Wieder gibt es Kurioses aus dem Studentenwerk Aachen! Wurde hier in Personalunion ein Betriebs- und Personalratsvorsitzender per Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dem Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) ist eine weitere Kuriosität aus dem Bereich des Studentenwerks Aachen – A.ö.R.- (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=studentenwerk+aachen) zur Kenntnis gebracht worden.

Die Tatsache als solche, dass die Studentenwerke in NRW sich gezwungenermaßen „STUDIERENDENERKE“ nennen müssen, ist ja schon ein Kuriosum an sich.

Nein, liebe Kolleginnen und Kollegen, uns liegt aus Reihen der Studentenwerksbeschäftigten ein Geschäftsführer-Info der „StW aachen SERVICE gmbh“ aus März 2018 vor, dass im dritten Informationspunkt folgenden Text beinhaltet:

„Verabschiedung von Walter Meurer

Der Betriebs- bzw. Personalratsvorsitzende Walter Meurer verabschiedet sich in seinen wohlverdienten Ruhestand. Für seine Verdienste während seiner 40-jährigen Betriebszugehörigkeit möchten wir ihm am Dienstag, 10. April, 15 Uhr, im Rahmen einer kleinen Feier (Theatersaal Pontwall) unseren Dank aussprechen. Sie alle haben in den letzten Tagen bereits Post von mir erhalten – gerne möchte ich Sie noch einmal daran erinnern, sich kurz per -Mail bei Frau T. zu melden, wenn Sie dabei sein möchten: …@stw.rwth-aachen.de.“

Anmerkung des AK: Der Name der Frau T. und der damit verbundenen E-Mail-Adresse haben wir bewusst eingekürzt.

Nicht nur für unseren AK stellen sich hier einige Fragen, sondern die müssten sich auch für die Studentenwerker/Innen, die Kenntnis von diesem Flugblatt haben, stellen.

Diese Frage lauten:

1. Im Studentenwerk Aachen – A.ö.R.- bzw. bei dessen Tochter, der „StW aachen SERVICE gmbh“, haben noch niemals Betriebsratswahlen stattgefunden! Wie kann es da trotzdem sein, dass der ausgeschiedene Personalratsvorsitzende vom Geschäftsführer der „StW aachen SERVICE gmbh“, Herrn Dirk Reitz, der gleichzeitig auch Geschäftsführer des Studentenwerks Aachen – A.ö.R.- ist, als „Betriebsratsvorsitzender“ bezeichnet wird?

2. Hatte oder hat der ausgeschiedene Ex-Personalratsvorsitzende Kenntnis von diesem Info?

a) Wenn diese Frage mit einem Ja zu beantworten wäre, dann hätte er von sich aus eine Richtigstellung vornehmen lassen müssen!

b) Diese Frage mit einem Nein zu beantworten, dürfte relativ unglaubwürdig erscheinen!?

3. Wenn die Verleihung der Funktion „Betriebsratsvorsitzender“ an diesen Ex-Personalratsvorsitzenden nicht durch Wahlen zustande gekommen ist, wofür alle Fakten sprechen, ist sie verbal bzw. schriftlich als Fake durch den Geschäftsführers – spätestens mit Ausgabe des GF-INFO aus März 2018 – erfolgt.

Wurde hier ein „nichtgewählter Häuptling“ mit einem fremden Federkleid geschmückt und somit zum fiktiven „PRIMUS INTERPARES“ eines fiktiven „STAMMES“ gemacht?

4. Soll diese, aus unserer AK-Sicht als FARCE zu bezeichnende „Verleihung eines falschen Federkleides“ darüber hinwegtäuschen, dass es bei der „StW aachen SERVICE gmbh“ keinen gewählten Betriebsrat und somit keine betriebliche Interessensvertretung für deren Beschäftigten gibt?

5. Der Personalrat der Anstalt des öffentlichen Rechts (A.ö.R.) kann jedenfalls die Beschäftigten dieser GmbH laut LPVG/NW im Augenblick nicht vertreten. Das wäre nur dann der Fall gewesen, wenn die Personalratswahlen auch für die GmbH-Beschäftigten zugänglich gewesen wären.

Dies aber wurde seinerzeit durch die Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts für das Land NRW in Münster verhindert, wie Ihr es nach dem Anklicken des hier stehenden Links aufrufen und nachlesen könnt:

http://www.ak-gewerkschafter.de/2014/02/27/ovg-entscheid-zur-personalratswahlanfechtung-beim-studentenwerk-aachen-ging-fr-die-antragsteller-negativ-aus/ !

Bei dieser kuriosen Geschichte bleibt wieder einmal ein „GESCHMÄCKLE“.

Denn wenn man mit „FREMDEN FEDERN“ geschmückt wird, dann kann man absolut sicher sein, dass man damit nicht „FLIEGEN“ kann, oder?

     Ähnliches Foto

(Bild aus http://www.mv-spion.de/forum/thread86916,1.html=)

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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