CAMPACT ruft auf: STOPPEN Sie den Kohlewahnsinn!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hat uns soeben eine Petition von Tim Petzold über CAMPACT (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=campact) erreicht.

Darin fordert Tim Petzold die NRW-Landesregierung wie folgt auf:

„Stoppen Sie den Kohlewahnsinn!“.

Wir haben diese Petition nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „PETITIONEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/petitionen) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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CAMPACT informiert und ruft auf:

Bildergebnis für fotos vom logo von campact

Hallo Manni Engelhardt,

„Ich dachte, das ist ein schlechter Scherz“, sagt der Klimaschützer Tim Petzoldt. „RWE will in NRW ein neues Kohlekraftwerk bauen, obwohl die Bundesregierung gerade dabei ist, den Kohleausstieg auf den Weg zu bringen. Das ist absurd!“ Schon jetzt setzt RWE mehr Kohlendioxid frei als jeder andere Energiekonzern in Europa.[1] Doch statt die Emissionen zu reduzieren, arbeitet RWE weiter aktiv gegen die Einhaltung der Klimaschutzziele an. Das Genehmigungsverfahren für das Kraftwerk BoAPlus ist bereits in vollem Gange!

Bildergebnis für fotos vom kommenden braunkohlekraftwerk in bergheim-niederaußem

Aber RWE hat die Rechnung ohne Tim Petzoldt aus Köln gemacht: Auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, sammelt der 40-Jährige Unterschriften gegen die Genehmigung des Kraftwerks. Mehr als 12.000 Menschen haben seine Petition bereits unterzeichnet. Bis zum 26. April sollen es mindestens 30.000 sein. Denn dann veranstaltet RWE seine Jahreshauptversammlung und will sich seinen Aktionär/innen unter dem Slogan „Zukunft. Sicher. Machen.“ als modernes Unternehmen präsentieren. (2) Eine öffentliche Debatte kann der Konzern nicht gebrauchen.

Doch genau das will Tim Petzoldt erreichen: Mit seinen Mitstreiter/innen plant er vor der Aktionärsversammlung öffentliche Aktionen in den Städten, die Anteile an RWE halten – zum Beispiel in Köln und Mülheim. „Wenn jetzt viele Menschen meine Petition unterzeichnen, haben wir die Chance, mit unserer Forderung in die Presse zu kommen und für ordentlich Wirbel vor der RWE-Hauptversammlung zu sorgen.“ Unterstützen Sie Tim Petzoldt mit Ihrer Unterschrift und zeigen Sie RWE, dass die Zeit neuer Kohlekraftwerke vorbei ist!

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition hier:

https://weact.campact.de/petitions/kein-neues-braunkohlekraftwerk-in-nrw!

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Wir haben den Text der Petition hier für Sie noch einmal angehängt:
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Kein neues Braunkohlekraftwerk in NRW

An: Herr Ministerpräsident Laschet, Herr Energieminister Pinkwart, Frau Regierungspräsidentin Walsken

Gestartet von: Tim Petzoldt

Sehr geehrte Damen und Herren,

1) Lehnen Sie den Genehmigungsantrag für den geplanten Bau des Braunkohlekraftwerks BoAplus in Bergheim-Niederaußem ab!

2) Schaffen Sie eine rechtliche Grundlage, welche den Bau von neuen Kohlekraftwerken in NRW unterbindet!

3) Setzen Sie sich auf Bundesebene für einen Braunkohleausstieg bis spätestens 2025 ein!

„RWE plant, in Niederaußem ein neues großes Braunkohlekraftwerk zu bauen. Wegen der enorm hohen Investitionskosten von mindestens 1,5 Milliarden Euro müsste das Kraftwerk Jahrzehnte laufen ehe es in die Gewinnzone käme – wenn überhaupt. Jedes Jahr würde das Kraftwerk Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen und das Erreichen der Klimaschutzziele massiv erschweren.

Auf der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris wurde 2015 das Klimaschutzziel festgelegt, dass die globale Temperaturerhöhung möglichst unter 1,5°C gehalten werden soll. Diesem Ziel haben sich auch die Landes- und die Bundesregierung verpflichtet. Das heißt: Anstatt neue Kohlekraftwerke zu bauen, müssen wir Kohlekraftwerke abschalten!

Aus dem Schornstein des geplanten Kraftwerkes würden außerdem große Mengen an Schadstoffen wie Feinstaub, Schwefeldioxid, Stickoxide sowie giftige Schwermetalle und Quecksilber ausgestoßen werden. Aus den Antragsunterlagen geht hervor, dass die Nachbardörfer Rommerskirchen, Stommeln und Pulheim besonders stark von den Schadstoffen betroffen sein werden. Aber auch die Menschen in Köln, Düsseldorf und im Ruhrgebiet werden durch die Schadstoffe erheblich belastet. Nehmen Sie diese unnötige gesundheitliche Gefährdung nicht einfach so hin!

Und obwohl die Erneuerbaren Energien deutschlandweit immer weiter ausgebaut werden, rauchen die Schlote der Kohlekraftwerke weiter. Daher exportieren wir jedes Jahr mehr Strom ins Ausland und unsere Stromnetze sind an der Belastungsgrenze. Schon jetzt müssen Windenergieanlagen abgeriegelt werden, weil der Braunkohlestrom die Leitungen verstopft.

Gehen Sie RWE nicht auf den Leim, wenn sie BoAplus mit einem Wirkungsgrad von 45 Prozent als fortschrittlich anpreisen. Im Vergleich zu modernen Gaskraftwerken, die heute Gesamtnutzungsgrade von 85 Prozent erreichen, sind Braunkohlekraftwerke extrem ineffizient.

Herr Ministerpräsident Laschet, Herr Energieminister Pinkwart und Frau Regierungspräsidentin Walsken: Wir fordern Sie auf, den Bau des neuen Kohlekraftwerks zu unterbinden und sich für einen Braunkohleausstieg bis spätestens 2025 einzusetzen!

Nicht nur die RWE-Mitarbeiter/innen brauchen eine zukunftsfähige Perspektive, auch hunderttausende Braunkohle-Betroffenen. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie klare Rahmenbedingungen schaffen und sich für einen echten und sozialverträglichen Strukturwandel im Rheinischen Revier einsetzen.“

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Unterstützen Sie das Anliegen von Tim Petzoldt?

Unterzeichnen Sie jetzt seine WeAct-Petition hier:

https://weact.campact.de/petitions/kein-neues-braunkohlekraftwerk-in-nrw!

Herzliche Grüße

Simone Katter, Campaignerin für WeAct

PS: Selbst RWE gibt zu, dass das neue Braunkohlekraftwerk nicht wirtschaftlich betrieben werden kann.[1] Es ist also zu befürchten, dass der Energieriese gar nicht ernsthaft bauen will – aber auf Schadenersatz spekuliert, wenn der Kohleausstieg kommt. Verhindern Sie das!

Jetzt Petition auf WeAct unterzeichnen:

https://weact.campact.de/petitions/kein-neues-braunkohlekraftwerk-in-nrw!

[1] „RWE treibt Kraftwerks-Neubau voran“, RP Online, 27. September 2017
[2] „Einladung zur Hauptversammlung der RWE Aktiengesellschaft“, RWE, 2018

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