Bündnis von ANTI-ATOM-INITIATIVEN informiert über den BBU zum erneuten Störfall im AKW DOEL und fordert Konsequenzen aus dem Vorfall!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

über den Kollegen Udo Buchholz, der Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) haben wir eine gemeinsame Pressemitteilung eines Bündnisses aus 11 ANTI-ATOM-INITIATIVEN zum erneuten Störfall im AKW Doel erfordert erhalten.

In dieser Pressemitteilung fordert dieses Bündnis Konsequenzen aus dem Vorfall.

Als AK sind wir nach wie vor der Meinung, dass im Kapitalismus nur der Profit zählt. Die Betreiber der belgischen Risse-Atomreaktoren (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=risse+atom-reaktoren) scheren sich einen Dreck um Leib und Leben der Menschen! Für den Profit sind sie bereit, uns alle zu opfern!

Nur der Sturz des Kapitalismus macht die endgültige Abschaltung aller AKWs möglich.

Die Pressemitteilung des Bündnisses haben wir nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt –Koordinator-

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Pressemitteilung vom 02. Mai 2018

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in sozialer
Verantwortung (IPPNW)
Initiative 3 Rosen, Aachen
AntiAtomBonn
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg

Lingen/Münster/Aachen/Bonn/Berlin, 2. Mai 2018

Störfall im AKW Doel erfordert Konsequenzen:
Brennelementexporte von Lingen nach Doel sofort stoppen!
– allein fünf neue Brennelement-Transporte im März/April !!

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind angesichts des
gravierenden Störfalls im belgischen AKW Doel sowie der schleppenden und
äußerst bruchstückhaften Informationspolitik des AKW-Betreibers
Engie-Electrabel und der belgischen Atomaufsicht alarmiert und fordern
von der belgischen Regierung die sofortige Stilllegung des Reaktors.
Zugleich fordern sie von der Bundesregierung in Berlin die sofortige
Einstellung aller Lieferungen von Brennelementen aus dem emsländischen
Lingen sowie von angereichertem Uran aus dem westfälischen Gronau nach
Belgien.

Laut der aktuellen Transportübersicht des Bundesamtes für kerntechnische
Entsorgungssicherheit (BfE) lieferte Lingen mit Billigung des
Bundesumweltministeriums erst vor wenigen Wochen zwischen dem 18. März
und dem 4. April fünfmal neue Brennelemente nach Belgien. Zielort war
laut einer Auskunft des Bundesumweltministeriums an die Links-Fraktion
ausgerechnet Doel 1 und 2 (Quelle: Bundestags-Drucksache 19-1126, Fragen
149 und 150). Es ist sehr gut möglich, dass diese Brennelemente nun bei
den „Wartungsarbeiten“ für Doel 1 in den Reaktor eingesetzt werden, um
den Weiterbetrieb zu ermöglichen.

„Was muss in Doel und Tihange eigentlich noch passieren, bevor das
Bundesumweltministerium und die Bundesregierung die Reißleine ziehen, um
die äußerst brisanten Exporte von Brennelementen und angereichertem Uran
für den AKW-Betrieb in Belgien einzustellen?“ fragte Jörg Schellenberg
vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. „Was muss in Doel und
Tihange eigentlich noch passieren, bevor NRW-Ministerpräsident Armin
Laschet (CDU) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)
ihre jeweiligen Parteifreunde in Berlin davon überzeugen, dass diese
Exporte von Kernbrennstoffen zu einer Gefährdung der öffentlichen
Sicherheit für halb Europa führen?“ ergänzte Matthias Eickhoff vom
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Die neue
Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss jetzt umgehend handeln und
jeden weiteren Brennelementexport nach Belgien per Weisung unterbinden.

Während beim Betreiber der belgischen AKW, Engie-Electrabel, der
französische Staat der größte Einzelaktionär ist, befindet sich der
Betreiber der Lingener Brennelementefabrik, EDF-Framatome, sogar
mehrheitlich im französischen Staatsbesitz. Lingen ist schon seit langem
der wichtigste Brennelementelieferant für den AKW-Standort Doel. Doel 1
und 2 werden sogar exklusiv aus Lingen beliefert. In 2016/17 wurden
zudem die Hochrisikoreaktoren Doel 3 und Tihange 2 aus Lingen beliefert.
Das angereicherte Uran für die Brennelemente stammt zum Teil aus der
Urananreicherungsanlage in Gronau.

„Ohne Brennelemente funktioniert kein AKW. Wer die Brennelemente wider
besseren Wissens liefert, trägt auch für sämtliche Störfälle eine
Mitverantwortung. Es ist deshalb mehr als unverständlich und
unverantwortlich, dass die Bundesregierung weiterhin durch die
Exportgenehmigungen aktiv am Weiterbetrieb der belgischen Pannenmeiler
mitwirkt. Rechtlich wurden inzwischen sowohl ein Exportstopp wie auch
die komplette Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und der
Urananreicherungsanlage Gronau positiv begutachtet – jetzt müssen
endlich Taten folgen,“ so Christina Burchert vom niedersächsischen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

Neue Anti-Atom-Proteste in Aachen und Lingen:

Für die kommenden Wochen planen Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und
Niedersachsen sowie mehrere Umweltverbände neue Proteste gegen den
Weiterbetrieb der belgischen Pannenreaktoren sowie der
Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau:

10. Mai: Anti-Atom-Demo zum Macron-Besuch in Aachen

Anlässlich der Verleihung des Karlspreises an den französischen
Präsidenten Emmanuel Macron findet in Aachen ab 10 Uhr eine
Anti-Atom-Demo statt. Der französische Staat ist über Konzerne mit
großer staatlicher Beteiligung sowohl in Doel und Tihange wie auch bei
der Brennelementefabrik Lingen größter Anteilseigner. Der französische
Präsident steht deshalb in besonderer Verantwortung, die störanfälligen
Atomanlagen endlich stillzulegen.

9. Juni: Anti-Atom-Demo in Lingen

Mit einer überregionalen Demonstration vom AKW Lingen II („Emsland“) zur
Brennelementefabrik Lingen unterstreichen zahlreiche Initiativen und
Verbände die Forderung nach einer sofortigen Stilllegung des
Atomstandorts Lingen sowie der Urananreicherungsanlage Gronau.

Link zur BfE-Transportliste:

https://www.bfe.bund.de/SharedDocs/Downloads/BfE/DE/fachinfo/ne/transportgenehmigungen.pdf?__blob=publicationFile&v=30

Weitere Infos:

www.ippnw.de

www.sofa-ms.de

www.antiatombonn.de

 www.bbu-online.de

www.bi-luechow-dannenberg.de

www.urantransport.de

Kontakt:
Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen): Tel.
0176 – 64699023
Jörg Schellenberg (Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie): Tel.
01577 – 4938099
Christina Burchert (AKU Schüttorf): Tel. 0171 – 2804110
Dr. Angelika Claußen (IPPNW): Tel. 0172 – 5882786
Udo Buchholz (BBU / AKU Gronau): Tel. 02562 – 23125
Kerstin Rudek (BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg): Tel. 01590 – 2154831

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