Kollege Fred Maintz geht auf die Zuwanderungsdebatte innerhalb der Partei DIE LINKE ein!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Mitteilung des Kollegen Fred Maintz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=fred+maintz).

Darin geht dieser auf die Thematik „ZUWANDERUNGSDEBATTE INNERHALB DER PARTEI ´DIE LINKE´: FOLGEN (AUCH) FÜR DIE ARBEITSWELT“ ein.

Wir haben diesen hochinteressanten Beitrag zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme nachstehend auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „PREKÄRE ARBEITSVERHÄLTNISSE“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/prekare-arbeitsverhaltnisse/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Fred Maintz informiert:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
 
 
der LINKE-Parteitag im Juni wirft seine Schatten voraus und in dessen Vorfeld nehmen manche Debatten auch an emotionaler Schärfe zu. Da die Einigkeit in nahezu allen anderen Politikfeldern vergleichsweise sehr groß ist, betrifft diese emotionale Schärfe das Thema Migration/Einwanderung.

Dabei steht personell vor allem unsere LINKE-Fraktionsvorsitzende Sahra (Wagenknecht) im Fokus. Im heutigen ND-Artikel setzt sich Sahra auch kritisch mit den (negativen) Folgen (erzwungener) Arbeits-Migration auseinander: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1083079.zuwanderungszweifel.html

Unabhängig davon, wer da jetzt schon alles genau wie im Einzelnen mit welchen Worten (nicht) sinnvoll reagiert hat, finde ich es vollkommen korrekt, dieses Thema anzusprechen, weil es schon längst im Alltag vieler betroffener Menschen (Flüchtlinge und prekäre „Einheimische“) angekommen ist: Leiharbeitsfirmen werben auf entsprechenden Messen um Flüchtlinge und folgende (wie ich hörte bundesweit aufgelegten) Plakate entdeckte ich in den letzten Wochen auf einer großen Werbefläche am S-Bahnhof Angermund:

Ähnliches Foto

 
Bildergebnis für fotos von werbeplakaten ich bin belastbar
 

Ähnliches Foto

Selbstverständlich ist mit solchen groß angelegten Werbebotschaften der Unternehmen im realen (kapitalistischen) Alltag auch eine knallharte Botschaft an die prekären „Einheimischen“ (und allgemein auch an Beschäftigte?) verbunden: Eure Fähigkeiten, erworbenen Qualifikationen, beruflichen Erfahrungen genießen ab jetzt noch weniger Schutz als es durch die Hartz4-Gesetzgebung ohnehin schon abgewertet wurde; andere „Schlüsselqualifikationen“ („nur die ganz Harten kommen in den Garten“) werden verlangt: erst Recht von Menschen, die es beruflich statusmäßig nicht „geschafft“ haben ………“schöne neue Arbeitswelt“ (mit entsprechenden Auswirkungen auch auf die zumutbaren Bedingungen zur Gewährung existenzieller Sozialleistungen)

Natürlich muss die LINKE hier (wie Sahra) dagegen halten: das sozialpolitische Parteiprogramm ist zweifellos inhaltlich sehr gut (https://www.die-linke.de/fileadmin/download/grundsatzdokumente/programm_formate/programm_der_partei_die_linke_erfurt2011.pdf: siehe Seiten 34 bis 45), aber die Frage ist vollkommen berechtigt, inwieweit das angesichts dieser aggressiv unverhohlenen Art des von den Unternehmen schamlos ausgenutzten „Migrationsdrucks“ in diesen Sektor überhaupt noch im Alltag wahrgenommen wird (bzw. werden).

Mit kollegialen Grüßen

Fred Maintz

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