Wolfgang Erbe informiert und spekuliert über die aktuelle Lage des US-Imperialismus!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erhalten wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine aktuelle Mitteilung des Kollegen Wolfgang Erbe (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wolfgang+erbe).

Darin belichtet Wolfgang die jüngsten Entwicklungen um Donald Trump (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=donald+trump) und die Situation rund um den US-Imperialismus.

Wir haben die komplette Mitteilung des Kollegen Erbe nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Wolfgang Erbe informiert:

Alter Wein in neuen Schläuchen – Trojanisches Pferd und spalte und herrsche – eine andere Taktik des US-Imperialismus
 
Ist der US-Imperialismus noch die stärkste imperialistische Supermacht der Welt?
 
Warum erklärt US-Präsident das ein Handelskrieg nicht schlecht wäre?
 
Warum wirbt sein ehemaliger-? Chef-Ideologe für eine internationale der Rechten?
 
Drei Fragen, die zur Zeit diskutiert werden und die uns Möglichkeiten weisen, richtig in der aktuellen politischen Lage zu agieren.
Zunächst müssen wir wahrnehmen, dass eine reaktionäre Politik begleitet von einer neoliberalen Wirtschaftspolitik in Jahren einer Außenpolitik, die Kriege, Bürgerkriege und Rüstung weltweit zum Alltag gemacht hat den Kapitalismus und seine imperialistischen Verbrechen zu einer Beschleunigung der Dynamik, der dem Kapitalismus innenwohnenden Widersprüchen führen.
 
 
 
 
Offensichtlich hat der US-Imperialismus mit dem Amtsantritt des US-Präsidenten Trump eine neue Taktik seiner Vorherrschaftsstrategie eingeleitet.
 
Innenpolitisch mit einer vom Staat begleiteten neuen Spaltung der Gesellschaft, außenpolitisch mit einer neuen agressiven Wirtschafts- und Bündnispolitik – bei gleichzeitiger Fortsetzung aller bisherigen imperialistischen Kriegs- und Hegemonialpolitik.
 
* seit Machtantritt der ultrarechten Reaktion in der USA wird Demokratie, soziales und Menschenrechte nicht mehr als notwendiges Übel zur Erhaltung des Gleichgewichtes und des inneren Friedens im kapitalistischen Staats begriffen, sondern als überflüssig.
 
*gleichzeitig werden Partner und Verbündete (z.B. EU, NATO), die sich bisher auf Vertragstreue und Konzilianz (eine soziale Haltung, die sich um Entgegenkommen, Ausgleich und Versöhnung bemüht, Verständnis für den anderen oder auch den Gegner aufbringt) verlassen konnten mit Ultimaten und einer Politik konfrontiert, die bisher nur aus dem Hinterhof der USA ( Traditionell werden vor allem die Staaten Mittelamerikas von den USA als ihr „Hinterhof“ ( backyard) betrachtet – https://de.wikipedia.org/wiki/Beziehungen_zwischen_Lateinamerika_und_den_Vereinigten_Staaten) bekannt waren.
 
 
Meine These ist nun, dass der US-Imperialismus in eine neue Phase in der Auseinandersetzung mit den anderen um die Vorherrschaft in der Welt ringenden Mitbewerbern (Russland, China, Japan, Europa, Indien, Indonesien, Brasilien) eingetreten ist.
 
Der US-Imperialismus will Bündnisse (NATO), Partner (EU), internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen und internationale Verträge (WTO, Weltbank, Weltwährungsfond) nur dann noch unterstützen, wenn sich den Interessen und Zielen der USA kompromisslos unterwerfen – sonst wird ihnen der Krieg erklärt.
 
Interessant ist die Rolle, die der ehemalige-? Chefstratege des US-Präsidenten zur Zeit in Europa spielt – als Diskussionspartner und Berater-? der neuen-alten Rechten und als Handlanger des US-Imperialismus. Vielleicht hat sich Bannon ja von dem KPDSU-Theoretiker Ponomarjow („Bildung eines neuen Staatsapparates (noch auf alter kapitalistischer Grundlage) leiten lassen in seinem Bestreben, die Populisten in anderen kapitalistischen Ländern für die Dienste des US-Imperialismus dienstbar zu machen?
 
 
so titelt der Stern:
 

Alt-Right in Europa

Steve Bannon – so will der Dunkle Lord Europa in Brand setzen

Bei Donald Trump ist der rechte Chefstratege Steve Bannon in Ungnade gefallen (- ist er das?). Nun zieht es ihn nach Europa. Sein Antrieb ist ein brennender Hass auf Eliten und Establishment (Vorsicht er ist selber Handlanger der Elite). Bannon könnte der zersplitterten Rechten in Europa eine gemeinsame Ideologie und Rhetorik verleihen.

