechischen Bürgerinnen und Bürger. Zeigen wir ihnen, dass wir hinter ihnen stehen. Machen wir unseren Regierungen klar, dass wir keine Ausbeutung wollen, sondern ein Zeichen der Solidarität.

Freundschaftliche Grüße

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Julia Krzyszkowska (Warschau)
Olga Vuković (Bologna)
Mika Leandro (Bordeaux)
für das gesamte WeMove.EU-Team

P.S.: Nach Angaben von Unicef lebt mittlerweile jedes zweite griechische Kind in Armut. Fast 1,5 Millionen Menschen sind sogar von extremer Armut betroffen – rund 15 Prozent der Bevölkerung.[7] Sollen wir uns wirklich an Griechenlands Schulden bereichern? Unterzeichen Sie die Petition!

Referenzen

[1] “Protest im Gesundheitswesen: Ärzte und Krankenhauspersonal streiken” Griechenlandzeitung, 11. Oktober 2017. https://www.griechenland.net/nachrichten/chronik/22464-protest-im-gesundheitswesen-%C3%A4rzten-und-krankenhauspersonal-streiken

[2] “Fast die Hälfte der Rentner in Griechenland lebt unter der Armutsgrenze” Griechenlandzeitung, 3. Oktober 2016. https://www.griechenland.net/nachrichten/politik/20746-fast-die-h%C3%A4lfte-der-rentner-in-griechenland-lebt-unter-der-armutsgrenze

[3] “Arbeitslosenquote in Griechenland” statista. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/17312/umfrage/arbeitslosenquote-in-griechenland/

[4] “EZB macht 7,8 Milliarden Euro Gewinn durch das Halten von griechischen Staatsanleihen,” Greek Reporter, 10 Oktober 2017. http://greece.greekreporter.com/2017/10/10/ecb-profits-from-greek-bond-holdings-at-e7-8-billion/

[5] “EZB vermeidet erzwungene Verluste auf griechische Anleihen,” Reuters, 16 Februar 2012. https://www.reuters.com/article/us-ecb-greece/ecb-to-swap-greek-bonds-to-avoid-forced-losses-sources-idUSTRE81F1EK20120216

[6] “Eurozone gibt Kreditpaket für Griechenland über 10,3 Milliarden Euro frei,” The Guardian, 25. Mai 2016. https://www.theguardian.com/world/2016/may/24/eurozone-officials-hope-to-give-greece-next-tranche-of-bailout

[7] “Report zur Lage der Kinder in Griechenland 2017: Die Kinder der Krise,” UNICEF, 29. März 2017. Zusammenfassung (EN): https://www.unicef.gr/uploads/filemanager/PDF/2017/children-in-greece-2017-sum-eng.pdf

Gesamter Bericht (EL): https://www.unicef.gr/uploads/filemanager/PDF/2017/children-in-greece-2017-sum.pdf 

Fast 1,5 Millionen Griechen leben in extremer Armut,“ Tiroler Tageszeitung, 9. Mai 2017. http://www.tt.com/home/12955746-91/griechenland-fast-15-millionen-griechen-von-akuter-armut-betroffen.csp

&qid=75240777″ color:#941b80;text-decoration:none“> WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.

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