Kollege Fred Maintz informiert zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir ein wichtiges Info des Kollegen Fred Maintz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=fred+maintz) zur aktuellen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik erhalten.
 
Wir haben dieses Info nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „SOZIALPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/sozialpolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 
 
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Fred Maintz informiert:
 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
es haben sich mal wieder einige aktuelle Informationen angesammelt:
 
1.
 
Die „Böckler-Stiftung“ hat einen neuen informativen „Atlas der Arbeit“ herausgegeben, der in den verschiedensten Bereichen
der Arbeitsmarkt- und der Sozialpolitik brauchbares statistisches Material präsentiert und mit dieser Presseerklärung vorgestellt
wurde:
Und hier geht’s zum Atlas selbst:
 
2.
 
Über das menschenunwürdige Sanktionsregime bei Hartz IV wird regelmäßig informiert, doch dass es nahezu gleich hohe Sanktionszahlen bei der Arbeitslosenversicherung (SGB III) gibt, darüber schweigen sich die Medien weitgehend aus.
Diesen Skandal hat der Arbeitsmarktwissenschaftler Prof. Stefan Sell in diesem Blog-Beitrag aufbereitet:
Danach sind allein in 2017 in der Arbeitslosenversicherung die Leistungen bei 810.000 (!) Anspruchsberechtigten gekürzt 
worden, obwohl die Arbeitslosigkeit im SGB III-Bereich immer mehr abnimmt. Ein wesentlicher Grund dafür besteht daran,
dass durch die ständige Zunahme prekärer Beschäftigung immer weniger Arbeitslose Anspruch auf die Versicherungs-
leistung des SGB III haben.
 
3.
 
Der Paritätische Gesamtverband hat vor wenigen Tagen ein neues Konzept mit dem Titel „Hartz IV hinter uns lassen“
veröffentlicht, was deshalb besondere Beachtung verdient, weil der Paritätische hier m.E. erstmalig zum „Bruch“ mit 
dem Hart IV-System aufruft, wenn es in dem Konzept u.a. heißt:
Mit „Reförmchen“ ist es nicht mehr getan. Es ist Zeit, mit Hartz IV zu brechen, zu brechen mit der misanthropischen Grundhaltung, die diesem Gesetz zugrunde liegt, dem negativen Menschenbild, mit dem sich der Sanktionsapparat, aber auch die unter der Armutsgrenze liegenden Geldzuwendungen begründen, und mit einem „küchenpsychologisch“ anmutenden Euphemismus des „Förderns und Forderns“, der bei unverstelltem Blick auf die Realitäten mehr und mehr als ein längst überlebter Dogmatismus erscheinen muss.
Wir sollten insbesondere auf lokaler Ebene in den kommunalen Räten die „Hartz-Parteien“ damit konfrontieren, da der Paritätische bei diesen (anders als DIE LINKE) durchaus auf eine gewisse Resonanz stößt.
Zum Konzept geht es hier:
 
4.
 
Der mehr als informative Nachrichtenüberblick „Miese Jobs“ dokumentiert aktuelle Beiträge und Artikel zum Thema
„Teilzeitarbeit“ und „Niedriglohnarbeit“, die hier zu finden sind:
Was die monatliche Jubelstimmung über angeblich ständige wachsende Beschäftigung mehr als konterkariert, 
ist zweifflos der Umstand, dass der Niedriglohnsektor beständig zunimmt und was unter 2) dem Blog zu ent-
nehmen ist. Die Schere zwischen Vollzeitjobs und Jobs in Teilzeit, Minijobs und Niedriglohn geht weiter ausein-
ander, was für unsere Argumentation gegen das deutsche „Jobwunder“ zentral von Bedeutung sein sollte.
Soweit und bis zum nächsten Mal mit kollegialen und solidarischen Grüßen
 
Fred Maintz
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