Steve Bannon will Rechtspopulisten weltweit vereinen

 

Front NationalSteve Bannon träumt in Paris von der Weltherrschaft

Donald Trumps Ex-Chefstratege wird beim rechtsextremen Front National in Lille im Beisein von Marine Le Pen mit Standing Ovations gefeiert.

http://www.kleinezeitung.at/politik/aussenpolitik/5385793/Front-National_Steve-Bannon-traeumt-in-Paris-von-der-Weltherrschaft

Meine These: Steve Bannon folgt Mussolini:

https://www.democracynow.org/2017/7/26/joshua_green_on_how_steve_bannon

Krieg und faschistische Revolution sind die beiden Eckpfeiler im Denken von Stephen Bannon, dem Chefstrategen der Regierung Trump

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/was-will-trumps-berater-stephen-bannon-14842096.html

Lesevorschläge:

– Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus Theoretisches Organ der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) 1-3 1976, Verlag Rote Fahne, Köln Ideologischer Kampf Dieter Merseburg Zur Kritik bürgerlicher und revisionistischer politischer Ökonomie – Staat und Monopole hier besonders Seite 278 und folgende

– nur noch im Antiquariat erhältlich – Link:

https://www.mao-projekt.de/BRD/ORG/AO/KPDAO_Theorie_und_Praxis_des_ML.shtml

– Tobias ten Brink – Staatenkonflikte S. 113 Nicos Poulantzas: Amerikanische Hegemonie und innere Bourgeoisie

– Schwarzbuch AFD Fakten Figuren Hintergründe – Correctiv.org

Interessant ist auch wie der US-Imperialismus und der sowjetische Sozialimperialismus in der portugisischen Nelkenrevolution agierten und sich verschiedene Institutionen nutzbar machten – ohne das es zur sozialistischen Revolution kam:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41483818.htm

 Wolfgang Erbe

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Ein Kommentar zu Wolfgang Erbe informiert und spekuliert über die aktuelle Lage des US-Imperialismus!

  1. Die Geschichte zeigt der aktuelle US-Handelskrieg kann zu einem erneuten Weltkrieg führen – vor dem zweiten Weltkrieg mitten in der Weltwirtschaftskrise 1930 führte der „Smoot-Hawley“ direkt in die Katastrophe.
    ein abschreckendes Beispiel. Im US-Wahlkampf des Jahres 1928 versprach der republikanische Kandidat Herbert Hoover, amerikanische Arbeitsplätze in der Landwirtschaft durch Zölle zu „schützen“. Nach Hoovers Wahlsieg machten sich im Kongress der Senator Reed Smoot und der Abgeordnete Willis Hawley daran, das Versprechen umzusetzen. Sie erarbeiteten ein Gesetz, das die Zölle auf mehr als 900 Produkte zum Teil drastisch erhöhte. Es trat am 17. Juni 1930 in Kraft, mitten in der Weltwirtschaftskrise. „Smoot-Hawley“ sollte den Absturz in die Katastrophe beschleunigen. Kanada, Frankreich und Großbritannien reagierten mit Gegenmaßnahmen. Am Ende kam der Welthandel praktisch zum Erliegen.
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/abgaben-auf-aluminium-und-stahl-warum-die-angst-vor-einem-handelskrieg-berechtigt-ist-1.3889621
    https://www.welt.de/wirtschaft/plus174467522/Einfuhrzoelle-1930-Europa-gegen-Amerika.html
    Zu den prominentesten Autoren der „Vossischen“, aus der hier zitiert wird, gehörten Kurt Tucholsky …
    Der „War Plan Red“ vom 10. Mai 1930 war ein hochoffizieller und streng geheimer Angriffsplan der Vereinigten Staaten auf Großbritannien
    Am 10. Mai Jahr 1930, neun Jahre vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, wurde in den USA der „War Plan Red“ zur Beseitigung aller britischen Landstreitkräfte in Kanada erstellt. Dieser sah vor, die Handlungsfähigkeit der Briten auf dem nordamerikanischen Kontinent zu zerstören und damit das British Empire in die Knie zu zwingen.
    Dies geht aus einem 94-seitigen Dokument hervor. Zu finden ist es in den US National Archives, das der Öffentlichkeit erstmals im Jahr 1974 zugänglich gemacht wurde. Darüber hinaus plante man Bombenangriffe auf wichtige industrielle Ziele.
    http://www.gegenfrage.com/war-plan-red/
    https://en.wikipedia.org/wiki/War_Plan_Red
    https://www.youtube.com/watch?v=kS2AlIJ621c
    https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise
    Politische Krisen

    Der furchtbare Preis der Austerität – Faschismus und Weltkrieg

    Eine kürzlich erschienene Studie zeigt, dass weniger die Hyperinflation der 20er Jahre, sondern vielmehr die Austeritätspolitik der frühen 30er Jahre die Nazis an die Macht gebracht hat. Wenn die Europäer eine schwere politische Krise verhindern wollen, sollten sie aus ihrer Geschichte lernen.
    https://makronom.de/der-furchtbare-preis-der-austeritaet-24683

    Wolfgang Erbe

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